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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 

Fluchttechniken

Ist doch interessant, mit welchen Phantasien Automobilhersteller immer wieder arbeiten:

Commercial for the 2008 Chevy Malibu - "The car you can't ignore"



Aber hier gibt es eine andere Version, die offensichtlich nicht identisch ist. Vermutlich ist die untenstehende Version ein Video vom Set, das Andere der offizielle Spot.

NewVideo Actual Bank Robbery In #Detroit — Absolutely Priceless!!!!


Die autogazette informiert uns in der Rubrik Oldtimer über ein besonderes Jubiläu, nämlich 45 Jahre Ford Transit:


"Ideales Fluchtauto für Bankräuber
45 Jahre Transit

Jubiläum für den Gangster-Van Der Transit ist die dienstälteste Baureihe von Ford. 45 Jahre Produktion und sechs Millionen Einheiten sind Grund genug für einen kleinen Rückblick

Professionelle Bankräuber benötigen ein zuverlässiges Fluchtauto mit viel Platz für die Beute. Ein scheinbar ideales Fahrzeug für derartige Einsatzzwecke ist der Ford Transit, der im Jahr 1972 zum "meistgesuchten Van Großbritanniens" erklärt wurde. Diese in gewisser Weise schmeichelhafte "Auszeichnung" beruht auf einer Meldung von Scotland Yard, laut der in 95 Prozent aller Banküberfälle ein Transit als Fluchtauto benutzt wurde."

"Göteborg im Ausnahmezustand" oder "Dramatischer Postraub" lauten die Schlagzeilen ob eines offensichtlich spektakulären Überfalls auf ein Postamt. Ein Überfall mit allen Schikanen (Bombenattrappen, in Brand gesetzten Autos) "im Stil eines Hollywood-Films" (ORF) gibt den Verantwortlichen Fahndern Rätsel auf. Inzwischen wurden drei Verdächtige verhaftet, aber noch herrscht über das Ziel der Posträuber Unklarheit. An dem Ort, an dem sie den Überfall durchführten, werden zwar Millionen Briefe umgeschlagen, aber eben keine Kronen oder Euros.

"Die Gangster hatten sich in der Nacht maskiert und mit automatischen Gewehren bewaffnet Zugang zum größten Postamt in Göteborg verschafft. Sie zwangen die Beschäftigten, sich auf den Boden zu legen. Es wurde niemand verletzt. Bei ihrer Flucht setzten die Gangster fünf rund um die Hauptpost geparkte Autos in Brand. Sie platzierten außerdem vor der Einfahrt der Polizeizentrale und anderen strategisch wichtigen Stellen fünf Pakete, die wie Bomben aussahen und zum Teil auch mit "Bombe" beschriftet waren.

"Wir haben so etwas bei uns noch nicht erlebt", sagte Fahndungschef Klas Friberg im Rundfunk. Es sei ganz eindeutig, dass die Posträuber eine Verfolgung verhindern wollten. Durch die Absperrungen der Polizei wurde der Berufsverkehr in der westschwedischen Metropole am Morgen massiv behindert."

Warum das alledings bei (SpiegelOnline ) bereits unter der Rubrik Justiz abgelegt ist, finde ich auch interessant

Bei den Kommentaren im Dia-Blog sind wir auf folgenden Verweis bei Josh Spear für das 750-swag-got-your-money-bag von Money Brand aufmerksam geworden:
750SwagBag

Are you planning the perfect bank heist (we're not suggesting you should be)? You know what would make it more perfect? Having a perfect bag to store the loot. May we suggest the 750 Swag Bag from Money Brand? This convenient carryall is made from the finest Italian leather and equipped with Japanese made 18-karat gold–plated zips. As if the lure of luxury wasn't enough to convince you of its worth, the 750 Swag Bag has an inside lined with dollar bills — meaning if your crowning caper ends up a losing attempt at larceny, at least you won't leave empty handed.

750SwagBag2

Das Teil kostet im Money Store immerhin 799 englische Pfund:

Made in Italy from the supplest Italian leather. Seals with Japanese made 18 carat gold plated zips, and opens to reveal a lining made from real dollar bills. Size 690cm length x 270cm width x 465cm depth

So, da sind die Klimaschutzmaßnahmen in aller Munde, die BILD-Zeitung kooperiert mit Greenpeace, BUND und WWF, da mag das Bundesumweltministerium (BMU) nicht abseits stehen. Jedenfalls sollen auch Bankräuber auf der Flucht bitte schön zur Erreichung der Klimaschutzziele durch entsprechende Verhaltensmaßregeln beitragen ("Mehr Klimaschutz durch sparsames Fahren").

Wie das gehen soll? Das zeigt uns ein vom BMU unterstützter Kinospot, der bereits in englischer und ungarischer Sprache synchronisiert wurde. Der Kinospot lässt sich von der Seite des BMU in verschiedenen Datei-Formaten herunterladen.

Direkt anschauen kann man den Spot bei Clipfisch

Merke also, klimabewußt flüchtende Bankräuber können erfolgreicher sein. Also doch wieder das Fahrrad?

NWZ online (25.10. 2006) geht nach dem Oldenburger Bankraub auf gemeinsam mit der Polizei auf Damenradsuche

"Banküberfall: Altes Damenrad ist die heißeste Spur
OLDENBURG/QUA - Mit einem neuen Fahndungsfoto will die Polizei auf die Spur des Bankräubers kommen, der am Montag die Filiale der LzO am Marktplatz überfallen hat.
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„Wir haben das Foto an alle Polizeibeamten in Oldenburg verteilt. Es ist ja möglich, dass einer der Kollegen schon mal mit dem Täter zu tun hatte“, sagt Hans-Günther Gramberg, Sprecher der Polizei.

Außerdem hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Wenn jemand den Täter oder das Fahrrad kennt, soll er sich bei uns melden“, so Gramberg weiter.

Entgegen ersten Meldungen der Polizei hat das Rad keinen hellen Sattelüberzug. Auffällig findet die Polizei aber, dass das Rad einen Schwingsattel und eine Mantelklotzbremse hat. Beides deutet darauf hin, dass es sich um ein älteres Modell handelt.

Über den Täter kann die Polizei zurzeit nur Vermutungen anstellen. „Die Kleidung und das Verhalten deuten aber zumindest nicht auf einen Täter aus der Drogenszene hin“, so Gramberg.

Auch die Suche nach Spuren geht weiter. Direkt nach der Tat begannen Beamte damit, Mülltonnen und andere Verstecke in der Umgebung der Bank nach der Tatwaffe, Kleidungsstücken und anderen Spuren abzusuchen – bisher ohne Erfolg."


Darüber hinaus ist jetzt im Oldenburger Land eine Sicherheitsdiskussion (nwz online, 25.10. 2006) entbrannt:

Manchmal staunt man über den Erfolg, der eigentlich logisch erscheint. In diesem Fall sogar noch gepaart mit Zufall, nämlich jenem des zufällig erhöht gefüllten Tresors.

Bankräuber radelt bis zum Kassentresen
Die Beute ist ungewöhnlich hoch. Der Täter tauchte im Innenstadtgewühl unter.

OLDENBURG - In Oldenburg fahren sogar Bankräuber Rad: Am Montag, 23. Okt. 2006 um 14.23 Uhr radelte ein mit einer Pistole bewaffneter Mann vom Berliner Platz in die Schalterhalle der LzO. Was zunächst nach einem Scherz aussah, entpuppte sich Sekunden später als dramatischer Ernst.

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Der Mann sprang auf den Tresen und kletterte über die 1,80 Meter hohe Scheibe. Mit den Worten „Psst, ich tue Ihnen nichts“, drängte er eine Bankangestellte zur Seite. Blitzschnell raffte er das Geld zusammen und stopfte es in eine Baumwoll-Tragetasche. Nachdem er die Bank nicht mehr in Richtung Berliner Platz verlassen konnte – die Tür dort war inzwischen geschlossen – flüchtete er durch den Ausgang am Marktplatz.

Die sofort alarmierte Polizei löste eine Großfahndung aus. An allen Plätzen der Innenstadt patrouillierten Polizeibeamte, z.T. in kugelsicheren Schusswesten. Alle Zugänge zur City wurden überwacht. Trotzdem gelang es dem Täter, im Gewühl der Innenstadt unterzutauchen.

Der Täter wurde von einer Überwachungskamera gefilmt. Er war 25 bis 27 Jahre alt, und circa 1,75 bis 1,80 Meter groß. Er trug Jeans, eine Jacke und einen hellen Hut mit breiter Krempe. Außerdem hatte er helle Haut, dunkle wellige Haare und trug eine Sonnenbrille. Er soll sich ruhig und gelassen verhalten haben. Bei dem Fahrrad handelt es sich um ein Damenrad, der Sattel hatte einen auffälligen hellen Stoffbezug.

Über die Höhe der Beute macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angabe. Es soll sich allerdings mindestens um einen hohen fünfstelligen Betrag handeln. Dass der Täter so viel Geld erbeuten konnte, war eher ein Zufall. Gerade gestern wurden größere Summen eingezahlt, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht in einem Tresor verstaut waren.

(nwz-online, 24.10. 2006)

Im Anschluss an einen bewaffneten Banküberfall in der Wiener Mariahilfer Straße kam ein Fahrradfahrer auf die Idee mit selbigem die Täter zu verfolgen. Daraufhin schossen die flüchtenden Bankräuber auf den Verfolger (Vg. Bericht mit Bild vom Verfolger in ORF.at, 20.9. 2006). So weit so schlecht. Interessant aus Sicht dieses Weblogs zur Volkskunde des Bankraubs sind aber die Diskussionsbeiträge im Anschluss an diesen Bericht. Es gibt insgesamt bereits schon fünf Forumsseiten zu diesem Bericht und es finden sich Befürworter, Kritiker des Verfolgers sowie jede Menge Witzbolde. Man merkt ausserdem, dass in Österreich gerade Wahlkampf ist.

Der Standard (7.1. 2006) berichtete bereits im Januar:

Bankangestellte befestigten Sender an Tasche

Spokane - Mit Hilfe eines Satelliten-Navigationssystems ist es der Polizei im US-Bundesstaat Washington gelungen, einen Bankräuber binnen kürzester Zeit festzunehmen. Die Mitarbeiter der Washington Trust Bank befestigten das GPS-Gerät an der Tasche, in der sie dem Räuber knapp 38.000 Dollar (31.350 Euro) aushändigten. Polizisten spürten das Fluchtfahrzeug auf und nahmen den 38-jährigen mutmaßlichen Täter kurz darauf fest, wie aus Gerichtsakten hervorging.

Der mutmaßliche Bankräuber habe die Polizisten bei seiner Festnahme mit den Worten begrüßt: "Ihr seid gut!", hieß es in den Dokumenten des Gerichts in Spokane. In seinem Auto seien die Beute sowie eine geladene Waffe sicher gestellt worden. Der 38-Jährige wurde nach dem Überfall vom Mittwoch in Haft genommen, seine erste richterliche Anhörung wurde für Montag angesetzt. (APA/AP)


vgl. a. den AP-Beitrag der Seattle Times: "Police use satellite positioning to find bank's bag of cash."

Vorarlberg Online (27.4. 2006) informiert:

Wer braucht schon ein Fluchtauto?

Ein Mann, welcher im Bezirk Amstetten heute nachmittag eine Bank überfiel, ist anscheinend nach seinem Coup per Zug nach Oberösterreich geflohen.

Ein Banküberfall hat sich am Donnerstag in St. Valentin (Bezirk Amstetten) ereignet. Nach Angaben der oberösterreichischen Sicherheitsdirektion betrat gegen 14.20 Uhr ein Mann eine Erste Bank mit einer Pistole und forderte Bargeld. Er flüchtete dann mit seiner Beute zum Bahnhof und fuhr nach Linz. Dort war am Nachmittag eine Alarmfahndung im Gange.

 

twoday.net AGB

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