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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 
In der Telepolis-Besprechung (25.09.2010) von "The Town" werden vom Rüdiger Suchsland die für die Zukunft des Bankraubs entscheidenden Fragen aufgeworfen:

"White Trash, Barschlampen und Bankraub als Familienbetrieb
Profis und Gefühle: Ben Afflecks überraschend gelungener straighter Gangsterfilm "The Town"
"

(…)
Väter und Söhne

Affleck zeigt sie vermutlich viel näher dran an der Wirklichkeit als Scorsese: Als der White Trash, der sie sind: Schlägernde dumpfe Muskelpakete, mit kahl- oder kurzrasierten stiernackenverpackten Schädeln und vielen martialischen Tatoos auf dem Bodybuilding-gestählten Körper. Abends säuft man sich die Hucke voll, nimmt sich eine der noch übriggebliebenen Barschlampen oder gleich eine Nutte mit aufs Zimmer, und alle paar Monate macht man eine Bank. Raubüberfälle seien hier ein Handwerk, erklärt schon der Vorspann, das von den Vätern an die Söhne vererbt würde. Dass man irgendwann mal ein paar Jahre sitzt, versteht sich ebenso von selbst, wie dass man keinen verpfeift - die in Männerkumpanei gepackte, vom Recht der Älteren und der Stärkeren gestützte, und notfalls mit Blut und Eisen verteidigte Omertá.

Zunächst sieht man mal hier diese Handwerker bei der Arbeit. Sie erweisen sich als absolute Profis, und auch in dieser Feier der Professionalität erinnert der Film an das Werk Don Siegels, auch an manche Filme von Kathyn Bigelow (z.B. "Point Break"). Vier Männer überfallen eine Bank, Bewegung und Chaos werden nicht so smooth inszeniert wie in "Heat", sie haben erschreckende Todesmasken auf, ihre Trümpfe sind Ortskenntnis und Konsequenz. Trotzdem gibt es eine Geisel, die etwas sieht, eine junge Bankangestellte, und sie gerät ins Visier von Gangstern wie FBI.

(…)

Die echte Frage, die offenbleibt lautet: Wie kann es Bankräuber so wie früher heute - im Westen, nicht sonstwo - eigentlich noch geben? Bei all den Überwachungstechniken, die wir haben. "In Boston gibt es über 300 Banküberfälle pro Jahr." sagt der Film. Wirklich? Immer noch? Heute? "


Tja, wir würden mal darauf tippen, daß es hier eben Ungleichzeitigkeiten gibt, und daß kulturelle Muster, wenn sie erst mal eingeübt sind, nicht so schnell aufgegeben werden können.
 

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