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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 

Blog-Review

Jetzt haben wir doch unseren 2000. Online-Tag glatt verpasst (Heute ist der 2005. Tag).

Im Tagesspiegel war jüngst (10.5.2009) ein Interview mit Sascha Lobo zu lesen, wo er die Blogger gegen die QualitätsjournalistInnen verteidigt. Und irgendwie zählen wir auch zu der Mischpoke (und ausserdem ist er Fan dieser Seiten):

"Ich habe die Idiotenquote für höher gehalten"
Sascha Lobo bloggt, twittert und verbringt den halben Tag vor dem Laptop.

Sascha Lobo, 33, beschäftigt sich damit, wie das Internet unser Leben verändert. Er ist unter anderem Autor des Buches „Wir nennen es Arbeit: Die digitale Bohème“. Vor kurzem startete er sein privates Internettagebuch saschalobo.com. Lobo lebt in Berlin-Mitte.

Schätzungsweise 400 000 Blogs gibt es allein in Deutschland. Was soll aufregend daran sein, wenn all diese Menschen über ihre Kinobesuche und andere Alltäglichkeiten schreiben?

Blogs eröffnen fremde, interessante Welten. Eine Zeit lang hieß eines meiner Lieblingsblogs „Koksen-Kotzen-Kommunismus“. Der Blogger erzählte einmal, wie er zur kommunistischen Fraktion Berlin Südost fuhr und was er dort erlebte. Ein anderes Mal berichtete er von einer schwulen Party, seinem Drogentaumel. Ich mag auch das erfolgreiche „Lawblog“: Da geht es um Gerichtsgeschichten – auch eine fremde Welt. Dank des Blogs hat man die Chance, sie zu verstehen, weil man mit den Augen eines Rechtsanwalts hineinguckt.

Wir sitzen hier in Ihrem Wohnzimmer, auf dem Tisch steht ein aufgeklappter Rechner. Was sehen Sie gerade auf Ihrem Bildschirm?

Das ist ein Blog zur Volkskunde des Bankraubs: vabanque.twoday.net. Welche Bankraube passieren, wie laufen sie ab und warum? Der Betreiber aus Österreich analysiert das ganz genau und illustriert seine Seite mit Fotos, sogar mit Gedichten. Jetzt zur Finanzkrise ist ein neuer Drive entstanden. Ich finde es toll, dass es solche Plattformen gibt, das geht nur als Blog und sonst in keinem anderen Medium.


Was sicher richtig ist, Blogs ermöglichen ganz unterschiedlichen Personen, Dinge zu tun, die sie schon immer gerne tun wollten. Ob es das Medienformat Weblog ist, dass die die Welt verändert, lassen wir mal dahingestellt. Für alle, die an dem Thema Blogs allgemein interessiert sind, hier die Position, die wir in Abweichung zur Digitalen Bohème uns zu vertreten erlauben.

PS. Österreich? Auch, Schweiz ebenso und Deutschland sowieso und manchmal auch Niederlande ....

fragt sich Markus Euskirchen und weist im Kontext der Bankenkrisen auf unsern Blog hin. Die Überschrift lautet:
"Banken ausrauben, solange was drin ist":

"Reichtum ist bekanntlich in Banken konzentriert. Dort arbeitet das Geld und verflüchtigt sich dabei in alle Welt. Und wenn dann eine Blase platzt und die Krise immer größer wird, bekommen Bänker feuchte Augen oder Hosen, weil alles weg ist. Ein bisschen Bares ist aber immer vorrätig in der Bank und das kann man abheben - mit oder ohne Konto. Letzteres nennt sich dann Bankraub."

Aber lieber Markus, das war doch eigentlich immer schon so, dass die eigentliche Werte innerhalb der Bank "verschwunden" sind oder sich "verflüchtigt" haben.

Danke für die Erwähnung!

HAPPY BIRTHDAY "Where the money is ..."

Im allgemeinen Trubel haben wir doch glatt unseren eigenen, fünften Geburtstag verpasst. Am 31. Januar 2004 war der erste Eintrag in diesem Blog zu verzeichnen. Inzwischen sind fünf Jahre in die Länder gegangen, in denen wir so unterwegs sind. Entstanden ist eines der umfassendesten Archive zur Kulturgeschichte und Gegenwart des Bankraubs. Nirgendwo lässt sich soviel über das Thema des Blogs erfahren. Jetzt hoffen wir mal, dass die LeserInnen das auch so sehen.

Auf die nächsten 5 Jahre!

Sascha Lobo, der Häuptling der Digitalen Bohème, hat im Wichtig-A-List-Blog "Spreeblick" eine Liebeserklärung ans Internet verfasst und dabei sind auch wir gemeint, wenn wir auch "nur" unter Kultur subsumiert werden:

"Die politische Komponente ist aber nur der Anfang – die kulturelle ist ähnlich relevant. Das Netz ist das Ende des Mainstreams als ausschließlichem Taktgeber und der Beginn der wahren Vielfalt der Kultur. Wo anders als im Netz könnte es internationale Kompendien von Fotografien von Plastikstühlen geben oder eine regelmässige Publikation, die begeistert den Bankraub an sich untersucht? Publikationen wohlgemerkt, die jedem kostenlos zugänglich sind und nicht fachzeitschriftesk in ausgesuchten Archiven verstauben."

Yes we can!
(Danke Jan!)

Update: und schon hat mit 70 BesucherInnen mehr (3,5 Stunden nach Veröffentlichung des Spreeblicktextes - nur mal so für Euch als Feedback, KollegInnen!)

Im Laufe der Jahre haben wir AutorInnen des Buches "Vabanque. Bankraub.Theorie.Praxis. Geschichte" gelernt, dass es wurst ist, was wir mit JournalistInnen bereden, was wir sagen, weglassen oder nicht. Sie haben ihr Skript im Kopf.

Und für den Normalsterblichen mag es auch unerheblich sein, was da für Nuancierungen wegfallen oder Differenzierungen unter den Tisch fallen müssen. So ist das auch im telefonischen Interview mit Frau Antje Hildebrand vnn WELT Online (13.7. 2007) gewesen. Egal. Wichtig ist erst mal, dass Sie auf unseren Seiten zum Thema Bankraub gelandet sind. Dass es hier und in unserem Buch nicht überwiegend um die "spektakulärsten" oder "kuriosten" Banküberfälle geht, dürfte den geneigten LeserInnen schnell klar werden. Dass wir ein Interview nicht mit unserem vermeintlichen oder vermutlichen Vorstrafenregister beginnen, ist darüber hinaus auch nicht so wichtig. Die Phantasien der JournalistInnen sind eben genauso überbordend, wie die Ihrigen. Manchekönnen sich schlicht nicht vorstellen, dass man so viel Know-How anhäufen kann, ohne selbst dabei "in Versuchung" zu kommen (was für uns kein moralisches Problem ist, sondern eines der sich unterscheidenden Interessen - Bankraub ist eine voluntaristische individuelle Abkürzung angesichts der ungleichen Verteilung von Wohlstand und Reichtum - unsereins will das prinzipiell ändern!).

GENUG der Vorreden - look and enjoy ...

Irgendwie sind wir da mit als Vorschlag drauf gekommen. Keine Ahnung aber wie. Immerhin hat der Poll ein wenig Traffic produziert:

"A Fistful of Euros proudlly presents the Third Annual Satin Pajama Awards, celebrating the best of the European blogosphere. Thanks to Michael Manske and Clive Matthews for helping out."

Best Weblog from Germany

* Ahoi Polloi (62%)
* EUblog (7%)
* Gespraechsfetzen (6%)
* Where the money is … (5%)
* Indiskretion (5%)
* Netzpolitik.org (4%)
* Jump Cut (3%)
* Modeste (3%)
* Herdentrieb (2%)
* Wortfeld (2%

Total Votes: 213


Das sind immerhin 10 Stimmen für unsereins. Wenn man bedenkt, dass Netzpolitik.org nur 8 Stimmen erhalten hat ;-)
Aber ob das überhaupt etwas aussagt ....

Unter dem Pseudonym "Peter Pivo" (seit 5.8. 2005 online) vertreiben sich die Hamburger Martin Haiss & Tim Reuscher mit dem Blog "NeinAffenNein" so ihre Zeit. Offenbar sind sie jetzt auch auf unseren Blog und sieben Jahren nach dem Erscheinen auch auf das dazu gehörende Buch gestoßen:


Einen Ausflug in die “faszinierende Welt des Bankraubs”, dem “letzten großen Abenteuer der bürgerlichen Gesellschaft”, verspricht Herausgeber Klaus Schönberger den Lesern von “Va Banque!“. Weil es sich im Schoße des Bürgertums dann aber doch bequemer sitzt, als in der JVA, hat er sich für eine Uni-Karriere entschieden und es bei einem monothematischen Blog zum Thema belassen.


Nicht gerade mit "enzyklopädischem Wissen" über die Voraussetzungen und Bedingungen einer "Uni-Karriere" ausgestattet, unterstreichen solche Einträge vor allem, wonach die Zaungäste des Bankraubs gieren: Nach Biographien, am besten nach Biographien von gefallenen der vermeintlich ganz oben angesiedelten. Tja, Herr Schönberger, Ihr Publikum möchte "Freiheit & Abenteuer". Und wenn's der "Uni-Karriere" hilft ...?

"“Where the money is” nennt sich das mit einer handvoll Co-Autoren herausgebrachte “Weblog zur Volkskunde des Bankraubs” und glänzt mit nahezu enzyklopädischem Wissen. Zum Einlesen in die Materie empfiehlt sich ein gezielter Klick ins über 40 Kategorien umfassende Menü (rechte Spalte)."

Ach diese "Generation Praktikum" --- Zum Einlesen, meine Herren, nimmt mann besser mal ein Buch in die Hand ....

Gleichzeitig haben Sie auf YouTube einen Klassiker des Pops (Serge Gainsbourge & Brigitte Bardot - Bonnie and Clyde) ausgegraben:



Und dann weisen sie noch auf eine nette Merchandising-Aktion aus Santa Fu ("Kreative Zellen - Heiße Ware aus dem Knast") in HH hin.

Jetzt haben wir doch glatt unseren eigenen Geburtstag verpasst. Am 31. Januar 2004 wurde hier der erste Eintrag gepostet. Er galt dem Buch "Vabanque" - welches ja auch ein wenig der Ausgangspunkt für dieses Blog gewesen ist.
Inzwischen gibt es hier 715 Beiträge und 66 Kommentare bei 1099 Online-Tagen.

Die meistgelesenen Beiträge (nur Aufrufe über 1000)
1 3030 03.11.04 Gangster-Rapper Andre "Mac Dre" erschossen
2 1710 26.01.06 "I Go Chop Your Dollar" - Nigeria-Connection und Nigeria-Pop
3 1338 05.02.04 Ludwig Lugmeier, Bankräuber, Schriftsteller
4 1221 21.03.04 Beten vor dem Banküberfall
5 1194 11.02.04 »Bonnie & Clyde« auf 3sat / 18.2.2004
6 1043 23.07.04 Songtext: Sido - Taxi!/Banküberfall

Der Shooting-Star unter den meistgelesenen Einträge seht allerdings
auf Platz
10. 899 02.12.06 Pravention Österreich (2) / Weststeiermark: Alarmpaketehersteller ECA

und zwar weil er erst seit Anfang Dezember online ist und dennoch schon so oft aufgerufen wurde.

HAPPY BIRTHDAY VABANQUE

Pop sells
So kurz vor Jahresschluss wollen wir nochmals Revue passieren lassen, welche Beiträge in diesem Blog eine gewisse Prominenz erfahren haben. Der absolute Shooting-"Star" des Jahres 2006 ist mit 1573 Aufrufen und derzeit insgesamt auf Platz 2 der stehende der Eintrag "I Go Chop Your Dollar" - Nigeria-Connection und Nigeria-Pop" vom 26.01.06.

Platz 1 mit 2762 Aufrufen hält derzeit immer noch der aber bereits 03.11.04 eingestellte Beitrag "Gangster-Rapper Andre "Mac Dre" erschossen".

Auf Platz 3 hält sich tapfer mit 1280 Aufrufen der Eintrag vom 05.02.04 über "Ludwig Lugmeier, Bankräuber, Schriftsteller".

Aus dem Jahr 2006 hat es mit 787 Aufrufen am Ende des Jahres auch noch der Eintrag "ARD: Bernhard Kimmel - der Al Capone aus der Pfalz" vom 02.03.06
auf Platz 11 geschafft.

Von den 25 am häufigsten aufgerufenen Beiträgen aus dem Jahr 2006 ist mit 773 Aufrufen auch das Portrait des Wiener Weblogs "Blaulicht, Graulicht und Rotlicht" vom 03.03.06 zu nennen (Platz 13).

Erklärungsbedürftig ist mit 633 Aufrufen die vergleichsweise niedrige Platzierung (Platz 22) des Eintrags "Auf frischer Tat ertappt: BlowJob im Tresorraum" vom 17.05.06. Der Terminus BlowJob" müsste nach den Regeln der Kunst eigentlich zu einer wesentlich besseren Platzierung führen. Vielleicht, weil der Begriff hier zusammengeschrieben wurde, sind nicht alle Pornosurfer hier gelandet. Ausserdem dürfte die fehlende Verfügbarkeit der Photos sein übrigens bewirkt haben.

Ebenfalls unter die ersten 25 hat es der Eintrag "Der Bäcker von Siegelsbach hält sich für unschuldig" (13.04.06) gebracht. 597 Aufrufe erbrachte noch Platz 24.

Damit haben es fünf Beiträge aus 2006 geschafft, bereits 2004 oder 2005 eingestellte Einträge zu überflügeln.

 

twoday.net AGB

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