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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 

Kriminologie

Ähnlich wie Computer-Ego-Shooterspiele macht das Weihnachtsfest die Menschen in unserer Gesellschaft zu Kriminellen und zu Straftäter. Bereits länger ist aus der Kriminologie bekannt, dass gerade vor Weihnachten die Banküberfälle jeweils signifikant ansteigen. Nunmehr hmeldet at der österreichische "Kriminalpsychiater" Reinhard Haller ("„Die Seele des Verbrechers“) prinzipielle Bedenken gegen das Weihnachtsfest an.

Unter der Überschrift "Weil die Geschenke so teuer sind - Das Weihnachtsfest macht kriminell" lesen wir in der Sonntagsausgabe der Wiener Tageszeitung "Österreich" (10.12. 2006) über die "dunkle Seite von Weihnachten":

"Kriminal-Psychiater Reinhard Haller warnt vor einer gefährlichen Weihnachtszeit.
Wien. Was, wenn man zu arm für Weichnachten ist? Gerichtspsychiater Reinhard Haller spricht von einer gefährlichn Entwciklung: 'Wer kein Geld für Geschenke hat, kann schnell auf die wohlhabende Gesellschaft wütend werden. Dies kann sogar Raubüberfälle provozieren', erklärt Haller. Die Schere zwischen ar und reich in unserem Land öffnet sich bedrohlich.
'Es kann das Gefühl entstehen, dass man sich holen will, was einem vorenthalten wird', so der Arzt. Tatsache: Die Polizei stellt im Dezember einen Anstieg von Ladendiebstählen fest."


Wir haben es hier offensichtlich mit einer wachsenden Verrohung der Gesellschaft infolge der zunehmenden Weihnachtsverwahrlosung zu tun. Bleibt nur noch eine Frage: Warum tut kein Politiker hiergegen etwas. Nämlich: Weihnachten schlicht und einfach zu verbieten!

"Das Böse ist immer und überall"
von Katja Seefeldt in Telepolis (08.11.2004)

Warum wir eine Zunahme der Kriminalität sehen, wo keine ist

Die Kriminalität sinkt, doch die Furcht der Deutschen vor Verbrechen wächst, die Gerichte strafen härter und die Politik lässt neue Haftplätze bauen. Eine aktuelle Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen geht den Zusammenhängen nach.

Die Statistiken melden rückläufige Zahlen bei Straftaten, vor allem bei schweren Delikten, doch das Strafbedürfnis der Deutschen steigt ebenso wie die Zahl der Häftlinge. Großen Anteil an dieser Entwicklung hat die Berichterstattung über Kriminalität in den Medien und eine Politik, die sich eng an der öffentlichen Meinung ausrichtet. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat in einer Studie nachgefragt, wie die Bevölkerung in Deutschland die Kriminalitätsentwicklung beurteilt, wie sie in ihrem Urteil von den Medien beeinflusst wird und welche Folgen dies für die Kriminalpolitik hat.


Als soziale Variable führt die Studie den "Bildungsfaktor" an:


"Doch es gibt noch weitere Faktoren, der für Kriminalitätseinschätzung und Straflust eine Rolle spielen. "Bildung ist der entscheidende Faktor", erläutert Pfeiffer. "Ältere Menschen verschätzen sich mehr als die Jüngeren, Frauen mehr als Männer, die Ostdeutschen mehr als die Westdeutschen. Und die Ungebildeten mehr als die Gebildeten. Am höchsten verschätzt sich der ungebildete, ältere Mann aus Ostdeutschland, der primär RTL und Sat 1 guckt und die Bild-Zeitung liest. Der ist auch für rigides Strafen, möglichst die Todesstrafe. Die geringsten Strafbedürfnisse weisen jüngere Menschen in Westdeutschland auf, mit gehobenem Bildungsniveau, die sich z. B. anhand von FAZ, SZ und Tagesthemen informieren. Sie liegen relativ nahe an der Wirklichkeit und sind für moderates Strafen."


Tja, da würde unsereins dann doch noch die Fragestellung interessieren. Bereits im Kontext von Rassismusforschung hatte Anfang der 90er Jahre Birgit Rommelspacher auf die besondere Disposition von Eliten zum Wohlstandschauvinismus hingewiesen. Demgegenüber seien in der individualisierungstheoretischen Sichtweise a la Heitmeier nur die Moderinisierungsopfer das Problem. Man muss ja nur entsprechende Begriffe und Items vorgeben und schon geht die eine Gruppe in die Falle und die andere ist sprachlich auf der Hut und kann die Gefahr umschiffen. Darauf sollte man nun wirklich nicht viel geben. Schließlich lässt sich auch mit Bourdieu der klassenspezifische Blick der Forscher selbst zum Thema machen und Pfeiffer ist einer, der besonders gerne die Medien für Gewalt und Kriminalität verantwortlich macht.
Das wäre dann auch noch mal zu hinterfragen ...

Am J Psychiatry 1978; 135:1377-1379
American Psychiatric Association

REGULAR ARTICLES
Psychological observations of bank robbery

DA Johnston

Bank robbery has been only partially examined in the psychiatric literature. It has been publicly considered an act of men of strong will to obtain money. According to the author's observations in a federal penitentiary, bank robbery more often is a symptomatic act with psychological meaning. The author describes several of the unconscious motives and defense aspects of bank robbery in the hope that this will assist in demythologizing the bank robber.

International Journal of Offender Therapy and Comparative Criminology, Vol. 46, No. 5, 555-568 (2002)

John Z. Wang

Department of Criminal Justice, California State University–Long Beach, 1250 Bellflower Blvd., Long Beach, CA 90840, USA

It was reported for the first time that a series of bank robberies were committed by an Asian gang group in a major southern city. The bank robberies showed a variety of operational methods. The purpose of this descriptive study is to apply the routine activities theory to explain the causal factors of the robberies. The analysis shows that the six Asian bank robberies resulted from a supply of motivated offenders, the availability of suitable targets, and a low level of capable guardians against crime. Findings suggest that crime-specific measures are an appropriate method for examining the merits of the routine activities theory.

The Time to Rob: Variations in Time of Number of Commercial Robberies
Peter J. Van Koppen/Robert W. J. Jansen
Netherlands Institute for the Study of Criminality and Law Enforcement (NISCALE)

This article reports a study on daily, weekly, and seasonal variations of the number of commercial robberies perpetrated in The Netherlands during the period 1988 to 1994. Results show that daily and weekly peaks depend on the kind of premises targeted. These peaks are explained by robbers' expectations of the amount of money available at the robbery target. The number of robberies in winter are distinctly higher than in summer, explained by the increased number of dark hours during the day. The explanation of changes in the number of robberies during the day, the week, and the year is straightforward: availability of suitable targets and adequate guardianship. The study shows that there is no reason to seek more complicated and less elegant explanations for daily, weekly, and seasonal variations, like cash flow in commercial targets, the cost of living during the winter, bad weather, or changes in the unemployment rate.

In: Journal of Research in Crime and Delinquency, Vol. 36, No. 1, 7-29 (1999)

 

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