AusstellungenMuseum
BankerInnen und PolizistInnen
Bankraub in Film und Fernsehen
Bankraub-Dokus - Themenabende usw.
Bankraub-Trends
Bibliographie der Volkskunde des Bankraubs
Biographien des Bankraubs
Blog-Review
Brecht-Zitat
Brutalisierung des Bankraubs
Buergerliches Recht
Edle Raeuber - Robin Hoods
Fluchttechniken
Geiz ist geil
GenderMainStreaming
Hausforschungen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
icon
Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 

Ueber Banken

Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.V., Bonn
Bewerbungsschluss: 20.09.2006

Wir suchen begabte Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen, die anwendungsorientiert forschen möchten.

Zur Förderung von Dissertationsvorhaben vergeben wir zum Wintersemester 2006/2007 Promotionsstipendien.

In diesem Jahr lautet das Generalthema „Gesellschaftlicher Wandel des Privatkundengeschäfts von Kreditinstituten“.

Wir freuen uns über Einreichungen aus verschiedenen Fachgebieten.

Die Stipendien werden für zwei Jahre vergeben und sind mit jeweils 920 Euro monatlich dotiert. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine hochkarätig besetzte Jury aus Wissenschaftlern und Praktikern.

Wir sind eine bundesweit tätige und gemeinnützige
Gemeinschaftseinrichtung von Sparkassen, Landesbanken/ Girozentralen, regionalen Sparkassen- und Giroverbänden und Verbundpartnern. Wir initiieren und vertiefen den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis und unterstützen die Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Geld-, Bank-, Sparkassen- und Börsenwesens.

Weiterführende Informationen und Bewerbungsunterlagen erhalten Sie unter www.s-wissenschaft.de.

------------------------------------------------------------------------
Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.V.
Simrockstraße 4
53113 Bonn
Tel.: 0228/ 2 04 57 31
Mail: s-wissenschaft@dsgv.de

Homepage

Die Wiener Kunstpolit- und Theoriegruppe Monochrom führte gemeinsam mit Johannes Ullmaier eine Geldwechselperformance durch.

monochrom

Hierbei ging es um die Frage, wie oft man Euros und US-Dollars wechseln kann, bis nichts mehr übrig geblieben ist. Hier die Performance "Die Türme von Hanoi oder never change a running system" incl. die daraus resultierende Berechnung:

Auskunft am Bankschalter: "Da verlieren sie aber."
Antwort des Bankkunden: "Das liegt in der Natur der Sache."

Wohl wahr ...

"Wir sehen unsere Kunden immer weniger. Nur die Bankräuber kommen immer öfter" meint Peter Püspök, Chef der Raiffeisenlandesbank im Kurier (3.10. 2005)

Beratung statt voller Kassenhallen

"Schlechte Geschäftszeiten, oft wechselnde Betreuer und hohe Spesen: Das sind meist jene Punkte, über die sich Bankkunden ärgern. "80 bis 90 Prozent aller Kunden werden nicht optimal betreut", meint Peter Püspök, Chef der Raiffeisenlandesbank (RLB) NÖ-Wien. Viele seien unterinformiert. Andere wiederum könnten aus dem Überangebot an Informationen die für sie richtigen nicht herausfiltern.

Die RLB NÖ-Wien hat daher bereits vor geraumer Zeit ihr Beratungsservice ausgebaut und bestehende Filialen dahingehend umgebaut. "Vier dieser Beratungsbüros gibt es in Wien bereits, heuer folgen drei weitere", kündigt Püspök an. Denn der Trend hin zu prall gefüllten Beraterbüros, aber leeren Schalterhallen gehe weiter. "Nur die Bankräuber, die mehrheitlich in die Kategorie Auslandsgeschäft einzureihen sind, kommen immer öfter", ätzt Püspök. Einziges Problem der Strategie sei, Mitarbeiter schnell und effizient auszubilden: "Das ist der Flaschenhals."


Dann folgt noch ein bisschen Public Relations, was hier ja nicht von Belang ist ...

Am 4. März protestierten ab 7 Uhr vor der Deutschen Bundesbank in Erfurt Sicherheitsdienstbeschäftigte gegen Armutslohn. Die Einfahrt der Geld- und Werttransporteure wurde ca. eine Stunde behindert. Die Gewerkschaft ver.di fordert den Bundesverband Deutscher Sach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) auf, mit einem akzeptablen Angebot wieder in die Verhandlungen einzutreten.
Es wird nicht hingenommen, dass ArbeitnehmerInnen, die seit 15 Jahren mit Armutslohn überleben müssen, eine Lohnanhebung von lediglich 8,- bis 12,- im Monat be­kom­men sollen.
Die Protestaktionen bis hin zu Ar­beits­kampfmaßnahmen werden erst
eingestellt, wenn der Arbeit­ge­ber­verband anerkennt, dass die Ar­bei t der Sicherheitsdienst­be­schäf­tigten mit akzeptablem Einkommen ge­würditg werden muss.

Da drei Polizisten mit der Nieder­schla­gung eines Gewerkschaftssekretär ein­ge­griffen haben, wird Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Polizeibeamte erstattet.


Vgl. a. die Ausführung bei LabourNet

Der Wiener Kurier (14.2.2005) berichtet über eine Kontroverse zwischen deutschen Konsumentenschützern, die vor Einlagen über 7.000 Euro bei österreichischen Banken warnten. In diesem Zusammenhang waren die Austro-Banker empört. Inzwischen wurde der ursprüngliche Gesetzentwurf revidiert.

Wien. Über eine Reform der Einlagensicherung wollte das Finanzministerium ursprünglich den Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung von 20.000 auf 30.000 Euro ausdehnen, dabei aber (ab einem Sockelbetrag von 7.000 Euro) einen zehn-prozentigen Selbstbehalt einführen. Das hätte bedeutet: Von einer Sparsumme zwischen 7.000 und 30.000 Euro hätte der Sparer im Fall des Zusammenbruchs "seiner" Bank dann nur 90 Prozent wieder bekommen. Dieser Sparer-Selbstbehalt war innerhalb der Regierung heftig umstritten gewesen. Im neuen Entwurf des Finanzressorts, der am Dienstag im Ministerrat behandelt werden soll, findet sich weder der Selbstbehalt noch die erhöhte Sicherungsgrenze.

Die Novelle zum Bankwesengesetz (BWG) mit dem Selbstbehalt im Fall von Bankkonkursen wäre vor allem vom Bankenverband erwünscht gewesen. Denn die einzigen Pleiten von Kreditinstituten in den vergangenen Jahrzehnten betrafen jeweils den Sektor der Aktienbanken.

Für Empörung bei den österreichischen Banken hat zuletzt ein Aufruf der deutschen Stiftung Warentest gesorgt, wegen der mit dem geplanten Selbstbehalt verbundenen Unsicherheit um eine "deutliche Reduktion" der Einlagensicherung von größeren Einlagen in Österreich abzusehen: Teile der österreichischen Regierung, so hieß es im Magazin "Finanztest" der deutschen Konsumentenschutzorganisation, "wollen den Schutz für Sparer verschlechtern". Damit, so das deutsche Magzain weiter, würde sich etwa auch der Schutz für die deutschen Sparer der österreichisch-türkischen Deniz- und Vakifbank verschlechtern. Beide Banken haben ihren Hauptsitz in Wien und Zweigstellen in Frankfurt am Main. Sie böten derzeit attraktive Zinsen. Schließlich der "Tipp" der Stiftung Warentest in dem Magazin: "Kunden legen bei einer österreichischen Bank vorerst besser keine Geldbeträge über 7.000 Euro für längere Zeit fest an."

Die taz (12.2.2005) veröffentlicht eine Interview mit dem Erlanger Bankwissenschaftler Wolfgang Gerke, in dem er betont, dass das Trachten der Deutschen Bank, tausende von Arbeitsplätzen zu streichen, nicht so absonderlich sei, sondern in der Logik des Systems liege:
Wolfgang Gerke
"taz: In seltener Einmütigkeit wird die Deutsche Bank beschimpft. Herr Stoiber beklagt Geschmacklosigkeit, der Betriebsrat Unmoral. Was halten Sie von solcher Schelte?

Wolfgang Gerke: Gar nichts. Die Politiker betreiben ihr Spielchen. Es ist der ganz normale Kapitalismus, den die Deutsche Bank lebt. Wenn man dagegen ist, muss man nicht gegen ein einzelnes Institut vorgehen, sondern gegen diese Art von Kapitalismus."


Na endlich, ich bin das Geseiere all derjenigen langsam satt, die die Unmoral der Deutschen Bank bejammern, aber ansonsten alles für richtig befinden.

Irgendwie habe sie es jetzt alle mit der Deutschen Bank. Die soll unmoralisch sein, ist sie wahrscheinlich auch. Die Frage ist nur, wer ist eigentlich krimineller, die die kapitalistische Logik exekutieren, also tatsächlich das tun, was sie müssen, oder diese Regierung, die ständig behauptet, dass das notwendig ist (wg. Standort) und dann so tut, als ob sie - wenn es jemand tut - damit nichts zu tun hätte. SPD-Generalsekretär Benneter beispielsweise, ja diese intellektuelle Stamokap-Beleidigung aus den 70ern, den sollen sie mal in den Tresorraum in einer dieser Frankfurter Türme sperren und am Besten beim Geiselaustausch gegen Standort"vorteile" vergessen und als Derivat auf die kommenden SPD-Niederlagen meistbietend (sofern das mit dem möglich ist) verzocken.

Die taz erinnert an das lange Sündenregister der Deutschen Bank:

Eine sehr deutsche Bank
Unmoralisch aus Prinzip und Tradition: Trotz glänzender Bilanzen will die Deutsche Bank 6.400 Stellen streichen

Es gibt in Frankfurt so viele Banken wie Bordelle in Berlin. Aber keines der 920 Geldinstitute ist so verhasst wie die Deutsche Bank. Bereits 1995 übertraf ihre Bilanzsumme die des Bundeshaushalts, ihr Gewinn lag bei rund 10 Milliarden Mark.

Da hatte das größte europäische Kreditinstitut gerade 7.000 Arbeitsplätze abgebaut, nun sollen wieder 6.400 Mitarbeiter entlassen werden: "Wir müssen konkurrenzfähig bleiben!"

Vorstandsvorsitzender Hilmar Kopper, der den Posten nach der Ermordung von Alfred Herrhausen durch die RAF ergattert hatte, prägte 1994 das "Unwort des Jahres", als er nach der Pleite des Immobiliensammlers Schneider die ausstehenden Forderungen der Handwerker als "Peanuts" bezeichnete. Später ehelichte Kopper die Kanzlerwitwe Brigitte Seebacher-Brandt. Der derzeitige Chef, Josef Ackermann, ließ sich 2004 im Mannesmann-Prozess zu einem ähnlichen "Kommunikations-GAU" (Spiegel) hinreißen, als er im Gerichtssaal die Hand zum Victory-Zeichen hob.

Die 1870 von Siemens eingetragene Deutsche Bank fiel seit der Gründerzeit durch ihre "robusten Geschäftspraktiken" auf, finanzierte Auschwitz und profitierte von der Arisierung jüdischer Banken und Firmen. Hermann Josef Abs, Chef der Deutschen Bank im Dritten Reich, war nebenbei auch für die belgischen Solvay-Werke verantwortlich, in deren polnischen Kalksteinbrüchen unter anderen der junge Priester Wojtyla zwangsarbeitete. Als Papst Johannes Paul II. holte Wojtyla ausgerechnet seinen früheren Peiniger Abs in die Vatikanbank, damit der den ruinierten Haushalt der Kirche saniere.

Die Frankfurter Twin-Towers der Deutschen Bank sind wahrlich ein Schandfleck in Mitteleuropa. Aber, wie Brigitte Seebacher-Brandt einmal so schön sagte: "Bankmenschen sind nicht zum Lieben da." Höchstens zum Heiraten."


Das war Helmut Höge in der taz (8.2.2005)

Arbeitskreis für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Historischen
Kommission für Niedersachsen und Bremen,

Sitzung am Samstag, 12. März 2005, in Hannover: "Soziale Praxis des Kredits"

Deadline: 15.01.2005

Es mangelt nicht an Untersuchungen zur Geschichte von Kreditinstituten unterschiedlicher Art. Diese Sitzung soll weniger der Institutionengeschichte als den Praktiken des Kredits gewidmet sein.

Auch bleibt der Blick nicht auf spezialisierte Kreditunternehmen beschränkt, sondern es werden alltäglichere Kreditgeber und -nehmer einbezogen. Ausserdem geht es darum, den Kredit nicht ausschliesslich in einer i.e.S. wirtschaftsgeschichtlichen Perspektive zu betrachten, sondern die sozialen und kulturellen Kontexte zu berücksichtigen: "Kredit" beruhte in früheren Jahrhunderten weithin auf persönlichem Vertrauen und war eingebettet in familial-verwandtschaftliche, klientelistische oder religiöse Netze.

Erwünscht sind Beiträge – in Form von Kurzreferaten – zu verschiedenen Perioden, vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Vorwiegend sollen Niedersachsen und Bremen behandelt werden. Darüber hinaus sind einzelne Beiträge zu grundsätzlichen und methodischen Fragen oder zu benachbarten Regionen willkommen.

Angebote für Kurzreferate mit Arbeitstitel und abstract (nicht mehr als eine halbe Seite) schicken Sie bitte bis zum 15. Januar 2005 an

Prof. Dr. Jürgen Schlumbohm
Max-Planck-Institut für Geschichte
Postfach 2833
37018 Göttingen
Fax: 0551-4956170
e-mail: schlumbohm@mpi-g.gwdg.de
Homepage

Im Standard vom 23.7. 2004 wird jene Geschichte aus Michael Moores "Bowling for Columbine" zum Anlaß einer kleinen Bankphilosophie genommen:


"Amerika heute: "Sind wir verrückt nach Waffen - oder sind wir einfach nur verrückt?", fragt der Dokumentarist und Satiriker Michael Moore in seinem jüngsten Film "Bowling for Columbine". Und will sich dabei mit gängigen Gewalterklärungen nicht abspeisen lassen.
930bowl5
Der US-Dokumentarist und Autor Michael Moore tut in diesem Fall, was die alte Binsenweisheit vorschreibt: Er kehrt zuerst vor der eigenen Tür. Dort haben sich - sei's nun in den Spielzeugwaffenlagern der Kindheit oder im Suburbia der näheren
Nachbarschaft - genug Merk- und Denkwürdigkeiten angehäuft. Eine der ersten Szenen von Bowling for Columbine ist also etwas, das man als verkehrten Bankraub bezeichnen könnte. Ein Mann (Moore selbst) betritt quasi mit Geld den Kassaraum: Er will ein Konto eröffnen. Das Geldinstitut bedankt sich mit einem tollen Werbegeschenk: Mit einem Gewehr unterm Arm tritt der Erzähler hinaus ins Freie. Ein Witz?"

Offensichtlich sind sich die jeweiligen Szenen doch näher als sie zugeben wollen ....

Manchmal fallen einem im Urlaub so merkwürdige Zeitschriften wie „Readers Digest – Das Beste“ („Artikel von bleibendem Wert . 25 Millionen Exemplare in 19 Sprachen“) in die Hände. Und dann meist ältere Ausgaben, wie die vom Mai 2000, in der „Eine Frau die Vogelmörder in Süditalien jagt“. In derselben Nummer fand sich aber auch eine Reportage von Jérome Dupuis und Jean-Marie Pontaut: „Schatzsuche bei Crédit Lyonnais.“ (S.72-81).
Ein Brand zerstörte am 5.Mai 1996 den Tresorraum der Pariser Bank am Boulevard des Italiens. Diese 1876 von Gustave Eiffel errichtete größte Tresoranlage Europas mit 7.800 Safes beherbergte sowohl einfach Schließfächer wie große Stahlkammern. Zwei aufschlussreiche Fotos illustrieren den Bericht und veranschaulichen, dass die Flammen tatsächlich ganze Arbeit geleistet hatten. Das Bankhaus war völlig zerstört. Eine interessante Frage bleibt. Wer haftet eigentlich in so einem Fall und wie weist man nach, was da tatsächlich verlorengegangen sein könnte? Die meisten Schließfachinhaber hatten aber Glück und bekamen ihre Wertgegenstände mehr oder weniger unversehrt zurück, weil die die Tresore dem Feuer weitgehend standgehalten hatten. Doch kamen beim Aufräumen auch ungewöhnliche bis kompromittierende Dinge zum Vorschein. Jedenfalls erinnern die Details der Reportage an jene großen Tresoreinbrüche anno 1929 in Berlin und 1976 in Nizza, als dabei ebenfalls interessante Dinge zum Vorschein kamen und insbesondere von Spaggiari und seinen Kumpanen vor Ort in Nizza entsprechend inszeniert wurde. Aber natürlich trifft es in solchen Fällen immer auch bemitleidendswerte Zeitgenossen, die ihr paar Habseligkeiten sicher verwahrt glaubten. Wer denkt auch im Ernst daran, dass so ein Bankhaus einfach abbrennen kann. Insgesamt wurden bisher nur 1,9 Millonen Mark an geschädigte Kunden bezahlt. Und hier schließen wir uns dem Urteil der Autoren an: „Eine lächerliche Summe im Vergleich zu dem unermesslichen Schatz, der unter dem Boulevard des Italiens begraben war“.

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this page (summary)

xml version of this page (with comments)

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma

Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany License.