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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 
"Gras, Koks und hochfliegende Ideen" lautet der Titel eines Stern-Interviews (20.2.08) mit Jutta Winkelmann und Gisela Getty, angeblichen 68er-Ikonen, von denen keiner was weiss:

"Die Zwillingsschwestern Jutta Winkelmann und Gisela Getty waren Ikonen der 68er, berauschten sich am eigenen Glück und blieben doch vom Elend der Selbstüberschätzung nicht verschont. Im stern-Interview erzählen sie von ihren Drogenerfahrungen, denen ihrer Kinder und warum Sex ein notwendiges Übel ist.

(...)

Als Paul Getty dann entführt wurde, gerieten Sie beide unter Verdacht, Sie hätten das Kidnapping inszeniert?
Gisela Getty: Wir haben ja auch tatsächlich rumgesponnen, wie es wäre, eine Entführung zu inszenieren. Ursprünglich war es Pauls Idee. Er glaubte, weil er der Lieblingsenkel seines Großvaters sei, zahle der bestimmt für ihn. Wir haben das Projekt natürlich nicht in die Tat umgesetzt, es blieb bei den Spinnereien.
Jutta Winkelmann: Wir sind dann in Rom als Täterinnen verhaftet worden. Wir waren permanent in Geldnot, spielten in Gedanken sogar mit einem Banküberfall. Bankraub empfanden wir damals als revolutionäre Tat, solange die Räuber politisch auf der Höhe sind. Aber uns fehlte immer der Mut, weil wir auf keinen Fall unsere Freiheit verlieren wollten."

Im Hamburger Abendblatt (20.2.2008) muss mal wieder Bankraub als Vergleich herhalten und die jüngsten Steuerhinterziehungen werden auf ihre Sozialverträglichkeit untersucht:

""Spitzbuben, die den Hals nicht voll kriegen", nannte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust Steuerhinterzieher, die auf verschlungenen Wegen ihr Geld ins Ausland bringen, um es hier nicht versteuern zu müssen. Bis zu zehn Jahre Gefängnis sieht das Gesetz für Steuerbetrüger vor. Es ist, machen wir uns nichts vor, Hochleistungs-Kriminalität, Steuern in Millionenhöhe zu hinterziehen.

Diese Form von Kriminalität ist so sozialschädlich wie ein Bankraub. Das müssen die, die sowieso das Sahnehäubchen auf dem Kaffee haben, wissen, wenn sie dem Staat vorenthalten, was des Staates ist - auch und vor allem zu Zeiten, wo in Deutschland Eltern Schulzimmer streichen müssen, weil dem Staat das Geld fehlt."


Irgendwie glaubt man zu träumen. Was denen auf einmal so einfällt, wo das doch eh alle schon immer gewusst haben. Aber was das mit Bankraub zu tun haben soll? Und die "Geiz ist geil"-Anzeigen haben sie doch alle gedruckt ...

Weil ein Bankräuber in Rimini seine Beute verschenkte, wird er nun in den Medien (spon) als "Robin Hood der Riviera" gehandelt (sda)

Als "Robin Hood der Riviera" hat ein 37-jähriger italienischer Bankräuber einen Teil seiner Beute in Rimini an Passanten auf der Straße und an Marktständen verteilt. Mit einer Spielzeugpistole hatte der Mann nach Zeitungsberichten vom Freitag zuvor in einer Bank die Angestellten bedroht und insgesamt 3500 Euro erbeutet. Vor seinem Coup hatte er sich in einer Bar Mut angetrunken. Später stellte er sich dann gebefreudig als ein italienischer "Robin Hood" vor, der das Geld der Reichen nimmt und den Armen gibt.

Einem zweijährigem Buben schenkte er neben einem Geldschein auch die Pistole. Die Beamten waren bei seiner Festnahme erleichtert, keinen gefährlichen Kriminellen vor sich zu haben - der 37-Jährige hat zwar ein Alkoholproblem, war aber noch nie straffällig geworden.

 

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