In Wien feiert die österreichische Version der BILD-Zeitung, die "Krone" (15.09. 2008) den 50. Bankraub in diesem Jahr. Wie immer auch "lesenswert" die Leserkommentare.
vabanque - am Montag, 15. September 2008, 22:37 - Rubrik: Wien 2008
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liest am 18. September 2008 im Hamburger Literaturhaus
[präsentiert von NDR Info und NDR Kultur] aus seinem Roman „Wie es Gott gefällt“
Andreas Hoppe liest den deutschen Text
Paola Barbon moderiert
„Wenn jetzt zum Beispiel ein Erdbeben käme und hier alles zerstören würde, dann wüsste Tekken nicht, was er machen sollte. Er würde verzweifeln, weil er dann arm wäre, und sich am erstbesten Baum aufhängen. Ich würde gar nichts verlieren. Ein Erdbeben wäre klasse.”
Das Erdbeben, das sich Cristiano, der Sohn von Rhino Zena, wünscht, kommt nicht, aber dafür ein heftiges Unwetter, genau in der Nacht, in der die drei Hauptfiguren ihren großen Coup, einen Banküberfall, landen wollen, der ihre armseligen Leben wieder in Ordnung bringen soll. Eine Nacht, in der alles kulminiert: Alkoholexzesse, Tod, Vergewaltigung, aber auch ein Treffen zweier sich heimlich Liebender. Die schonungslose Beschreibung dieser Nacht nimmt mit 180 Seiten mehr als ein Drittel des Buches ein. Fünf Jahre nach seinem internationalen Erfolg „Ich habe keine Angst”, der verfilmt und in 38 Sprachen übersetzt wurde, legte Ammaniti 2006 in Italien seinen neuen Roman vor, der mit dem renommierten Premio Strega ausgezeichnet wurde und gerade auf deutsch bei S. Fischer erschienen ist.
„Wie es Gott gefällt” ist als Vater-Sohn-Studie angelegt. In gewohnt derber Sprache erzählt Ammaniti vom Vater, einem Trinker und Neonazi, der seinem Sohn übelste Dinge beibringt und abverlangt, ihn aber auch abgöttisch liebt und von dem Sohn, der seinen Vater ebenfalls liebt, und im Grunde für einen „guten Menschen” hält. Nebenbei zeichnet der Autor ein Porträt des heutigen Italiens, wie es sich abseits touristischer Pfade in den Periferien der Städte darstellt: Die Figuren konsumieren mehr, als dass sie leben, in einem Dschungel aus Einkaufszentren, Umgehungsstraßen und abriegelbaren Wohnresidenzen. In diesem Italien ist, so Ammaniti, „etwas kaputt gegangen”. Ausgenutzte illegale Einwanderer aus Afrika werden mehr nachgefragt als die arbeitslosen vierzigjährigen Italiener. Ein Land, in dem „die Politik diese Leute und wie sie leben vergessen hat und wo ein Rassismus aufblüht, der auf Angst und Ignoranz beruht” (Niccolò Ammaniti).
Karten gibt es ab 1. August an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Buchhandlung Samtleben im Literaturhaus.
Mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano.
Do 18.09. 20.00 Uhr, 10,-/8,-/6,-
Karten bestellen >>
Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg
[präsentiert von NDR Info und NDR Kultur] aus seinem Roman „Wie es Gott gefällt“
Andreas Hoppe liest den deutschen Text
Paola Barbon moderiert
„Wenn jetzt zum Beispiel ein Erdbeben käme und hier alles zerstören würde, dann wüsste Tekken nicht, was er machen sollte. Er würde verzweifeln, weil er dann arm wäre, und sich am erstbesten Baum aufhängen. Ich würde gar nichts verlieren. Ein Erdbeben wäre klasse.”
Das Erdbeben, das sich Cristiano, der Sohn von Rhino Zena, wünscht, kommt nicht, aber dafür ein heftiges Unwetter, genau in der Nacht, in der die drei Hauptfiguren ihren großen Coup, einen Banküberfall, landen wollen, der ihre armseligen Leben wieder in Ordnung bringen soll. Eine Nacht, in der alles kulminiert: Alkoholexzesse, Tod, Vergewaltigung, aber auch ein Treffen zweier sich heimlich Liebender. Die schonungslose Beschreibung dieser Nacht nimmt mit 180 Seiten mehr als ein Drittel des Buches ein. Fünf Jahre nach seinem internationalen Erfolg „Ich habe keine Angst”, der verfilmt und in 38 Sprachen übersetzt wurde, legte Ammaniti 2006 in Italien seinen neuen Roman vor, der mit dem renommierten Premio Strega ausgezeichnet wurde und gerade auf deutsch bei S. Fischer erschienen ist.
„Wie es Gott gefällt” ist als Vater-Sohn-Studie angelegt. In gewohnt derber Sprache erzählt Ammaniti vom Vater, einem Trinker und Neonazi, der seinem Sohn übelste Dinge beibringt und abverlangt, ihn aber auch abgöttisch liebt und von dem Sohn, der seinen Vater ebenfalls liebt, und im Grunde für einen „guten Menschen” hält. Nebenbei zeichnet der Autor ein Porträt des heutigen Italiens, wie es sich abseits touristischer Pfade in den Periferien der Städte darstellt: Die Figuren konsumieren mehr, als dass sie leben, in einem Dschungel aus Einkaufszentren, Umgehungsstraßen und abriegelbaren Wohnresidenzen. In diesem Italien ist, so Ammaniti, „etwas kaputt gegangen”. Ausgenutzte illegale Einwanderer aus Afrika werden mehr nachgefragt als die arbeitslosen vierzigjährigen Italiener. Ein Land, in dem „die Politik diese Leute und wie sie leben vergessen hat und wo ein Rassismus aufblüht, der auf Angst und Ignoranz beruht” (Niccolò Ammaniti).
Karten gibt es ab 1. August an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Buchhandlung Samtleben im Literaturhaus.
Mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano.
Do 18.09. 20.00 Uhr, 10,-/8,-/6,-
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Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg
vabanque - am Freitag, 12. September 2008, 15:12 - Rubrik: Literatur und Bankraub
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hat mal wieder zugeschlagen, jedenfalls wenn wir dem Berliner Morgenpostartikel (11.9. 2008) Glauben schenken dürfen:
Party mit Banküberfall
Kurz vor 22 Uhr hält ein Transporter an der Schönhauser Allee. Dunkelgekleidete Männer mit weißen Perücken springen heraus und stürmen in die Bank. "Los", brüllt einer. Doch statt den Geldautomaten auszurauben, wird die mitgebrachte Anlage aufgedreht und ein dumpfer Bass hämmert aus dem Schalterraum.
Verantwortlich für das Ganze zeichnet eine Hamburger Combo namens Caracho:
"Bonnie und Clyde waren gestern, heute überfällt die Band Caracho die Banken. Die dreiköpfige Hamburger Combo beschallt mit ihrem Mini-Soundsystem derzeit nicht nur die Schalterräume am Prenzlauer Berg, sondern in der ganzen Nation, um ihre neue Platte direkt dem Volk zu präsentieren."
Heutzutage nennt man sowas wohl "Guerilla Marketing":
"Purer Underground oder Guerilla-PR fragt man sich bei der Aktion, denn bereits 2007 gab es unter dem Namen "Reclaim The Sparkasse" Spontan-Partys in Bank-Vorräumen. "Ein großes Budget haben wir nicht. Da wir sowieso ein wenig verrückt sind, dachten wir uns, ziehen wir einfach eine Tournee durch deutsche Automatenräume ab. Das ist ein wenig verboten, abgefahren und megalustig", verriet Gitarrist Ivo Vossen."
In HH und Hannover wurde das offenbar auch schon probiert. Mediales Feedback gab es offenbar nur in Berlin.
Über das neue Album verlieren wir jetzt hier kein Wort, denn mit Bankraub hat das nichts zu tun, eher mit "was auf die Ohren". Aber so richtig prickelnd ist das alles nicht ....
Party mit Banküberfall
Kurz vor 22 Uhr hält ein Transporter an der Schönhauser Allee. Dunkelgekleidete Männer mit weißen Perücken springen heraus und stürmen in die Bank. "Los", brüllt einer. Doch statt den Geldautomaten auszurauben, wird die mitgebrachte Anlage aufgedreht und ein dumpfer Bass hämmert aus dem Schalterraum.
Verantwortlich für das Ganze zeichnet eine Hamburger Combo namens Caracho:
"Bonnie und Clyde waren gestern, heute überfällt die Band Caracho die Banken. Die dreiköpfige Hamburger Combo beschallt mit ihrem Mini-Soundsystem derzeit nicht nur die Schalterräume am Prenzlauer Berg, sondern in der ganzen Nation, um ihre neue Platte direkt dem Volk zu präsentieren."
Heutzutage nennt man sowas wohl "Guerilla Marketing":
"Purer Underground oder Guerilla-PR fragt man sich bei der Aktion, denn bereits 2007 gab es unter dem Namen "Reclaim The Sparkasse" Spontan-Partys in Bank-Vorräumen. "Ein großes Budget haben wir nicht. Da wir sowieso ein wenig verrückt sind, dachten wir uns, ziehen wir einfach eine Tournee durch deutsche Automatenräume ab. Das ist ein wenig verboten, abgefahren und megalustig", verriet Gitarrist Ivo Vossen."
In HH und Hannover wurde das offenbar auch schon probiert. Mediales Feedback gab es offenbar nur in Berlin.
Über das neue Album verlieren wir jetzt hier kein Wort, denn mit Bankraub hat das nichts zu tun, eher mit "was auf die Ohren". Aber so richtig prickelnd ist das alles nicht ....
sparkassenkunde - am Donnerstag, 11. September 2008, 21:21 - Rubrik: Populaere Kultur Musik
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Sascha Lobo, der Häuptling der Digitalen Bohème, hat im Wichtig-A-List-Blog "Spreeblick" eine Liebeserklärung ans Internet verfasst und dabei sind auch wir gemeint, wenn wir auch "nur" unter Kultur subsumiert werden:
"Die politische Komponente ist aber nur der Anfang – die kulturelle ist ähnlich relevant. Das Netz ist das Ende des Mainstreams als ausschließlichem Taktgeber und der Beginn der wahren Vielfalt der Kultur. Wo anders als im Netz könnte es internationale Kompendien von Fotografien von Plastikstühlen geben oder eine regelmässige Publikation, die begeistert den Bankraub an sich untersucht? Publikationen wohlgemerkt, die jedem kostenlos zugänglich sind und nicht fachzeitschriftesk in ausgesuchten Archiven verstauben."
Yes we can!
(Danke Jan!)
Update: und schon hat mit 70 BesucherInnen mehr (3,5 Stunden nach Veröffentlichung des Spreeblicktextes - nur mal so für Euch als Feedback, KollegInnen!)
"Die politische Komponente ist aber nur der Anfang – die kulturelle ist ähnlich relevant. Das Netz ist das Ende des Mainstreams als ausschließlichem Taktgeber und der Beginn der wahren Vielfalt der Kultur. Wo anders als im Netz könnte es internationale Kompendien von Fotografien von Plastikstühlen geben oder eine regelmässige Publikation, die begeistert den Bankraub an sich untersucht? Publikationen wohlgemerkt, die jedem kostenlos zugänglich sind und nicht fachzeitschriftesk in ausgesuchten Archiven verstauben."
Yes we can!
(Danke Jan!)
Update: und schon hat mit 70 BesucherInnen mehr (3,5 Stunden nach Veröffentlichung des Spreeblicktextes - nur mal so für Euch als Feedback, KollegInnen!)
vabanque - am Montag, 8. September 2008, 17:51 - Rubrik: Blog-Review
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Thomas Wörtche besprach 2001 im Freitag in seiner Krimiecke nicht nur Vabanque, sondern dieser Tage (15.08. 2008) auch die Neuauflage von Eric Hobsbawms Klassiker über die Sozialrebellen:
Hobsbawm, Eric: Die Banditen. Räuber als Sozialrebellen. München: Hanser, 2007.
via Adresscomptoir
Hobsbawm, Eric: Die Banditen. Räuber als Sozialrebellen. München: Hanser, 2007.
via Adresscomptoir
vabanque - am Dienstag, 2. September 2008, 12:13 - Rubrik: Edle Raeuber - Robin Hoods
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Der arme Brecht. Sein Zitat wird wohl nimmermehr richtig wiedergegeben werden. Aber wenn schon über seine Dreigroschenoper Jubiläumsartikel erscheinen, dann sollten die VerfasserInnen doch dazu fähig sein, aus der literarischen Vorlage richtig zu zititeren. Nicht aber der Privatsender n-tv (31.08.2008):
"Die Moritat von Mackie Messer "Und der Haifisch, der hat Zähne" wurde ein Welthit, der Satz "Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank" wurde zum vielzitierten geflügelten Wort."
"Die Moritat von Mackie Messer "Und der Haifisch, der hat Zähne" wurde ein Welthit, der Satz "Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank" wurde zum vielzitierten geflügelten Wort."
vabanque - am Dienstag, 2. September 2008, 11:22 - Rubrik: Brecht-Zitat
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In diesem Blog soll nun nicht jeder Banküberfall kommentiert wird. Aber wenn BILD angeblich ein Bild von einem leibhaftigen Polizisten veröffentlicht, der eine Bank überfällt, ...

BILD gibt keine Quelle für das Foto an ...
So soll jedenfalls ein Bremer Kriminaloberkomissar am 21. Juli eine Sparkasse überfallen haben ...:
"Das Motiv des Familienvaters: Schulden. Der Kripo-Leiter: „Er war alkoholsüchtig und lebte über seine Verhältnisse.“
Womit wir mal wieder bei der Erkenntnis von Ronnie Biggs & Sexpistols sind:
"No one is innocent"

BILD gibt keine Quelle für das Foto an ...
So soll jedenfalls ein Bremer Kriminaloberkomissar am 21. Juli eine Sparkasse überfallen haben ...:
"Das Motiv des Familienvaters: Schulden. Der Kripo-Leiter: „Er war alkoholsüchtig und lebte über seine Verhältnisse.“
Womit wir mal wieder bei der Erkenntnis von Ronnie Biggs & Sexpistols sind:
"No one is innocent"
contributor - am Mittwoch, 6. August 2008, 10:51 - Rubrik: BankerInnen und PolizistInnen
Via Nils Zurawskis Blog über "Surveillance Studies" werden wir darüber informiert, dass dieser Tage der Fingerabdruck 150 Jahre alt geworden ist:
"Ob es ein Grund zum Feiern ist, sei dahingestellt - aber es ist ein Jubiläum, dass Aufmerksamkeit verdient. Außer der Welt am Sonntag scheint niemand es wahrgenommen zu haben: Der Fingerabdruck als kriminalistisches Mittel wird 150 Jahre alt. Ursprünglich war es eine Methode der Identifizierung von Individuen anstatt einer Unterschrift, wurde aber im 19. Jahrhundert neben anderen Methoden das Mittel der Kriminalistik bis heute."
"Ob es ein Grund zum Feiern ist, sei dahingestellt - aber es ist ein Jubiläum, dass Aufmerksamkeit verdient. Außer der Welt am Sonntag scheint niemand es wahrgenommen zu haben: Der Fingerabdruck als kriminalistisches Mittel wird 150 Jahre alt. Ursprünglich war es eine Methode der Identifizierung von Individuen anstatt einer Unterschrift, wurde aber im 19. Jahrhundert neben anderen Methoden das Mittel der Kriminalistik bis heute."
vabanque - am Dienstag, 15. Juli 2008, 09:57 - Rubrik: Techniken der Fahndung und Ueberwachung
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Klaus-Peter Eichele, Verfasser des Kino-Artikels in Vabanque rezensiert "Bank-Job" im Schwäbischen Tagblatt (28.06.2008) zustimmend:
"Ohne übertriebene Ambition auf politischen Belang oder filmischen Rang bietet „Bank Job“ Sommerkrimi-Kurzweil der spritzigen Art."
"Ohne übertriebene Ambition auf politischen Belang oder filmischen Rang bietet „Bank Job“ Sommerkrimi-Kurzweil der spritzigen Art."
sparkassenkunde - am Freitag, 4. Juli 2008, 21:29 - Rubrik: Bankraub in Film und Fernsehen
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Eine uralte Idee "Melodien für Millionen) aus dem Umfeld der AutorInnen des Vabanque-Buches hat das Heidelberger Schauspiel wieder aufgenommen. Über den Liederabend "Kitsch & Crime" berichtet der Mannheimer Morgen (27.6.2008) unter der Überschrift "Eine Legende in Stereo":

"Mixtape für Bonnie und Clyde"
"Hätte das legendäre Gangster-Paar Bonnie und Clyde in ihrem Fluchtwagen über den Komfort eines Kassettenradios verfügt, welche Titel hätten sie wohl durch den Südwesten der USA begleitet? Alexander Peutz und sein Partner Michael Klubertanz gingen mit "Kitsch & Crime" dieser Frage nach und stellten den berühmten Kriminellen den Soundtrack ihres Lebens zusammen.
Marlene Dietrich wäre wohl erblasst, wenn sie die beiden Protagonisten in ihrer charakteristischen Verbrechergarderobe auf der Bühne erblickt hätte. In Nadelstreifen nehmen sie herumalbernd ihre Plätze ein, Peutz am Mikrofon und Klubertanz am Flügel. Eingebettet in kurze Exkurse über das Leben und Leiden der historischen Figuren, von ihrer beschwerlichen Kindheit an, über ihre erste Begegnung, diverse Gefängnisaufenthalte Clydes, bis hin zum jähen Tod des Paares, werden Interpretationen aus Rock, Pop, Blues und Soul dargeboten.
Das eingespielte Duo weiß musikalisch zu überzeugen, nicht zuletzt dank der liebevollen Klubertanzschen Arrangements und dessen pianistischer Virtuosität. Das Programm überzeugt indes nicht. Die Konstruktion um Bonnie und Clyde wirkt provisorisch, dient lediglich der Rechtfertigung dieses Abends.
Nur für Peutz-Fans
Darüber hinaus kommt erschwerend hinzu, dass man Alexander Peutz, der sein Talent als begnadeter Balladeninterpret erneut unter Beweis stellt, den hart gesottenen Bankräuber nur schwerlich abkauft. Auch die damit eng verknüpften Musikstücke des Blues, die einer von Tabak- und Alkoholkonsum geprägten, rauchigen und harten Männerstimme bedürfen, gelingen ihm nicht immer tadellos. "Kitsch & Crime" ist daher nur etwas für echte Peutz-Fans. Alle anderen sollten abwarten, bis ein Liederabend mit mehr Kitsch und weniger "Crime" eine Bühne findet."
Ceterum Censeo: Nun besteht aber das Problem, dass Bonnie & Clyde ja in Wirklichkeit alles Mögliche waren, aber am allerwenigsten Bankräuber.

"Mixtape für Bonnie und Clyde"
"Hätte das legendäre Gangster-Paar Bonnie und Clyde in ihrem Fluchtwagen über den Komfort eines Kassettenradios verfügt, welche Titel hätten sie wohl durch den Südwesten der USA begleitet? Alexander Peutz und sein Partner Michael Klubertanz gingen mit "Kitsch & Crime" dieser Frage nach und stellten den berühmten Kriminellen den Soundtrack ihres Lebens zusammen.
Marlene Dietrich wäre wohl erblasst, wenn sie die beiden Protagonisten in ihrer charakteristischen Verbrechergarderobe auf der Bühne erblickt hätte. In Nadelstreifen nehmen sie herumalbernd ihre Plätze ein, Peutz am Mikrofon und Klubertanz am Flügel. Eingebettet in kurze Exkurse über das Leben und Leiden der historischen Figuren, von ihrer beschwerlichen Kindheit an, über ihre erste Begegnung, diverse Gefängnisaufenthalte Clydes, bis hin zum jähen Tod des Paares, werden Interpretationen aus Rock, Pop, Blues und Soul dargeboten.
Das eingespielte Duo weiß musikalisch zu überzeugen, nicht zuletzt dank der liebevollen Klubertanzschen Arrangements und dessen pianistischer Virtuosität. Das Programm überzeugt indes nicht. Die Konstruktion um Bonnie und Clyde wirkt provisorisch, dient lediglich der Rechtfertigung dieses Abends.
Nur für Peutz-Fans
Darüber hinaus kommt erschwerend hinzu, dass man Alexander Peutz, der sein Talent als begnadeter Balladeninterpret erneut unter Beweis stellt, den hart gesottenen Bankräuber nur schwerlich abkauft. Auch die damit eng verknüpften Musikstücke des Blues, die einer von Tabak- und Alkoholkonsum geprägten, rauchigen und harten Männerstimme bedürfen, gelingen ihm nicht immer tadellos. "Kitsch & Crime" ist daher nur etwas für echte Peutz-Fans. Alle anderen sollten abwarten, bis ein Liederabend mit mehr Kitsch und weniger "Crime" eine Bühne findet."
Ceterum Censeo: Nun besteht aber das Problem, dass Bonnie & Clyde ja in Wirklichkeit alles Mögliche waren, aber am allerwenigsten Bankräuber.
vabanque - am Freitag, 27. Juni 2008, 08:17 - Rubrik: Theater
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so lautet die Anmerkung im Abspann von "Bank-Job". Ein Film der durchaus zu gefallen weiss. Im "Guardian" (11.3. 2007) recherchierte Vanessa Thorpe die historischen Hintergründe zu diesem Film und berichtet von einem "Deep Throat", der den Drehbuchschreibern als Informant geholfen haben soll:
Untold story of Baker Street bank robbery
Film uses informer's revelations on unsolved 1971 crime
Thirty-six years ago, one of the most remarkable and daring bank raids shocked Britain. The 'walkie-talkie bank job' saw £500,000 - worth £5m today - stolen from Lloyds in London's Baker Street and the crime was never solved.
Now the film industry is to attempt to explain why the robbery and its investigation have remained secret. The story, which will incriminate high-ranking police officers, the secret service, politicians and a prominent member of the royal family, is to be at the centre of The Bank Job, starring Saffron Burrows and Jason Statham as bank raiders. It was written by Dick Clement and Ian La Frenais and results from co-operation with a 'deep throat' informer who was involved in the original investigation.
Reports of the raid were on the front pages of newspapers for a handful of days in September, 1971. Then, oddly, a government gagging order, or D Notice, was imposed to prevent further coverage. The raid had already attracted national attention because of apparent negligence by police who failed to act quickly following a fluke tip-off from a member of the public who overheard the robbers talking on two-way radio.
'This is an amazing, untold story of murder, sex and corruption. It's going to excite and entertain audiences everywhere, but it will also give them plenty to think about,' said the producer of the film, Charles Raven.
A radio ham, Robert Rowlands, heard the robbers as he randomly twisted the dial of his set before going to bed one night at his flat in Wimpole Street, central London. Two voices argued about whether some cutting work should stop or go on all night. The men were covertly working on a tunnel which, it turned out, led to the bank basement.
Excited and alarmed, Rowlands called the local police station in Marylebone and told an officer the police should search all the local banks. The officer simply told him to tape the conversation. The resulting tape, which was transcribed and broadcast on national radio at the time, gives a rare insight into the minds of a gang in the middle of a major crime. It also furnished Clement and La Frenais with authentic dialogue for a screenplay.
The writers, co-creators of The Likely Lads and Porridge, as well as authors of the recent animated Hollywood hit, Flushed Away, have been trying to bring their discoveries about the bank raid to the screen for at least seven years.
Their film, directed by Roger Donaldson and filmed in London and Australia over the past five months, will claim it was the contents of safety deposit boxes in the vault that caused the government to clamp down on reporting. Photographs and other evidence of illicit sexual encounters implicating influential public figures were held at the bank. As well as providing a dramatic plot, Clement and La Frenais were attracted by the picture the case outlines of class divisions and corruption in the Seventies. But it was the conversation recorded by Rowlands that sparked their interest.
'The gang had walkie-talkies and look-outs on the roof,' Clement explained this weekend. 'I read about the robbery at the time and the great remark that Ian and I remember was one of the lookouts saying: "I'm off home now, I'm cold and hungry." A gang member said: "You can't go now, we're almost there." And the reply was: "Money may be your god, but it's not mine and I'm fucking off".'
When the robbery was discovered, Clement now believes MI5 moved in and issued the D Notice. The newspapers went quiet, but not before the Daily Mail had accused the police of ineptitude.
The public believed a police investigation was going on. In fact, the film will argue, the case had been handed over to the intelligence services because of the sensitive issues involved.
Mysteries remain, however: the people involved in infidelities are still unnamed and the writers have not yet revealed the identity of their 'deep throat'.
Im Telegraph (15.2.2008) gibt es eine Auflistung, die auf die realen Umstände des historischen Bankeinbruchs hinweist:
" Revisiting the riddle of Baker Street "
""It had all the elements of a crime comedy," read the Daily Mirror on September 14, 1971. "There were cops listening to crooks they couldn't catch."
So what actually happened in the real bank job?
• On the night of Saturday, September 11, a gang of thieves tunnelled for 40ft from beneath a nearby handbag store into the vault of Lloyds Bank on Baker Street, central London, cutting through the reinforced concrete floor with a thermic lance.
• The robbers communicated with a look-out via walkie-talkie, the signal being picked up by an amateur radio enthusiast, Robert Rowlands, who was trying to reach friends in Australia.
• After initially believing it to be hoax, the police eventually tuned in, but could not identify which bank was being robbed. A check of 700 banks failed.
• The gang made their escape on Sunday lunchtime, according to the Mirror, but bank security chiefs insisted that all the alarm systems had been working.
• The thieves gained entry through a 15in hole, prompting speculation that a woman or child had entered the vault. A woman's voice was picked up on the radio transmissions.
• Scrawled inside the safe were the words: "Let Sherlock Holmes try to solve this." Four men were jailed in 1973 and Michael X (see main story) was hanged for murder in Trinidad in 1975."
Zur spekulativen Verknüpfung mit dem Fall von "Michael X":
After in-depth discussions with McIndoe, Clement and Le Frenais suggested in their story that the robbery was masterminded by MI5, which was eager to get its hands on the photos and thereby neutralise Michael X's threat.
"That is all conjecture," continues Clement, "but certainly the Caribbean connection [to Princess Margaret] is a fairly obvious one. And while we've become so used to royal scandals since then, in 1971 it would have been a much bigger deal. There was a lot of sensitivity because of the Christine Keeler affair and they didn't want another scandal dancing around like that.
"That's the theory, anyway. But what is curious is that I have seen something that says that Michael X's file is buried until 2054, which is extraordinary. I mean, what the hell he had that was keeping him out of jail, and which was so important that they don't want it known about for another 50 years - well, it boggles the mind. Even if it was photographs of the Royal Family, you'd have thought that that wouldn't have had such a long after-life."
Untold story of Baker Street bank robbery
Film uses informer's revelations on unsolved 1971 crime
Thirty-six years ago, one of the most remarkable and daring bank raids shocked Britain. The 'walkie-talkie bank job' saw £500,000 - worth £5m today - stolen from Lloyds in London's Baker Street and the crime was never solved.
Now the film industry is to attempt to explain why the robbery and its investigation have remained secret. The story, which will incriminate high-ranking police officers, the secret service, politicians and a prominent member of the royal family, is to be at the centre of The Bank Job, starring Saffron Burrows and Jason Statham as bank raiders. It was written by Dick Clement and Ian La Frenais and results from co-operation with a 'deep throat' informer who was involved in the original investigation.
Reports of the raid were on the front pages of newspapers for a handful of days in September, 1971. Then, oddly, a government gagging order, or D Notice, was imposed to prevent further coverage. The raid had already attracted national attention because of apparent negligence by police who failed to act quickly following a fluke tip-off from a member of the public who overheard the robbers talking on two-way radio.
'This is an amazing, untold story of murder, sex and corruption. It's going to excite and entertain audiences everywhere, but it will also give them plenty to think about,' said the producer of the film, Charles Raven.
A radio ham, Robert Rowlands, heard the robbers as he randomly twisted the dial of his set before going to bed one night at his flat in Wimpole Street, central London. Two voices argued about whether some cutting work should stop or go on all night. The men were covertly working on a tunnel which, it turned out, led to the bank basement.
Excited and alarmed, Rowlands called the local police station in Marylebone and told an officer the police should search all the local banks. The officer simply told him to tape the conversation. The resulting tape, which was transcribed and broadcast on national radio at the time, gives a rare insight into the minds of a gang in the middle of a major crime. It also furnished Clement and La Frenais with authentic dialogue for a screenplay.
The writers, co-creators of The Likely Lads and Porridge, as well as authors of the recent animated Hollywood hit, Flushed Away, have been trying to bring their discoveries about the bank raid to the screen for at least seven years.
Their film, directed by Roger Donaldson and filmed in London and Australia over the past five months, will claim it was the contents of safety deposit boxes in the vault that caused the government to clamp down on reporting. Photographs and other evidence of illicit sexual encounters implicating influential public figures were held at the bank. As well as providing a dramatic plot, Clement and La Frenais were attracted by the picture the case outlines of class divisions and corruption in the Seventies. But it was the conversation recorded by Rowlands that sparked their interest.
'The gang had walkie-talkies and look-outs on the roof,' Clement explained this weekend. 'I read about the robbery at the time and the great remark that Ian and I remember was one of the lookouts saying: "I'm off home now, I'm cold and hungry." A gang member said: "You can't go now, we're almost there." And the reply was: "Money may be your god, but it's not mine and I'm fucking off".'
When the robbery was discovered, Clement now believes MI5 moved in and issued the D Notice. The newspapers went quiet, but not before the Daily Mail had accused the police of ineptitude.
The public believed a police investigation was going on. In fact, the film will argue, the case had been handed over to the intelligence services because of the sensitive issues involved.
Mysteries remain, however: the people involved in infidelities are still unnamed and the writers have not yet revealed the identity of their 'deep throat'.
Im Telegraph (15.2.2008) gibt es eine Auflistung, die auf die realen Umstände des historischen Bankeinbruchs hinweist:
" Revisiting the riddle of Baker Street "
""It had all the elements of a crime comedy," read the Daily Mirror on September 14, 1971. "There were cops listening to crooks they couldn't catch."
So what actually happened in the real bank job?
• On the night of Saturday, September 11, a gang of thieves tunnelled for 40ft from beneath a nearby handbag store into the vault of Lloyds Bank on Baker Street, central London, cutting through the reinforced concrete floor with a thermic lance.
• The robbers communicated with a look-out via walkie-talkie, the signal being picked up by an amateur radio enthusiast, Robert Rowlands, who was trying to reach friends in Australia.
• After initially believing it to be hoax, the police eventually tuned in, but could not identify which bank was being robbed. A check of 700 banks failed.
• The gang made their escape on Sunday lunchtime, according to the Mirror, but bank security chiefs insisted that all the alarm systems had been working.
• The thieves gained entry through a 15in hole, prompting speculation that a woman or child had entered the vault. A woman's voice was picked up on the radio transmissions.
• Scrawled inside the safe were the words: "Let Sherlock Holmes try to solve this." Four men were jailed in 1973 and Michael X (see main story) was hanged for murder in Trinidad in 1975."
Zur spekulativen Verknüpfung mit dem Fall von "Michael X":
After in-depth discussions with McIndoe, Clement and Le Frenais suggested in their story that the robbery was masterminded by MI5, which was eager to get its hands on the photos and thereby neutralise Michael X's threat.
"That is all conjecture," continues Clement, "but certainly the Caribbean connection [to Princess Margaret] is a fairly obvious one. And while we've become so used to royal scandals since then, in 1971 it would have been a much bigger deal. There was a lot of sensitivity because of the Christine Keeler affair and they didn't want another scandal dancing around like that.
"That's the theory, anyway. But what is curious is that I have seen something that says that Michael X's file is buried until 2054, which is extraordinary. I mean, what the hell he had that was keeping him out of jail, and which was so important that they don't want it known about for another 50 years - well, it boggles the mind. Even if it was photographs of the Royal Family, you'd have thought that that wouldn't have had such a long after-life."
contributor - am Mittwoch, 25. Juni 2008, 11:07 - Rubrik: Bankraub in Film und Fernsehen
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