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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 
SPIEGEL ONLINE titelt am 5. Juli:
"Die Nacht der Gier
Wie ein englisches Dorf die örtliche Bank plünderte"

über eine Geschichte, die bereits Ende April die englischen und einige deusche Zeitungen berichteten. Beim SPIEGEL wird daraus ein merkwürdig moralinsaures Geseiere mit Pfarrer, Umkehr und pipapo:
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"Vielleicht wäre die Geschichte anders verlaufen, wenn Reverend John Hopkins an jenem Mittwochabend nicht so müde gewesen wäre. Der 64-Jährige ist Priester an St. Mary, der Anglikanisch-katholischen Kirche von Wooler, einem idyllischen Städtchen im Nordosten Englands. Es ist seine Gemeinde; er hätte
ein Signal geben können, ein Zeichen zur Umkehr."


Was ist eigentlich passiert? Folgen wir der Version der Tagesschau vom 28.4.2004:

"Mitten in der Nacht hatte sich die Nachricht in der nordwestenglischen
Ortschaft Wooler wie ein Lauffeuer verbreitet: Der örtliche Bankautomat
spuckte doppelt so viel Geld aus wie angefordert. Innerhalb kürzester Zeit
bildete sich eine Schlange vor dem großzügigen Automaten, die beinahe die
gesamte Hauptstraße entlang reichte, wie der "Daily Telegraph" berichtete."


Die BILD-Zeitung darf auch nicht fehlen:
geldautomat

Schließlich wissen wir irgendwann einmal, dass es sich um die Filiale der Barclays-Bank handelt und wer für den unverhofften Geldsegen verantwortlich ist:

"Bis zur Öffnung der Barclays-Bank entlockten die glücklichen Kunden dem
Apparat fast 100.000 Euro. Keinen schönen Tag dürfte der Bankmitarbeiter
haben, der für die Bestückung der Automaten zuständig ist: Er hatte das Fach
für die Zehn-Pfund-Scheine versehentlich mit 20-Pfund-Scheinen gefüllt.

Für die Einwohner hingegen, war das Glück am Morgen komplett: Die Bank gab
bekannt, dass die Kunden das Geld behalten dürfen. Zwar wisse das Institut,
wer abgehoben, aber nicht, wer zuviel erhalten habe."


Die Bank will sich nämlich laut Skynews woanders schadlos halten:

Barclays Doubles Your Money
"Barclays have stated that they will not be asking for the money back, but will be seeking compensation from the third-party company who fill the machines."


Und dem Daily Telegraph verdanken wir dann auch die Überlieferung, der zu erwartenden Analyse der Nutzernießer dieses kollektiven Banküberfalls:

Whoever was to blame, the general view in Wooler was that "the banks rob you blind anyway, this is just small change to them but a lot money to us".
 

twoday.net AGB

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