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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 
Der Warendorfer Polizeibericht kleidet seine Pressemitteilung über einen vermeintlichen Bankraub in die Form jener populären Geschichte, die der Jahreszeit angemessen erscheint:

POL-WAF: Beelen, Warendorfer Straße, Parkplatz "Sparkasse", Zahnarztbesuch und seine Folgen, Donnerstag, 07.12.06, 11:50 h

Warendorf (ots) - Ungewöhnliche Dinge ereignen sich in der
Vorweihnachtszeit in Warendorf. Es begab sich, dass ein
Polizeibeamter in zivil von Westkirchen in Richtung Beelen unterwegs war. Voraus ein Taxi, welches auffällig fuhr und an dem die Warnblinklichtanlage eingeschaltet war. Der pflichtbewußte Kollege vermutete hier einen Taxifahrer, der sich möglicherweise in der Klemme befand und verständigte umgehend per Handy die
Polizeileitstelle. Die Polizeibeamten dort dirigierten sofort einen
Streifenwagen in diese Richtung. Der nun das Taxi verfolgende
Polizist blieb telefonisch mit der Leitstelle in Verbindung und
teilte unmittelbar den jeweiligen Standort mit : "Taxi fährt ziemlich
zügig - fährt in Beelen ein - Fahrweise jetzt drastisch verlangsamt -
fährt jetzt sehr unauffällig - Taxi hält in Beelen vor der Sparkasse
an." Die erfahrenen Beamten auf der Leitstelle überlegen, ob hier
vielleicht ein Bankraub bevorsteht und beordern vorsichtshalber einen zusätzlichen Streifenwagen nach Beelen. Nächster Wortlaut des verfolgenden Kollegen :"Eine Person mit Mundschutz maskiert steigt aus - geht in Richtung Sparkasse - zweite Person steigt auch aus." Tatütata - jetzt klingeln bei den Polizisten auf der Leitstelle alle Alarmglocken. Jetzt steht fest - die Gangster wollen die Bank
überfallen. Alle Streifenwagen werden nach Beelen entsandt. Der
Kollege in zivil meldet weiter :"Zweite Person baut jetzt Taxischild
vom Autodach ab - Person mit Mundschutz kommt zurück zum Taxi -
fahren zurück zur Warendorfer Straße - stehen vor der roten Ampel."
Nun wird es Zeit, dass die mittlerweile eingetroffenen Kollegen der
Funkstreife eingreifen. Die Beamten der Leitstelle sehen schon die
Schlagzeilen vom nächsten Tag vor Augen : "Polizei schnappt
Bankräuber auf der Flucht !" Toller Erfolg in der Vorweihnachtszeit.
Aber es kommt ganz anders. Bei der Überprüfung des Taxis stellt sich heraus, dass es für eine Privatfahrt genutzt wurde. Der Mann mit dem Mundschutz war vorher beim Zahnarzt in Behandlung, der ihm aufgetragen hatte, diesen Mundschutz weiterhin zu tragen. Der
Taxifahrer hatte das Warnblinklicht an seinem Fahrzeug versehentlich ausgelöst. Die Polizei hakt das Ganze nun als gelungene Übung zur Vorweihnachtszeit ab. Letztendlich überwiegt die Erleichterung darüber, dass hier kein Banküberfall stattgefunden hat.


ots Originaltext: Polizei Warendorf
Digitale Pressemappe

Rückfragen bitte an:

Polizei Warendorf
Pressestelle

Telefon: 02581/600 130
Fax: 02581/600 129
E-Mail: pressestelle@warendorf.polizei.nrw.de
//www.polizei-warendorf.de


Die Rubrik "Die Wahrheit" der taz (9.12. 2006) feiert den verhinderten Bankräuber als die "Gurke des Tages"
 

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