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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 

BankerInnen und PolizistInnen

Es ist wie immer, alle sind schockiert oder mockieren sich, wenn ein Polizist sich auf der anderen Seite wiederfindet. Das kann nur diejenigen überraschen, die nicht wissen wollen, dass es eben eine strukturelle Gleichgerichtetheit gibt, zwischen denen, die Staatsgewalt für gut halten und denjenigen, die individuell Gewalt anwenden, um sich Vorteile in der besten aller Gesellschaften zu beschaffen:


Polizist überfällt Bank

Seine Kollegen sind schockiert: Ein Polizist hat in Baden-Württemberg eine Bank überfallen und rund 8000 Euro erbeutet. Der 55-Jährige hat die Tat inzwischen gestanden und sitzt in Untersuchungshaft.

Angelbachtal - Der Beamte hatte nach eigener Aussage am Dienstagmorgen eine Bankfiliale im baden-württembergischen Angelbachtal betreten, seine Dienstwaffe gezogen und Bargeld gefordert. Danach ergriff der Mann in seinem Auto die Flucht. Da es sich bei dem Wagen um ein recht auffälliges Fahrzeug handele, kamen ihm die Ermittler schnell auf die Fährte.


Zum ganzen Artikel bei SPON (22.4.2009)

SWR-Online (22.4. 2009)

Andere Fälle in jüngster Zeit, z.B. in Mönchengladbach

Aus der Süddeutschen Zeitung (26.02.2009) müssen wir laut einer dpa-Meldung von der Verurteilung des in Bremen angeklagten Komissars lesen:

"Kommissar gesteht Bankraub"

Mönchengladbach - Ein Polizist hat am Mittwoch in Mönchengladbach einen bewaffneten Banküberfall gestanden. Der 53-jährige Kommissar gab vor dem Landgericht einem Gerichtssprecher zufolge akute Geldnöte als Motiv an. Er muss sich wegen schwerer räuberischer Erpressung, Strafvereitelung und Urkundenunterdrückung verantworten. Mit dem Bankraub, bei dem er 7200 Euro erbeutete, hatte der Beamte laut Anklage die Zwangsversteigerung seines Hauses und die Sperrung von Konten verhindern wollen. Zum Verhängnis wurde ihm, dass er das zur Flucht nach dem Überfall benutzte Fahrrad einem Kollegen am Präsidium geklaut hatte. Überwachungskameras zeichneten den Fahrraddiebstahl auf.


Tja, da fällt unsereins natürlich gleich Falco anno 1982 ein:

"Dreh' dich nicht um, oh, oh, oh
Schau, schau: der Kommissar geht um! Oh oh oh
Er hat die Kraft und wir sind klein und dumm
Und dieser Frust macht uns stumm.
Dreh' dich nicht um, oh, oh, oh
Schau, schau: der Kommissar geht um! Oh oh oh
Wenn er dich anspricht und du weißt warum
Sag ihm, dein Leben bringt dich um.
Alles klar, Herr Kommissar?"

heisst es in der Frankfurter Rundschau (20.02.2009) über die Folgen des Bankenzusammenbruchs auf der Insel. Gabe es zunächst noch jede Menge Wut und Zorn, so würden die konkreten ökonomischen Folgen den Zorn zum Erstummen bringen:

"Jetzt läuft für viele, die im Herbst entlassen wurden, die Kündigungsfrist ab. Dann folgen drei Monate mit 75 Prozent des Lohns, damit lässt sich noch leben. Dann gibt es nur noch Arbeitslosengeld, umgerechnet knapp 1000 Euro, das ist gar nichts in Island, bei einer Teuerung von fast 20 Prozent. Die Schulden wachsen mit der Inflation, die Ersparnisse vieler hat der Bankenkrach zertrümmert, "das Wort Bankraub hat eine neue Bedeutung bekommen", konstatiert Torfason mit feinem Sarkasmus. "Eltern können ihre Kinder nicht mehr zum Sport schicken", sagt Olafsdottir, "sie lassen Zahnbehandlungen abbrechen und sparen an Medizin." Jeder merke die Krise, sagt sie, "auch ich spüre Monat für Monat, dass es schwieriger wird, über die Runden zu kommen"."

Der ganze Artikel

Unter "Unachtsamkeit" annonciert die Financial Times (30.1.2009) die Bargeldverschrottungsaktion der Postbank. Nach der Rubrik "dümmster Bankräuber" machen das Pfuinanzblatt eine neue Kategorie auf: "Dümmste Bank Deutschlands":

Postbank verschrottet Bargeld

Gäbe es einen Preis für die dümmste Bank Deutschlands, wäre nicht nur die KfW mit ihrer Millionenüberweisung an die Pleitebank Lehman Brothers ein würdiger Aspirant. Auch die Postbank reiht sich in die Bewerberliste ein.


Die Postbank hat versehentlich einen mit 170.000 Euro gefüllten Tresor verschrotten lassen. Arbeiter im Elektrostahlwerk Hennigsdorf bei Berlin trauten ihren Augen nicht: Beim Entladen eines Schrotttransporters seien ihnen plötzlich Geldscheine entgegengeflattert, berichtete der "Hennigsdorfer Generalanzeiger" am Freitag. Der unglaubliche Fund datiere bereits vom 14. Januar.


Der ganze Artikel

Das Hamburger Abendblatt (15.01.2008) berichtet unter Berufung auf dpa über einen gegenwärtig in Bremen laufenden Prozess:

Mit einer Entschuldigung bei den Opfern hat ein vor dem Landgericht Bremen angeklagter Polizist zwei Banküberfälle zugegeben. "Ich bin seit 1998 Alkoholiker", sagte der 55-Jährige sichtlich ergriffen. An Einzelheiten seiner Überfälle könne er sich nicht erinnern. Bei einem Überfall auf eine Sparkasse soll er im Sommer 2008 rund 2000 Euro erbeutet haben. Bei einem Bankraub ein Jahr zuvor ging er leer aus.

Von Banken und Nullen

Auf Telepolis (22.12.2008) veröffentlicht derzeit Artur P. Schmidt eine Artikelreihe unter der Überschrift "Unter Bankstern", wohl nicht zufällig dem ollen Karl-May nachempfunden ("Unter Geiern"). In Teil 1 heisst es dazu:

"„Unter Bankstern“ lautet der Titel der Artikelserie, da sich die Banker in der Finanz- und Bankenkrise als eine Art Räuber und Gangster – sprich: Bankster - erwiesen haben. In dieser Funktion erschaffen Banker keine Werte mehr, sondern sie sind Weltmeister darin, diese alle zehn Jahre im Rahmen von großen Finanzkrisen zu vernichten. Wegen der Bankrotte bzw. Beinahebankrotte vieler Banken im Jahr 2008 war es sehr treffend, den Kuckuck zum Vogel des Jahres 2008 zu küren, da der Begriff umgangssprachlich das sogenannte Pfandsiegel meint, welches die Zwangsvollstreckung von Sachen dokumentiert. Besonders beliebt ist der Kuckuck in den Vereinigten Staaten, wo Zwangsversteigerungen (Foreclosures) zum absoluten Marktrenner avanciert sind."


Zunächst fragt der Autor aber etwas scheinheilig:

"Was ist eigentlich eine Bank? Sie ist zunächst einmal ein Sitzmöbel, weshalb wir auch sofort verstehen, warum Bankmanager Probleme lieber aussitzen, anstatt sie zu lösen. Bänke sind in der Regel aus Holz, womit sie leider die gleiche Konsistenz wie manche Köpfe in den Chefetagen der Banken haben. Im Mittelalter durften nur Personen auf einer Bank Platz nehmen, die einander gleichgestellt waren. Ebenso ist es heute, denn viele Großbanken hätten am liebsten nur noch Elitekunden, die über ein besonders üppiges Bankkonto verfügen."

Es geht also gegen die Bankmanager! Dann fragen wir uns, wer ist eigentlicher dieser Bursche namens Artur P. Schmidt? Auf seiner Webseite wirbt der "Dr. Ing." für sich:

"Keynote-Speaker der besonderen Art - They call him the risk master!"

Das ist dann aber ein Lautsprecher der besonderen Art:

"Artur P. Schmidt stellt nicht nur unbequeme Fragen, sondern er gibt auch unbequeme Antworten zu den wichtigsten Wirtschaftsthemen unserer Zeit wie Fernsehauftritte in 10vor10 sowie Planetopia belegen.
Als Autor von zahlreichen Büchern und hunderten von Veröffentlichungen gilt er als einer der führenden Experten der Netz-Ökonomie und zu Fragestellungen der Unternehmensführung.
Als Keynote-Speaker tritt Artur P. Schmidt regelmässig an hochkarätigen Veranstaltungen von Kunden wie Hewlett-Packard, SAP, Symantec, Reichle & De-Massari, Swiss Economic Forum, Telematiktage Bern oder dem Zentrum für Unternehmensführung auf und verschafft den Teilnehmern ein Erlebnis der besonderen Art. Es gibt nur wenige Redner weltweit, die über ein profunderes Wissen über die komplexen Wechselwirkungen in den Märkten verfügen."


Na wenn es denn gegen die Banken geht, dann sind die anderen offensichtlich die Guten! Und das sich Telepolis so einen einkauft, wundert auch nicht mehr so wirklich:

Insofern tritt hier ein Fürsprecher der einen Kapitalfraktion gegen die andere an:

"Eine besondere Form von Bank ist die Hollywood-Schaukel, in der sich Bankmanager besonders gerne in ihren Villen in der Karibik sonnen. Bevor wir es vergessen, natürlich gibt es noch eine andere Funktion von Banken: Sie schaffen durch das Betreiben postmoderner Spiel-Casinos monetäre Probleme und Krisen. Bankiers benötigen volatile Märkte, um Gewinne zu erzielen, weshalb sie gar kein langfristiges Interesse an Stabilität haben können. Krisen sind für Banken willkommene Chancen, die Kosten von Missmanagement auf die Allgemeinheit abzuwälzen und ihre eigenen Gewinne zu maximieren. Wir müssen uns deshalb von der Diktatur der Banken befreien."
Bloss weil ich die eine Bereicherungsmethode nicht gut finde, spüre ich keine Lust die andere Form der Mehrwertabpressung als "Realwirtschaft" feiern zu lassen.

"Von Bankrotten und Beinahebankrotten
Als Bankraub oder Banküberfall bezeichnet man die Entwendung von Geld oder anderer Wertgegenstände aus einem Kreditinstitut."

Quatsch! Entwendung ist Diebstahl und Überfall und Raub sind nach dem bürgerlichen Gesetzbuch andere Kaliber. Das mag man falsch finden, doch derlei Sozialromantik sollte man sich von solchen Lautsprechern nicht durchgehen lassen. Und dann fehlt natürlich nur noch das Schmankerl von den "wahren Bankräubern":

"Entgegen der öffentlichen Meinung wird nur etwa die Hälfte aller Banküberfälle aufgeklärt. Der Mythos der hohen Aufklärungsquote wird deshalb aufrecht erhalten, um potentielle Bankräuber von Überfällen abzuhalten. Doch der Fall des gewöhnlichen Bankräubers ist trivial in Anbetracht der Summen, die Bankmanager durch Krisen, die sie selbst hervorrufen, Anlegern gestohlen haben. Merke: Die gefährlichsten Bankräuber des Planeten waren nicht die Dalton-Brüder, sondern es sind die Banker selbst. Sie sind die wahren Profis unter den Bankräubern. Ein Bankräuber ist zu faul, um selbst zu arbeiten, und holt sich das Geld anderer Leute. Ein Bankmanager ist zu feige um sein eigenes Geld zu verzocken, und holt sich deshalb das Geld seiner Kunden."

Geschenkt!

Der Unterschied zwischen einem Unternehmer, der Pleite geht, und einer Bank ist, dass der Unternehmer vor seinem Aus Werte geschaffen hat, während eine Bank mit ihrem Aus alle Werte vernichtet. Da es weniger als Nichts nicht geben kann, muss der Staat am Schluss Banken sanieren, denn sonst würde man sich ja selbst eingestehen müssen, dass man zuvor bei der Kontrolle versagt hat. Das Problem: Banker genießen in Fragen der Vermögensvernichtung offenbar eine Art Immunität. Gegen das Treiben der Großbanker waren die Aktionen des Räuberpaares Bonnie und Clyde während der Weltwirtschaftskrise im Südwesten der USA Sandkastenspiele.

Aha, da ist sie wieder, die Unterscheidung in raffenden und schaffendes Kapital.

"Die wirklichen Raubzüge werden heute von J.P. Morgan oder der Bank of America in Nacht- und Nebelaktionen vorzugsweise am Wochenende unter Mitwirkung der Zentralbank durchgeführt. Dann verleibt man sich die ehemaligen Wettbewerber, vorzugsweise Investmentbanken, ein, um noch mehr Kapital für die Manipulation der Weltwirtschaft einzusammeln. Der Ursprung des modernen Geldwesens in Europa geht zurück bis ins Mittelalter. In Italien gab es so genannte Geldwechsler (banchieri), die das Geld auf dem Tisch (banca) ausbreiteten. Heute gibt es Bankräuber (masnadieri), die den Kunden hinters Licht (fanale) führen."

Ach, und worin besteht der Unterschied gegenüber den anderen Kapitalisten (HP, SAP, Symantec), die ihre MitarbeiterInnen gleichermaßen hinters Licht führen und ihnen die abgenommenen Mehrwerte als rechtmässiges ökonomisches Handeln vorgaukeln? Glaubt Ihnen keine Wort. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Im wesentlichen geht es nur darum, bessere Konditionen für Eure Ausbeutung zu erhandeln. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich ...

Wie die taz bremen (ohne Web-Ausgabe) am 17.12. berichtet, muss sich ein 55-jähriger Kriminalbeamter wegen räuberischer Erpressung und Betrug vor dem Landgericht Bremen verantworten. Er hatte zwei Banken überfallen; ein dritter Versuch, den er noch vor Betreten der Bank abbrach, kam nicht zur Anklage. Offensichtlich ist es ihm nicht gelungen, sich seine Kenntnisse als Kriminaler gewinnbringend zunutze zu machen. Beim ersten Versuch musste er ohne Beute mit dem Fahrrad die Flucht ergreifen; die zweite Bank verliess er mit lediglich 2000 Euro, um wiederum auf dem Fahrrad den Tatort zu verlassen. Den dritten Versuch musste er abbrechen, nachdem er bereits vor Betreten der Bank von einer Zeugin erkannt worden war.
Auch sein Versuch, den beruflichen Anspruch aufs Gewaltmonopol gewinnbringend einzusetzen, war letztendlich nicht von Erfolg gekrönt: In Ausübung seiner Profession soll er einen Rentner, der bereits zuvor Opfer eines Raubüberfalls gewesen war, 2000 Euro abgezockt haben; mit der Begründung, er wolle das Geld kriminaltechnisch untersuchen.
Der Prozess wird am 6. Januar fortgesetzt.

fragt man sich angesichts jenes Investman-Bankers, der die Möglichkeiten seines Berufes offenbar nicht zu nutzen wusste:


Kanadischer Investmentbanker raubt mindestens zehn Banken aus


In Kanada steht ein Investmentbanker vor Gericht, der mindestens zehn Banken geschädigt haben soll - nicht wie üblicherweise mit Bilanzbetrug, sondern mit klassischen Überfällen am Schalter. Der Fall des Kevin John Pinto kam am Mittwoch zur Verhandlung.


Und dann gibt's vor Gericht auch noch "die" Erklärung:

"Gewisse Verbrechen üben einen Reiz aus", sagt Professorin Margaret Beare, die an der Universität Toronto die Fakultät Soziologie leitet. "Wir denken gewöhnlich, dass sich die Leute bereichern wollen oder aus Statusmotiven handeln, doch es gibt auch andere Gründe."

Der ganze Artikel bei Welt online (16.10. 2008)

Sonderabgabe auf Vermögen gefordert

via ngo-online (15.10. 2008):

[ngo] Attac hat das geplante 470-Milliarden-Euro-Rettungspaket für die Banken als unsozial und undemokratisch kritisiert. Bei einer Protestaktion am Mittwoch (15. Oktober) vor dem Bundestag forderte das globalisierungskritische Netzwerk die Abgeordneten auf, das Rettungspaket nur zusammen mit einer Sonderabgabe auf Vermögen zu verabschieden und Hilfen für Banken an einen echten Systemwechsel zu koppeln. "Dieses Gesetz wurde im Hinterzimmer in einer Runde von Banklobbyisten ausgeklüngelt. Und jetzt verlangt die Bundesregierung vom Parlament einen Blankoscheck über Kapitalhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro – ohne jegliche demokratische Kontrolle, welche Banken das Geld zu welchen Bedingungen erhalten und wer die Kosten trägt. Das Parlament soll seine Macht an Finanzminister Peer Steinbrück abtreten und ihn zum König des Banksystems krönen", kritisierte Stephan Schilling vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Dies dürften sich die Abgeordneten im Interesse der Bürgerinnen und Bürger nicht gefallen lassen. Stattdessen müssten sie dafür sorgen, dass den Pleite-Banken nicht das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in den Rachen geworfen werde.

"Die Hilfe für die Banken darf nicht zu Lasten von Bildung, Erziehung, Gesundheit, Klimaschutz und sozialer Sicherung gehen, sondern muss von denen bezahlt werden, die von den unregulierten Finanzmärkten profitiert haben", fordert Schilling.

Bisher sorge der Gesetzesentwurf der Bundesregierung allein dafür, die Finanzmärkte mit gigantischen Mitteln aus der Staatskasse so zu beruhigen, dass "der Casinobetrieb" anschließend weiter gehen könne. "Von einem ersten Schritt zu einem neuen Finanzsystem, wie es die Bundeskanzlerin behauptet, ist nichts zu sehen. Aber die Volksvertreterinnen und Volksvertreter müssen jetzt die Chance nutzen, um die Banken unter eine echte demokratische Kontrolle zu stellen und die Macht der Finanzmärkte über die Realwirtschaft einzudämmen", sagte Detlev von Larcher, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis.

Das Gesetz müsse Banken zwingen ihre Geschäftspolitik auf die Förderung einer nachhaltigen und sozialen Entwicklung auszurichten, ihre Filialen in Steueroasen zu schließen, die Spekulation auf Nahrungsmittel einzustellen und ihre Managervergütung zu reduzieren, so von Larcher. Bisher stelle der Gesetzentwurf es Steinbrück frei, zu handeln, wie er wolle, und öffne so außerparlamentarischer Einflussnahme durch die Finanzlobby Tür und Tor.

Attac forderte zudem verstärkte Investitionen in die soziale Infrastruktur und ein ökologisches Umbauprogramm, um die verheerenden konjunkturellen Folgen der drohenden Weltwirtschaftskrise für die Menschen sozial abzufedern. "Es wäre ein Skandal, wenn die Bundesregierung jetzt allein die Banken unterstützt und nichts für die normalen Menschen tut", so Schilling. "Wir stehen vor einer schweren Weltwirtschaftskrise und mitten in einer tiefen sozialen und gesellschaftlichen Krise."

heisst es regelmässig in der taz (13.10.2008) und gleich zu Beginn legt er los:

"taz: Was war schlecht in der letzten Woche?

Friedrich Küppersbusch: Banküberfall! Die Banken überfallen die Staatskassen. "


Irgendwie ein bisschen viel Brecht in diesen Tagen und wenig Analyse ...

 

twoday.net AGB

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