Offenbar sind die zunehmenden Sicherungsmaßnahmen der Banken dafür verantwortlich, dass immer häufiger Brachialmethoden angewandt werden. Aber immerhin. Die Tresorknacker gehen den Weg der Rüstungsspirale nicht mit, sondern rüsten ab:
Oberberg aktuell (Internetzeitung für die Region in NRW) berichtet am 31.3. 2005:
Bankraub der anderen Art – Täter nahmen Geldautomaten mit
(lo/31.3.2005-17:00) Engelskirchen- Ründeroth – Dreister geht es wohl kaum: Einbrecher transportieren heute Nacht aus der Volksbank-Filiale einen Geldautomaten ab.
Die Unbekannten waren in der vergangenen Nacht in den Vorraum der Filiale an der Ründerother Hauptstraße eingedrungen und hatten den frei stehenden Automaten, in dem sich eine unbekannte Menge Bargeld befand, aus der Verankerung gerissen. Zuvor hatten sie die Beleuchtung zerstört, um das Gerät in Ruhe abmontieren zu können. Am Tatort zurück blieb ein Einkaufswagen mit einer Holzplatte, mit dem der Automat offensichtlich aus dem Gebäude transportiert wurde. Der Wagen wurde vermutlich in derselben Nacht beim Großhandel Jäger entwendet.
Oberberg aktuell (Internetzeitung für die Region in NRW) berichtet am 31.3. 2005:
Bankraub der anderen Art – Täter nahmen Geldautomaten mit
(lo/31.3.2005-17:00) Engelskirchen- Ründeroth – Dreister geht es wohl kaum: Einbrecher transportieren heute Nacht aus der Volksbank-Filiale einen Geldautomaten ab.
Die Unbekannten waren in der vergangenen Nacht in den Vorraum der Filiale an der Ründerother Hauptstraße eingedrungen und hatten den frei stehenden Automaten, in dem sich eine unbekannte Menge Bargeld befand, aus der Verankerung gerissen. Zuvor hatten sie die Beleuchtung zerstört, um das Gerät in Ruhe abmontieren zu können. Am Tatort zurück blieb ein Einkaufswagen mit einer Holzplatte, mit dem der Automat offensichtlich aus dem Gebäude transportiert wurde. Der Wagen wurde vermutlich in derselben Nacht beim Großhandel Jäger entwendet.
sparkassenkunde - am Freitag, 1. April 2005, 13:13 - Rubrik: Tresore und Schraenker
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Spaniens Anarchisten vor Gericht
"Der Aachener Prozess gegen Mitglieder der spanischen Anarchisten-Szene zieht viele Sympathisanten in den Gerichtssaal. Solidaritätsgruppen erklären die Angeklagten zu "sozialistischen Rebellen"
AUS AACHEN
MICHAEL KLARMANN
Ein seltsames Ritual zeichnet sich ab nach dem zweiten Prozesstag im Verfahren gegen drei spanische und einen belgischen Anarchisten. Denen wird Bankraub, versuchter Mord, Geiselnahme und andere Straftaten vorgeworfen - doch während sich die rund 40 Sympathisanten erheben, wenn die drei Hauptangeklagten den Gerichtssaal zu Verhandlungsbeginn und nach Pausen betreten, wird diesen stehend applaudiert."
weiter in der taz nrw (29.3.2005)
Vgl. a. "Anarchisten brauchen mehr Geld"
"Der Aachener Prozess gegen Mitglieder der spanischen Anarchisten-Szene zieht viele Sympathisanten in den Gerichtssaal. Solidaritätsgruppen erklären die Angeklagten zu "sozialistischen Rebellen"
AUS AACHEN
MICHAEL KLARMANN
Ein seltsames Ritual zeichnet sich ab nach dem zweiten Prozesstag im Verfahren gegen drei spanische und einen belgischen Anarchisten. Denen wird Bankraub, versuchter Mord, Geiselnahme und andere Straftaten vorgeworfen - doch während sich die rund 40 Sympathisanten erheben, wenn die drei Hauptangeklagten den Gerichtssaal zu Verhandlungsbeginn und nach Pausen betreten, wird diesen stehend applaudiert."
weiter in der taz nrw (29.3.2005)
Vgl. a. "Anarchisten brauchen mehr Geld"
sparkassenkunde - am Dienstag, 29. März 2005, 10:20 - Rubrik: Politischer Bankraub
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kg2u - am Donnerstag, 24. März 2005, 10:38 - Rubrik: Millionencoup
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Die taz NRW (24.3.2005) berichtet von einen Prozess vor dem Landgericht Aachen, dessen Urteil für den 4. Mai erwartet wird:
"Wegen versuchten Mordes, Bankraub und Geiselnahme müssen sich seit gestern drei Männer und eine Frau aus der anarchistischen Szene Spaniens und den Niederlanden vor dem Aachener Landgericht verantworten. Die beiden Spanier saßen nach Mitteilungen linker Solidaritätsgruppen schon langjährige Haftstrafen in ihrer Heimat ab, teils in Hochsicherheitstrakten. Die auf zwölf Tage angesetzte Verhandlung findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Den beiden Männern wird vorgeworfen, am 18. Juni 2004 eine Bank in Karlsruhe überfallen und rund 30.000 Euro erbeutet zu haben. Am 28. Juni seien sie in Begleitung der Schwester eines der Angeklagten und eines Mannes aus Gent mit ihrem Auto in Richtung Dresden gefahren, um dort weitere Geldinstitute und Waffengeschäfte zu überfallen, so die Staatsanwaltschaft Aachen. Dass Quartett flog an einer Aachener Tankstelle bei einer Routinekontrolle durch den Bundesgrenzschutz auf.
Fakt ist, dass die Schwester des mutmaßlichen Rädelsführers dort festgenommen werden konnte. Zwei der Angeklagten nahmen mit gezückten Waffen ein junges Ehepaar als Geiseln und lieferte sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd quer durch die Aachener Innenstadt. Dabei schossen sie auf die Beamten. Ohne Geiseln flüchteten sich die drei Männer in eine Kfz-Werkstadt und nahmen dort erneut drei Geiseln. Angesichts des massiven Polizeiaufgebots gaben sie jedoch später auf.
(...)
Begleitet wurde der Prozess von Protesten. 40 Sympathisanten aus Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Großbritannien und Belgien hatten demonstriert und die Angeklagten mit Jubel und dem Absingen einer antifaschistischen Hymne aus dem spanischen Bürgerkrieg begrüßt."
MICHAEL KLARMANN
"Wegen versuchten Mordes, Bankraub und Geiselnahme müssen sich seit gestern drei Männer und eine Frau aus der anarchistischen Szene Spaniens und den Niederlanden vor dem Aachener Landgericht verantworten. Die beiden Spanier saßen nach Mitteilungen linker Solidaritätsgruppen schon langjährige Haftstrafen in ihrer Heimat ab, teils in Hochsicherheitstrakten. Die auf zwölf Tage angesetzte Verhandlung findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Den beiden Männern wird vorgeworfen, am 18. Juni 2004 eine Bank in Karlsruhe überfallen und rund 30.000 Euro erbeutet zu haben. Am 28. Juni seien sie in Begleitung der Schwester eines der Angeklagten und eines Mannes aus Gent mit ihrem Auto in Richtung Dresden gefahren, um dort weitere Geldinstitute und Waffengeschäfte zu überfallen, so die Staatsanwaltschaft Aachen. Dass Quartett flog an einer Aachener Tankstelle bei einer Routinekontrolle durch den Bundesgrenzschutz auf.
Fakt ist, dass die Schwester des mutmaßlichen Rädelsführers dort festgenommen werden konnte. Zwei der Angeklagten nahmen mit gezückten Waffen ein junges Ehepaar als Geiseln und lieferte sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd quer durch die Aachener Innenstadt. Dabei schossen sie auf die Beamten. Ohne Geiseln flüchteten sich die drei Männer in eine Kfz-Werkstadt und nahmen dort erneut drei Geiseln. Angesichts des massiven Polizeiaufgebots gaben sie jedoch später auf.
(...)
Begleitet wurde der Prozess von Protesten. 40 Sympathisanten aus Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Großbritannien und Belgien hatten demonstriert und die Angeklagten mit Jubel und dem Absingen einer antifaschistischen Hymne aus dem spanischen Bürgerkrieg begrüßt."
MICHAEL KLARMANN
sparkassenkunde - am Donnerstag, 24. März 2005, 10:31 - Rubrik: Politischer Bankraub
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ntv (17. März 2005) spricht von "Hacker-Pech":
Millionen-Bankraub gescheitert
Die britische Polizei untersucht einen versuchten Millionenraub durch Computerhacker in der Londoner Vertretung der japanischen Bank Sumitomo Mitsui. Einzelheiten nannte eine Polizeisprecherin am Donnerstag unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht.
Berichten zufolge soll es sich um eine Summe von insgesamt 220 Millionen Pfund (rund 315 Millionen Euro) handeln. Die "Financial Times" berichtete, eine Hackerbande habe im Oktober vergeblich versucht, Geld von der japanischen Bank elektronisch auf zehn Konten in aller Welt zu überweisen. In Israel sei bereits ein Mann festgenommen worden. Dorthin hätten 20 Millionen Pfund überwiesen werden sollen. Ein Sprecher der Bank in Tokio sagte, dem Institut sei kein Schaden entstanden. Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen seien ergriffen worden.
In den Medien ist in solchen Föllen immer wieder mal vom "Cyberbankraub" die Rede. Das ist terminologisch irreführend. Handelt es sich doch eher um einen Einbruch und die digitalisierte Fortsschreibung des Tresoreinbruchs auf dem neuen Stand der Produktivkräfte ...
Millionen-Bankraub gescheitert
Die britische Polizei untersucht einen versuchten Millionenraub durch Computerhacker in der Londoner Vertretung der japanischen Bank Sumitomo Mitsui. Einzelheiten nannte eine Polizeisprecherin am Donnerstag unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht.
Berichten zufolge soll es sich um eine Summe von insgesamt 220 Millionen Pfund (rund 315 Millionen Euro) handeln. Die "Financial Times" berichtete, eine Hackerbande habe im Oktober vergeblich versucht, Geld von der japanischen Bank elektronisch auf zehn Konten in aller Welt zu überweisen. In Israel sei bereits ein Mann festgenommen worden. Dorthin hätten 20 Millionen Pfund überwiesen werden sollen. Ein Sprecher der Bank in Tokio sagte, dem Institut sei kein Schaden entstanden. Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen seien ergriffen worden.
In den Medien ist in solchen Föllen immer wieder mal vom "Cyberbankraub" die Rede. Das ist terminologisch irreführend. Handelt es sich doch eher um einen Einbruch und die digitalisierte Fortsschreibung des Tresoreinbruchs auf dem neuen Stand der Produktivkräfte ...
vabanque - am Sonntag, 20. März 2005, 00:28 - Rubrik: Bankraub-Trends
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Trikont hat bereits vergangenen August eine CD zur Unterstützung der Kampagne zur Freilassung von Ronald Biggs veröffentlicht. Darüber haben wir anlässlich eines Briefwechsels zwischen Franz Dobler und dem Playboy bereits kurz berichtet:
Inzwischen ist die Kampagne überaus rührig geworden. Insbesondere auf der Homepage der Punk-Kombo Rauschangriff finden sich aufschlussreiche Materialien.
Bei den Trikontler gibt es auch noch ein paar Pressehinweise.
Ja und dann natürlich: "FREE Ronnie now!"
" FREE RONNIE BIGGS
Die Benefiz-EP jetzt bei Trikont bestellen:
Single allein 7,- € incl. Versandkosten, sonst 5,- € bei größerer Bestellung
1,50 € gehen an die Free Ronnie Biggs Campaign
Die Münchner Punkband RAUSCHANGRIFF hat am 8.August, pünktlich zu Ronnie Biggs' 75. Geburtstag und dem 41. Jahrestag des großen Postraubs, die "Free Ronnie Biggs"-EP veröffentlicht.
Die Platte wurde zusammen mit Michael Biggs, Ronnies brasilianischen Sohn aufgenommen, der dafür Mitte März in München weilte.
Michael Biggs war bereits in Brasilien ein Kinderstar und verkaufte mit seiner Band TURMA DO BALÃO MÁGICO Millionen von Platten. Er hat gerade in London sein neues Album "Third World Gringo" veröffentlicht.
vabanque - am Donnerstag, 17. März 2005, 13:18 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Neue Geldscheine sollen die Verwertung einer Raubbeute verhindern.
"Pfund-Noten im Wert von 343 Millionen Euro will in Nordirland die Northern Bank gegen ihre alten Scheine umtauschen
Neue Pfund-Noten im Wert von 343 Millionen Euro will in Nordirland die Northern Bank gegen ihre alten Scheine umtauschen. Damit will sie die Millionenbeute von Bankräubern unbrauchbar machen.
Fast drei Monate nach dem größten Bankraub der britischen, ja vielleicht sogar der Weltgeschichte, sind die neuen Banknoten bereit: Die Geldautomaten der Northern Bank, der größten Geschäftsbank Nordirlands, spucken seit Samstag völlig neue Noten aus. Ab heute, Montag, gibt es auch an den Bankschaltern kein altes Geld mehr.
Die Betreiber der Bank hoffen, dass die Räuber auf ihrer Beute sitzen bleiben. "Es wird der größte Diebstahl von Altpapier werden", hatte Nordirlands Polizeichef Hugh Orde schon vor Wochen hoffnungsvoll verkündet.
IRA verdächtigt
Am 7. Jänner verkündete Polizeichef Orde, die Irisch-Republikanische Armee (IRA) stehe hinter dem Überfall. Er legte keine Beweise vor, und bis heute ist niemand angeklagt worden, aber in Belfast, Dublin und London sind sich Polizisten und Politiker einig: Es war die IRA.
Die nordirische Polizei und die IRA spielten dabei Katz und Maus. Im Jänner wurde gemeldet, die ersten identifizierbaren Banknoten aus der Beute seien in der Eishalle in Dundonald bei Belfast aufgetaucht. Mancher Zeitungsleser schmunzelte heimlich, denn Dundonald gehört zum Einflussbereich von Pfarrer Ian Paisleys Stellvertreter Peter Robinson. Wie kam die Beute in den Hinterhof von strengen Protestanten, wenn die IRA hinter der ganzen Sache stand?
Doch später musste die Polizei zugeben, dass sie selbst dieses Gerücht ausgestreut hatte, um anschließend die Mobiltelefone der Tatverdächtigen abzuhören. Die rächten sich, indem sie 50.000 Pfund, sauber in fünf Zellophanpackerln verschnürt, in der Toilette eines Landklubs deponierten, der vornehmlich von Polizeibeamten besucht wird. Und das blieb seither der einzige geborgene Teil der Beute."
Weiter Spekulationen um die politischen Hintergründe im Standard (13.3. 2005)
Was lehr uns das? Zuviel darf man offensichtlich auch nicht erbeuten ...
"Pfund-Noten im Wert von 343 Millionen Euro will in Nordirland die Northern Bank gegen ihre alten Scheine umtauschen
Neue Pfund-Noten im Wert von 343 Millionen Euro will in Nordirland die Northern Bank gegen ihre alten Scheine umtauschen. Damit will sie die Millionenbeute von Bankräubern unbrauchbar machen.
Fast drei Monate nach dem größten Bankraub der britischen, ja vielleicht sogar der Weltgeschichte, sind die neuen Banknoten bereit: Die Geldautomaten der Northern Bank, der größten Geschäftsbank Nordirlands, spucken seit Samstag völlig neue Noten aus. Ab heute, Montag, gibt es auch an den Bankschaltern kein altes Geld mehr.
Die Betreiber der Bank hoffen, dass die Räuber auf ihrer Beute sitzen bleiben. "Es wird der größte Diebstahl von Altpapier werden", hatte Nordirlands Polizeichef Hugh Orde schon vor Wochen hoffnungsvoll verkündet.
IRA verdächtigt
Am 7. Jänner verkündete Polizeichef Orde, die Irisch-Republikanische Armee (IRA) stehe hinter dem Überfall. Er legte keine Beweise vor, und bis heute ist niemand angeklagt worden, aber in Belfast, Dublin und London sind sich Polizisten und Politiker einig: Es war die IRA.
Die nordirische Polizei und die IRA spielten dabei Katz und Maus. Im Jänner wurde gemeldet, die ersten identifizierbaren Banknoten aus der Beute seien in der Eishalle in Dundonald bei Belfast aufgetaucht. Mancher Zeitungsleser schmunzelte heimlich, denn Dundonald gehört zum Einflussbereich von Pfarrer Ian Paisleys Stellvertreter Peter Robinson. Wie kam die Beute in den Hinterhof von strengen Protestanten, wenn die IRA hinter der ganzen Sache stand?
Doch später musste die Polizei zugeben, dass sie selbst dieses Gerücht ausgestreut hatte, um anschließend die Mobiltelefone der Tatverdächtigen abzuhören. Die rächten sich, indem sie 50.000 Pfund, sauber in fünf Zellophanpackerln verschnürt, in der Toilette eines Landklubs deponierten, der vornehmlich von Polizeibeamten besucht wird. Und das blieb seither der einzige geborgene Teil der Beute."
Weiter Spekulationen um die politischen Hintergründe im Standard (13.3. 2005)
Was lehr uns das? Zuviel darf man offensichtlich auch nicht erbeuten ...
sparkassenkunde - am Montag, 14. März 2005, 16:29 - Rubrik: Millionencoup
In New York wird der erste Bankraub der USA registriert. Die Beute beträgt 245.000 Dollar.
Vgl. a. Wikipedia.
Vgl. a. Wikipedia.
sparkassenkunde - am Samstag, 12. März 2005, 21:03 - Rubrik: Bankraub-Trends
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Dem Bankraub auf der Spur
ist wienweb.at (6.3 2005);
"Banküberfälle gehören in Wien zum traurigen Alltag. Im Jahr 2005 wurden bereits 18 Geldinstitute überfallen. Damit steuert die Bundeshauptstadt nach dem Rekordjahr 2004 erneut auf rekordverdächtigem Kurs. (...) Ende Februar 2004 gab es in Wien noch keine zehn Banküberfälle. Und das, obwohl 2004 mit 67 Überfällen ein Rekordjahr war. Ein - auch im internationalen Vergleich - unerreichter Spitzenwert. (...) Wie reagiert die Polizei?
Erst einmal mit einem Gipfel. Am Montag vergangener Woche trafen sich Spitzenrepräsentanten der Wiener Exekutive um 10.00 Uhr am Schottenring mit Innenministerin Liese Prokop und stellten sich der Presse. Konkrete Antworten blieb man freilich schuldig."
Nachahmungsbankräuber und Professionalisierung sind zwei Erklärungen, überaltete Sicherheitssysteme der Banken eine weitere:
"Doch nicht nur Nachahmungstäter machen laut dem Wiener Kriminologen Christian Grafl den Panzerknacker-Boom aus. Grafl macht auch professionelle Gruppen, die der organisierten Kriminalität zuzurechnen sind, verantwortlich dafür."
Ausserdem habe die Polizeitcomputer ausgespuckt, dass Freitag, der Tag des Bankraubs ist.
Anlässlich des Bankraubs Nr. 18 in Wien kündigt die Polizei
"Strategien gegen den Bankraub-Hype" an:
Bei der Pressekonferenz am Schottenring kündigte indes der Wiener Kriminalamtsdirektor Roland Horngacher neue Strategien gegen den Bankraub-Hype an. "Wir sind in Phase 2", sagte Horngacher und meinte damit eine intensivere Überwachung der Bankinstitute durch die Exekutive. Über Phase 3 wird nachgedacht. Das würde bedeuten, dass die Banken von sich aus effektivere Vorkehrungen gegen Banküberfälle treffen müssen.
Interview von wienweb.at (6.3. 2005) mit Brigadier Gerhard Lang. Er ist im Bundeskriminalamt zuständig für Strategieentwicklung gegen die Verbrechensbekämpfung in Österreich. Unter anderem wird er gefragt:
"Haben Sie eine Erklärung, warum Kriminalität in Österreich seit Monaten so häufig in der Öffentlichkeit diskutiert wird, obwohl nach offizieller Lesart die Verbrechen zurückgehen?"
Dabei kommt heraus, dass es das Wiener BKA ist, dass bewusst in die Öffentlichkeit gegangen ist:
"Bis 2003 gab es keine Kriminalstatistik, zumindest nicht eine monatliche Veröffentlichung. Wir haben im Dezember 2003 damit begonnen, monatlich die Statistik zu veröffentlichen. Bis dahin ist das nur einmal jährlich passiert. (..,) Wir setzen uns damit bewusst der Öffentlichkeit aus und machen die Diskussion und die Probleme transparent. Daher die häufigen Diskussionen in den Medien darüber. "
Offensichtlich haben wir es mit einer regelrechten Mobilisierungskampagne seitens der Polizei zu tun:
"Gleichzeitig wendet sich die Exekutive verstärkt an die Bevölkerung und sagt: Prävention ist wichtig, auch der Bürger kann Vorkehrungen gegen Verbrecher treffen. "
Zur Frage der Häufung der Banküberfälle in Wien:
"wienweb.at: Gibt es bei der Wiener Polizei eine Erklärung dafür, warum Wien bei Banküberfällen im internationalen Spitzenfeld liegt?
Lang: Das ist ein Phänomen, das wir im internationalen Vergleich beobachten und auch mit Sicherheitsexperten aus anderen Metropolen diskutieren. Sie können es, aus der Sicht der Täter, vielleicht mit zwei Lokalen vergleichen. Ein Lokal ist voll besetzt, so, dass Sie vielleicht nicht einmal mehr einen Sitzplatz bekommen. Das andere ist leer und hat keine Gäste. In welches gehen Sie? Wohl trotzdem in das voll gefüllte.
wienweb.at: Das heißt, es geht um den Nachahmungseffekt?
Lang: Richtig. Wenn es teilweise relativ leicht funktioniert, eine Bank mit nur einem Zettel zu überfallen - wie geschehen - dann zieht das natürlich weitere Täter, die finanzielle Probleme haben, an. Unsere beste Abschreckung ist die Festnahme von Bankräubern. Aber die Polizei fordert auch die Unterstützung durch die Banken. Viele Banken haben überaltete Überwachungssysteme, auch, weil sie gegen Überfälle versichert sind. Die Videobilder sind oft sehr schlecht. Natürlich soll eine Bank kein Fort Knox werden, aber mehr Investitionen in die Sicherheit sind etwas, das wir fordern und den Banken auch sagen. Ich gehe davon aus, dass sich die Banken etwas überlegen müssen.
wienweb.at: Zu welcher Uhrzeit werden meistens die Banken überfallen?
Lang: Es gibt drei auffallende statistische Werte. Einmal vor dem Aufsperren am Morgen. Der zweite signifikante Zeitpunkt ist vor dem Zusperren vor der Mittagspause. Und noch ein dritter Höhepunkt am Nachmittag, ich weiß aber jetzt nicht genau, wann."
Noch ein paar Zahlen, die zeigen, dass die Kriminalität in Österreich insgesamt zurückgegangen ist.
ist wienweb.at (6.3 2005);
"Banküberfälle gehören in Wien zum traurigen Alltag. Im Jahr 2005 wurden bereits 18 Geldinstitute überfallen. Damit steuert die Bundeshauptstadt nach dem Rekordjahr 2004 erneut auf rekordverdächtigem Kurs. (...) Ende Februar 2004 gab es in Wien noch keine zehn Banküberfälle. Und das, obwohl 2004 mit 67 Überfällen ein Rekordjahr war. Ein - auch im internationalen Vergleich - unerreichter Spitzenwert. (...) Wie reagiert die Polizei?
Erst einmal mit einem Gipfel. Am Montag vergangener Woche trafen sich Spitzenrepräsentanten der Wiener Exekutive um 10.00 Uhr am Schottenring mit Innenministerin Liese Prokop und stellten sich der Presse. Konkrete Antworten blieb man freilich schuldig."
Nachahmungsbankräuber und Professionalisierung sind zwei Erklärungen, überaltete Sicherheitssysteme der Banken eine weitere:
"Doch nicht nur Nachahmungstäter machen laut dem Wiener Kriminologen Christian Grafl den Panzerknacker-Boom aus. Grafl macht auch professionelle Gruppen, die der organisierten Kriminalität zuzurechnen sind, verantwortlich dafür."
Ausserdem habe die Polizeitcomputer ausgespuckt, dass Freitag, der Tag des Bankraubs ist.
Anlässlich des Bankraubs Nr. 18 in Wien kündigt die Polizei
"Strategien gegen den Bankraub-Hype" an:
Bei der Pressekonferenz am Schottenring kündigte indes der Wiener Kriminalamtsdirektor Roland Horngacher neue Strategien gegen den Bankraub-Hype an. "Wir sind in Phase 2", sagte Horngacher und meinte damit eine intensivere Überwachung der Bankinstitute durch die Exekutive. Über Phase 3 wird nachgedacht. Das würde bedeuten, dass die Banken von sich aus effektivere Vorkehrungen gegen Banküberfälle treffen müssen.
Interview von wienweb.at (6.3. 2005) mit Brigadier Gerhard Lang. Er ist im Bundeskriminalamt zuständig für Strategieentwicklung gegen die Verbrechensbekämpfung in Österreich. Unter anderem wird er gefragt:
"Haben Sie eine Erklärung, warum Kriminalität in Österreich seit Monaten so häufig in der Öffentlichkeit diskutiert wird, obwohl nach offizieller Lesart die Verbrechen zurückgehen?"
Dabei kommt heraus, dass es das Wiener BKA ist, dass bewusst in die Öffentlichkeit gegangen ist:
"Bis 2003 gab es keine Kriminalstatistik, zumindest nicht eine monatliche Veröffentlichung. Wir haben im Dezember 2003 damit begonnen, monatlich die Statistik zu veröffentlichen. Bis dahin ist das nur einmal jährlich passiert. (..,) Wir setzen uns damit bewusst der Öffentlichkeit aus und machen die Diskussion und die Probleme transparent. Daher die häufigen Diskussionen in den Medien darüber. "
Offensichtlich haben wir es mit einer regelrechten Mobilisierungskampagne seitens der Polizei zu tun:
"Gleichzeitig wendet sich die Exekutive verstärkt an die Bevölkerung und sagt: Prävention ist wichtig, auch der Bürger kann Vorkehrungen gegen Verbrecher treffen. "
Zur Frage der Häufung der Banküberfälle in Wien:
"wienweb.at: Gibt es bei der Wiener Polizei eine Erklärung dafür, warum Wien bei Banküberfällen im internationalen Spitzenfeld liegt?
Lang: Das ist ein Phänomen, das wir im internationalen Vergleich beobachten und auch mit Sicherheitsexperten aus anderen Metropolen diskutieren. Sie können es, aus der Sicht der Täter, vielleicht mit zwei Lokalen vergleichen. Ein Lokal ist voll besetzt, so, dass Sie vielleicht nicht einmal mehr einen Sitzplatz bekommen. Das andere ist leer und hat keine Gäste. In welches gehen Sie? Wohl trotzdem in das voll gefüllte.
wienweb.at: Das heißt, es geht um den Nachahmungseffekt?
Lang: Richtig. Wenn es teilweise relativ leicht funktioniert, eine Bank mit nur einem Zettel zu überfallen - wie geschehen - dann zieht das natürlich weitere Täter, die finanzielle Probleme haben, an. Unsere beste Abschreckung ist die Festnahme von Bankräubern. Aber die Polizei fordert auch die Unterstützung durch die Banken. Viele Banken haben überaltete Überwachungssysteme, auch, weil sie gegen Überfälle versichert sind. Die Videobilder sind oft sehr schlecht. Natürlich soll eine Bank kein Fort Knox werden, aber mehr Investitionen in die Sicherheit sind etwas, das wir fordern und den Banken auch sagen. Ich gehe davon aus, dass sich die Banken etwas überlegen müssen.
wienweb.at: Zu welcher Uhrzeit werden meistens die Banken überfallen?
Lang: Es gibt drei auffallende statistische Werte. Einmal vor dem Aufsperren am Morgen. Der zweite signifikante Zeitpunkt ist vor dem Zusperren vor der Mittagspause. Und noch ein dritter Höhepunkt am Nachmittag, ich weiß aber jetzt nicht genau, wann."
Noch ein paar Zahlen, die zeigen, dass die Kriminalität in Österreich insgesamt zurückgegangen ist.
vabanque - am Freitag, 11. März 2005, 11:29 - Rubrik: Wien 2005
AUS DUBLIN RALF SOTSCHECK für die taz (8.3. 2005)
"Die IRA, bewaffneter Arm der Sinn Féin, sorgt mit immer neuen Skandalen für die Marginalisierung der eigenen Leute.
Auf einen gigantischen Bankraub, dessen Beute bei IRA-Sympathisanten auftaucht, folgte ein Mord an einem treuen Anhänger"
Während der Mord Sympathien kostet, verhält es sich bei dem Bankraub erwartungsgemäß etwas anderes (jedenfalls in der eigenen Anhängerschaft):
"Unter dem Bankraub litten die Wahlchancen von Sinn Féin kaum. Doch nach dem Mord an McCartney sank die Unterstützung der Partei in der Republik Irland von elf auf neun Prozent."
Vgl. a. Jungle World (2.3. 2005):
"Sinn Fein unter Beschuss
Nach einem spektakulären Bankraub und einem Mord in Belfast haben die nordirischen Republikaner ein Imageproblem.
(...)
Mehr als der Überfall, den viele Nordiren bei der Konfessionen mit einer gewissen Schadenfreude kommentieren, schadet Sinn Fein ein Mord, der Anfang Februar in Belfast verübt wurde. Gerry Adams forderte daraufhin die Bevölkerung auf, die Täter nicht zu schützen – ein Schritt, der nicht zu unterschätzen ist, weil in vielen Vierteln Belfasts der britischen Polizei üblicherweise nur mit Misstrauen begegnet wird."
"Die IRA, bewaffneter Arm der Sinn Féin, sorgt mit immer neuen Skandalen für die Marginalisierung der eigenen Leute.
Auf einen gigantischen Bankraub, dessen Beute bei IRA-Sympathisanten auftaucht, folgte ein Mord an einem treuen Anhänger"
Während der Mord Sympathien kostet, verhält es sich bei dem Bankraub erwartungsgemäß etwas anderes (jedenfalls in der eigenen Anhängerschaft):
"Unter dem Bankraub litten die Wahlchancen von Sinn Féin kaum. Doch nach dem Mord an McCartney sank die Unterstützung der Partei in der Republik Irland von elf auf neun Prozent."
Vgl. a. Jungle World (2.3. 2005):
"Sinn Fein unter Beschuss
Nach einem spektakulären Bankraub und einem Mord in Belfast haben die nordirischen Republikaner ein Imageproblem.
(...)
Mehr als der Überfall, den viele Nordiren bei der Konfessionen mit einer gewissen Schadenfreude kommentieren, schadet Sinn Fein ein Mord, der Anfang Februar in Belfast verübt wurde. Gerry Adams forderte daraufhin die Bevölkerung auf, die Täter nicht zu schützen – ein Schritt, der nicht zu unterschätzen ist, weil in vielen Vierteln Belfasts der britischen Polizei üblicherweise nur mit Misstrauen begegnet wird."
vabanque - am Donnerstag, 10. März 2005, 22:24 - Rubrik: Lotto und Bankraubphantasien
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Am 4. März protestierten ab 7 Uhr vor der Deutschen Bundesbank in Erfurt Sicherheitsdienstbeschäftigte gegen Armutslohn. Die Einfahrt der Geld- und Werttransporteure wurde ca. eine Stunde behindert. Die Gewerkschaft ver.di fordert den Bundesverband Deutscher Sach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) auf, mit einem akzeptablen Angebot wieder in die Verhandlungen einzutreten.
Es wird nicht hingenommen, dass ArbeitnehmerInnen, die seit 15 Jahren mit Armutslohn überleben müssen, eine Lohnanhebung von lediglich 8,- bis 12,- im Monat bekommen sollen.
Die Protestaktionen bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen werden erst
eingestellt, wenn der Arbeitgeberverband anerkennt, dass die Arbei t der Sicherheitsdienstbeschäftigten mit akzeptablem Einkommen gewürditg werden muss.
Da drei Polizisten mit der Niederschlagung eines Gewerkschaftssekretär eingegriffen haben, wird Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Polizeibeamte erstattet.
Vgl. a. die Ausführung bei LabourNet
Es wird nicht hingenommen, dass ArbeitnehmerInnen, die seit 15 Jahren mit Armutslohn überleben müssen, eine Lohnanhebung von lediglich 8,- bis 12,- im Monat bekommen sollen.
Die Protestaktionen bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen werden erst
eingestellt, wenn der Arbeitgeberverband anerkennt, dass die Arbei t der Sicherheitsdienstbeschäftigten mit akzeptablem Einkommen gewürditg werden muss.
Da drei Polizisten mit der Niederschlagung eines Gewerkschaftssekretär eingegriffen haben, wird Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Polizeibeamte erstattet.
Vgl. a. die Ausführung bei LabourNet
sparkassenkunde - am Freitag, 4. März 2005, 13:02 - Rubrik: Ueber Banken
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