Irgendwie haben diese Apparate einen Hang zur Technikgläubigkeit. Vermutlich haben Sie zuviel Märklin-Eisenbahn gespielt. Offenbar glauben Technokraten nach wie vor, sie könnten menschlicher Phantasie mit Technik Paroli bieten. Wohl bekomm's.
taz, 17.2.2004
Hilfe, eine SMS von Schily
Wer eine Sparkasse überfällt, sollte danach um Taxifahrer, Wirte oder Tankwarte besser einen
Bogen machen - die könnten von der Polizei längst eine Fahndungs-SMS erhalten haben. Kindisch
VON ARNO FRANK
Wer hat Otto Schily diesen Floh ins Ohr gesetzt? Es muss das bundesweite, flächendeckende und engmaschige Netz aus Sendemasten für die mobile Kommunikation gewesen sein. Ein schlechter Innenminister, der bei Worten wie "bundesweit", "flächendeckend", "engmaschig" und "Netz" nicht hellhörig würde. Und Otto Schily, Freund der Technik und der Biometrie, will ein guter Innenminister sein. Deshalb hat er zusammen mit Technikern des Bundeskriminalamtes (BKA) die pfiffige SMS-Fahndung ausgeheckt.
Weiterlesen
Die Junge Welt vom 17.2.2004 merkt unter anderem an:
"Ein Problem hat Schily aber nicht bedacht: Wenn nun der Hilfsfahnder fündig wird und beispielsweise als Autofahrer auf die Fahndungs-SMS via Handy seine Erfolgsmeldung an die Polizei weitergibt, macht er sich des verbotenen Telefonierens während der Fahrt schuldig und muß 40 Euro Bußgeld blechen und einen Punkt in Flensburg einstecken. Andererseits: Das muß uns die innere Sicherheit schon wert sein."
taz, 17.2.2004
Hilfe, eine SMS von Schily
Wer eine Sparkasse überfällt, sollte danach um Taxifahrer, Wirte oder Tankwarte besser einen
Bogen machen - die könnten von der Polizei längst eine Fahndungs-SMS erhalten haben. Kindisch
VON ARNO FRANK
Wer hat Otto Schily diesen Floh ins Ohr gesetzt? Es muss das bundesweite, flächendeckende und engmaschige Netz aus Sendemasten für die mobile Kommunikation gewesen sein. Ein schlechter Innenminister, der bei Worten wie "bundesweit", "flächendeckend", "engmaschig" und "Netz" nicht hellhörig würde. Und Otto Schily, Freund der Technik und der Biometrie, will ein guter Innenminister sein. Deshalb hat er zusammen mit Technikern des Bundeskriminalamtes (BKA) die pfiffige SMS-Fahndung ausgeheckt.
Weiterlesen
Die Junge Welt vom 17.2.2004 merkt unter anderem an:
"Ein Problem hat Schily aber nicht bedacht: Wenn nun der Hilfsfahnder fündig wird und beispielsweise als Autofahrer auf die Fahndungs-SMS via Handy seine Erfolgsmeldung an die Polizei weitergibt, macht er sich des verbotenen Telefonierens während der Fahrt schuldig und muß 40 Euro Bußgeld blechen und einen Punkt in Flensburg einstecken. Andererseits: Das muß uns die innere Sicherheit schon wert sein."
vabanque - am Dienstag, 17. Februar 2004, 08:01 - Rubrik: Techniken der Fahndung und Ueberwachung
Warum UWE RITZER in den NÜRNBERGER NACHRICHTEN (26.11.2003) unmittelbar nach dem Tod von Theo Berger wohl diese Geschichte ausbuddelte?
Nach der Festnahme von Theo Berger, wollten sich zwei Brüder rächen Zwei Polizisten aus Weißenburg überstanden 1981 spektakuläres Attentat
Den Bombenanschlag überlebt
WEISSENBURG - Ob man gleich noch in die Leichenhalle fahren könne, denn er wolle auch die beiden toten Kollegen sehen, bat der Sprengstoffexperte des Landeskriminalamtes, nachdem er an dem von einer Bombe demolierten Auto alle Spuren gesichert hatte. Welche Toten, wollten Karl-Heinz Schmid und Peter Prusakow wissen? "Na die Beamten, die bei dem Anschlag ums Leben gekommen sind." Es sei keiner gestorben, "wir waren an dem Auto dran", antworteten die Weißenburger Polizisten. Der LKA-Mann reagierte unwirsch: "Mit so etwas macht man keine Scherze, das konnte man nicht überleben."
Doch, sie haben es überlebt. Peter Prusakow, damals 27 Jahre alt, und sein elf Jahre älterer Kollege Karl-Heinz Schmid hatten an jenem 23. Mai 1981 eines der spektakulärsten Attentate in der bayerischen Kriminalgeschichte heil überstanden. Auf einem einsamen Strässchen mitten im Wald wurden sie in eine Falle gelockt. Zwei Männer wollten sich an der Weißenburger Polizei dafür rächen, dass diese ihren Bruder ins Gefängnis gebracht und seine Bande zerschlagen hatte. Man nannte ihn den "Al Capone aus dem Donaumoos" oder auch den "König der Ausbrecher": Theo Berger, einer der berüchtigsten Verbrecher seiner Zeit. Er stahl, brach ein, überfiel Banken, schoss schnell und lieferte sich halsbrecherische Verfolgungsjagden mit der Polizei. 36 Jahre seines Lebens büßte Berger seine über 150 Straftaten hinter Gittern ab. Er brach mehrfach aus und wurde immer wieder eingefangen.
Weiterlesen: http://www.nn-online.de/artikel_druck.asp?art=136730&mank=NN&catch=Region&man=Nü
Nach der Festnahme von Theo Berger, wollten sich zwei Brüder rächen Zwei Polizisten aus Weißenburg überstanden 1981 spektakuläres Attentat
Den Bombenanschlag überlebt
WEISSENBURG - Ob man gleich noch in die Leichenhalle fahren könne, denn er wolle auch die beiden toten Kollegen sehen, bat der Sprengstoffexperte des Landeskriminalamtes, nachdem er an dem von einer Bombe demolierten Auto alle Spuren gesichert hatte. Welche Toten, wollten Karl-Heinz Schmid und Peter Prusakow wissen? "Na die Beamten, die bei dem Anschlag ums Leben gekommen sind." Es sei keiner gestorben, "wir waren an dem Auto dran", antworteten die Weißenburger Polizisten. Der LKA-Mann reagierte unwirsch: "Mit so etwas macht man keine Scherze, das konnte man nicht überleben."
Doch, sie haben es überlebt. Peter Prusakow, damals 27 Jahre alt, und sein elf Jahre älterer Kollege Karl-Heinz Schmid hatten an jenem 23. Mai 1981 eines der spektakulärsten Attentate in der bayerischen Kriminalgeschichte heil überstanden. Auf einem einsamen Strässchen mitten im Wald wurden sie in eine Falle gelockt. Zwei Männer wollten sich an der Weißenburger Polizei dafür rächen, dass diese ihren Bruder ins Gefängnis gebracht und seine Bande zerschlagen hatte. Man nannte ihn den "Al Capone aus dem Donaumoos" oder auch den "König der Ausbrecher": Theo Berger, einer der berüchtigsten Verbrecher seiner Zeit. Er stahl, brach ein, überfiel Banken, schoss schnell und lieferte sich halsbrecherische Verfolgungsjagden mit der Polizei. 36 Jahre seines Lebens büßte Berger seine über 150 Straftaten hinter Gittern ab. Er brach mehrfach aus und wurde immer wieder eingefangen.
Weiterlesen: http://www.nn-online.de/artikel_druck.asp?art=136730&mank=NN&catch=Region&man=Nü
contributor - am Dienstag, 17. Februar 2004, 00:40 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2003
Er wehrte sich gegen jeden Zwang und wurde zum Verbrecher: Theo Berger, der Al Capone aus dem Donaumoos, ist tot
Letzter Ausbruch aus dem Leben
Viele Mörder kommen nach 15 Jahren frei, der Ganove aus der bayerischen Provinz aber büßte 36 Jahre - ein besonderer Fall für die Justiz
Von Joachim Käppner
München, 23. November - Wenn ein Mensch 36 Jahre hinter Gittern verbringt, wird er sich in dieser endlos erscheinenden Zeit oft gefragt haben: Gab es nicht irgendwann die Möglichkeit, einen ganz anderen Weg zu gehen als den der Gewalt und alles dessen, was ihr folgte? Alles anders zu machen, wenn man nur noch einmal die Chance hätte, dem "stürmischen Bedürfnis zu folgen", wie Robert Musil in Der Mann ohne Eigenschaften schrieb, "zurückzukehren zu
einem Punkt, der vor der falschen Abzweigung liegt". Das Verstörende am Leben des Theo Berger ist, dass sich ein solcher Punkt gar nicht erkennen lässt, so weit man auch zurückgeht. Man wird ihn nicht mehr danach fragen können. Am Freitagabend wurde bekannt, dass sich Theo Maximilian Berger, vor 30 Jahren als "König der Ausbrecher", als "der schöne Theo" und "Al Capone vom Donaumoos" einer der meistgesuchten Verbrecher der Republik, in der Straubinger Justizvollzugsanstalt erhängt hat.
Diebstähle, Banküberfälle, schwerer Raub, verletzte Polizeibeamte - die zahlreichen Taten Bergers und seiner Komplizen waren ein Schock für die bayerische Provinz der Sechzigerjahre, die melancholische Landschaft des Donaumoos zwischen Ingolstadt und Augsburg. Freilich war Berger nicht nru ein Gewalttäter, sondern auch ein Mann mit faszinierenden Seiten, und das nicht nur, weil er Bayerns Justiz durch drei spektakuläre Fluchten aufs Äußerste rovozierte (einmal sägte er tatsächlich die Gitterstäbe durch).
Der junge Berger galt im Donaumoos als "ein wilder Hund", worin eine gewisse Anerkennung mitschwang; er war respektlos vor Autoritäten und provozierte die Fahnder, indem er vor Polizeiwachen parkte. Er war auf seine raue Art von blendendem Aussehen, ein Frauenschwarm und Rebell für eine Sache, die
ihm selbst nicht recht klar war, wie auch seine Familie meint; er wusste nur, wogegen er kämpfte: Zwang. Gegen Zwang jeder Art, gegen alle Versuche, ihn zu brechen.
Neun Söhne eines Bauern
Besieht man sich diesen Lebenslauf, aus dessen Niedergang es kein Entrinnen gab, gibt er manchen Anlass zum Nachdenken über die heute so beliebte Klage, ein verständnishuberndes Jugendstrafrecht übe falsche Milde. Theo Berger wurde 1941 als zweitältester Sohn einer wenig begüterten Bauernfamilie aus Ludwigsmoos geboren, er hatte acht Brüder einer von ihnen wurde später von der Polizei erschossen. Die Jungs genossen keinen guten Ruf. In der Schule,
in der Kirche setzte es Prügel, die andere hinnehmen mochten, aber Theo nicht. Als der Dorfpfarrer mit dem Zollstock zuschlug, weil der Junge nicht recht singen wollte, schlug Theo hart zurück. Kaum volljährig, ging er für Bagatellen drei Jahre in Haft, die Strafe sollte, wie damals üblich, den Willen des jugendlichen Delinquenten brechen. Es war der Beginn einer kriminellen Karriere.
36 Jahre. Die meisten Mörder kommen nach 15 Jahren frei oder vielleicht nach 20, aber eben doch irgendwann; nur wenige Häftlinge bleiben für immer, und einer von ihnen war Theo Berger, der nie einen Menschen getötet hatte. Im März 1969 fehlte nicht viel. Da flüchtete Berger durch das verschneite Donaumoos, als ihn unweit seines Elternhauses eine Streife stellte. Berger
feuerte zweimal mit einem Colt, ein Beamter ging verletzt zu Boden. 1980 schrieb Berger sein Leben auf, daraus wurde das Buch "Ausbruch", in dem widerscheint, dass diese eisige Nacht für ihn in der Erinnerung etwas anderes war als der kaltherzige Versuch eines Gewohnheitsverbrechers, sich den Fluchtweg freizuschießen: "Die Bullen verfolgten mich seit Jahren mit geradezu unheimlichen Hass. Und nun lag da einer der ihren im Schnee."
Reue liest man da schwerlich heraus, sondern die Gedanken eines Mannes, der sich noch zu wehren glaubte oder dies glauben wollte, als er längst ein Schwerverbrecher war. Im Gefängnis kämpfte er weiter; plagte die Justiz mit Eingaben, höhnischen Briefen und Bezichtigungen. Und doch blieb all dies Aufbegehren vergeblich, es verhallte ungehört wie die Schreie eines mittelalterlichen Gefangenen in seinem Burgverließ.
Die Justizanstalt und ihre Vorgesetzten in Bayerns Justizministerium sahen Renitenz, wo sie Demut und Einsicht hätten spüren wollen. Notfalls, erklärte ein hoher Beamter des Ministeriums 1986, müsse Berger "im Gefängnis sterben". Die Behörden behandelten noch den alten und an Leukämie schwer erkrankten Berger, als hätten sie den Paten des Medellin-Kartells inhaftiert. In Kliniken wurde er in Fesseln vorgeführt; als vergangenes Jahr seine Frau starb, brachten ihn gleich drei Polizeibeamte zur Beerdigung und nahmen ihn nachher sofort wieder mit, nicht einmal einen Kaffee durfte er
mit der Familie noch trinken. "Die wollen mich tot sehen", schrieb er über Bayerns Justiz bald danach in einem Brief an die Süddeutsche Zeitung, "die haben mich in stillem Einvernehmen zum Tode verurteilt, obwohl die Todesstrafe 1949 abgeschafft wurde." Ein Antwortbrief wurde, wie er mitteilte, beschlagnahmt. Versuche, mit oder auch nur über Berger zu sprechen, wimmelten Gefängnisleitung und Justizministerium rigoros ab.
Der einsame Gefangene in Straubing wirkte in diesen Zeiten der
globalisierten organisierten Kriminalität wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, von der Gegenwart fast so weit entfernt wie die Mären von den rebellischen Räubern Schinderhannes, Jennerwein oder Kneißl, mit denen ihn manche arg romantisierende Darstellung verglich. Wie sie war er der Heimat stark verbunden.
Das Gefängnis und das Moos: Für ihn gab es nur diese beiden Orte. Das ist auch der Grund, warum Theo Berger ein großes Talent zum Ausbrechen hatte, aber nur ein kleines Talent zum Draußenbleiben. Einer wie er setzte sich nicht nach Rio ab. Er blieb bei seinen Kumpeln, seiner Familie, seinen Freundinnen; die Fahnder suchten meist nicht lange. Er sagte einmal: "Wenn ich im Gefängnis bin, träume ich vom Donaumoos; und wenn ich dort bin, vom Gefängnis."
Die vergangenen 16 Jahre hat er wieder vom Moos geträumt, davon, draußen zu sein und daheim. In Rilkes Gedicht vom Panther im Jardin des Plantes ist es dem gefangenen Raubtier, "als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt". Für Theo Berger wäre der genügsame Hospitalismus des Gefängnislebens fast noch tröstlich gewesen. Die tausend Stäbe sah er
täglich, aber er ersehnte auch die Welt dahinter, die ihm verschlossen war, seit ihn 1987 das Schwurgericht München I zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilte. Da hatte er seine größte Chance verpasst, zurückzukehren zu einem Punkt vor einer der vielen falschen Abzweigungen: 1985 wurde die Haftstrafe wegen seiner Krankheit ausgesetzt, doch er fiel, depressiv und vielleicht unter Einfluss der Medikamente, in sein altes Leben zurück. Berger überfiel eine Bank und wurde nach einer Schießerei mit der Polizei festgenommen, zusammen mit einem Komplizen.
Seither saß er wieder ein, all diese Jahre. Der Staat statuierte an Berger nun ein furchtbares Exempel, das dem Geist der Zeit nach Strafen und Wegschließen entsprach. In Berger brannte weiterhin der Wunsch zum Ausbruch. Nicht zu einem - weiteren - wirklichen Ausbruch, dazu waren seine Kräfte zu schwach und die Sicherheitsvorkehrungen in Straubing zu scharf. Sondern zum Ausbruch aus seinem bisherigen Leben. Einer, der ihn aus der Haft kannte, sagte kurz vor Bergers Tod: "Der Theo ist in seinen späten Jahren ein anderer geworden. Der würde keinem mehr was tun. Er ist jetzt ruhiger, er weiß, dass seine Tage gezählt sind."
Seine Tochter wartete
Für die letzten Tage oder Jahre war schon ein Platz am Tisch reserviert. Es gab ein Haus, das auf ihn wartete. Jahrelang hat seine Tochter Michaela darum gekämpft, ihn heimholen zu dürfen. Michaelas Familie wollte genau das bieten, was die Justiz bei Berger zu vermissen vorgab: eine positive Prognose. Sie hat ihren Vater über all die Jahre besucht, sich ihm fast jede Woche gegenübergesetzt an einem der eng aufgereihten Tische im Besucherraum der Vollzugsanstalt, hat mit ihm über sein und ihr Leben gesprochen und alles, was noch werden könnte; dass er jahrzehntelang nicht nur vor der Polizei geflohen ist, sondern auch vor der Verantwortung für sein Leben und das derer, die ihn liebten. Und sie hat ihren Vater geliebt, in dem Gefürchteten jemanden gesehen, "der eigentlich kein brutaler Mensch war". Einmal sagte er ihr, er sei stolz auf seine Enkel und froh, "dass sie nicht geworden sind wie ich".
Zuletzt war viel in Bewegung geraten; es gab neue Köpfe im Justizapparat und so etwas wie späte Milde. Aus humanitären Erwägungen wurde ein Tag "Ausführung" geplant, den Berger bei der Familie seiner Tochter verbringen könne; ein Test auf weitere Lockerungen. Eine knappe Woche vor seinem Tod erzählte Michaela ihm davon: "Ich habe mich so gefreut", sagt sie.
Wie so vieles im Leben Theo Bergers bleibt auch sein Motiv ein Rätsel, ausgerechnet in dem Moment aus diesem Leben zu gehen, als die Mauern der Zwänge zu bröckeln begannen. Vielleicht hat ihn, nach so vielen Jahren, doch noch die Dunkelheit erreicht, hatten Schwermut, Krankheit und Medikamente seinen Kampfeswillen gebrochen. Man wird es nicht wissen. War es sogar die Angst, der Freiheit nicht gewachsen zu sein? Konnte er einfach nicht mehr warten? Aber vielleicht hat er einfach geglaubt, dass sie ihn am Ende ja doch nicht herauslassen würden. Und ist ausgebrochen. Ein allerletztes Mal.
Er wehrte sich gegen jeden Zwang und wurde zum Verbrecher: Theo Berger, der Al Capone aus dem Donaumoos, ist tot
Letzter Ausbruch aus dem Leben
Viele Mörder kommen nach 15 Jahren frei, der Ganove aus der bayerischen Provinz aber büßte 36 Jahre - ein besonderer Fall für die Justiz
Von Joachim Käppner
München, 23. November - Wenn ein Mensch 36 Jahre hinter Gittern verbringt, wird er sich in dieser endlos erscheinenden Zeit oft gefragt haben: Gab es nicht irgendwann die Möglichkeit, einen ganz anderen Weg zu gehen als den der Gewalt und alles dessen, was ihr folgte? Alles anders zu machen, wenn man nur noch einmal die Chance hätte, dem "stürmischen Bedürfnis zu folgen", wie Robert Musil in Der Mann ohne Eigenschaften schrieb, "zurückzukehren zu
einem Punkt, der vor der falschen Abzweigung liegt". Das Verstörende am Leben des Theo Berger ist, dass sich ein solcher Punkt gar nicht erkennen lässt, so weit man auch zurückgeht. Man wird ihn nicht mehr danach fragen können. Am Freitagabend wurde bekannt, dass sich Theo Maximilian Berger, vor 30 Jahren als "König der Ausbrecher", als "der schöne Theo" und "Al Capone vom Donaumoos" einer der meistgesuchten Verbrecher der Republik, in der Straubinger Justizvollzugsanstalt erhängt hat.
Diebstähle, Banküberfälle, schwerer Raub, verletzte Polizeibeamte - die zahlreichen Taten Bergers und seiner Komplizen waren ein Schock für die bayerische Provinz der Sechzigerjahre, die melancholische Landschaft des Donaumoos zwischen Ingolstadt und Augsburg. Freilich war Berger nicht nru ein Gewalttäter, sondern auch ein Mann mit faszinierenden Seiten, und das nicht nur, weil er Bayerns Justiz durch drei spektakuläre Fluchten aufs Äußerste rovozierte (einmal sägte er tatsächlich die Gitterstäbe durch).
Der junge Berger galt im Donaumoos als "ein wilder Hund", worin eine gewisse Anerkennung mitschwang; er war respektlos vor Autoritäten und provozierte die Fahnder, indem er vor Polizeiwachen parkte. Er war auf seine raue Art von blendendem Aussehen, ein Frauenschwarm und Rebell für eine Sache, die
ihm selbst nicht recht klar war, wie auch seine Familie meint; er wusste nur, wogegen er kämpfte: Zwang. Gegen Zwang jeder Art, gegen alle Versuche, ihn zu brechen.
Neun Söhne eines BauernBesieht man sich diesen Lebenslauf, aus dessen Niedergang es kein Entrinnen gab, gibt er manchen Anlass zum Nachdenken über die heute so beliebte Klage, ein verständnishuberndes Jugendstrafrecht übe falsche Milde. Theo Berger wurde 1941 als zweitältester Sohn einer wenig begüterten Bauernfamilie aus Ludwigsmoos geboren, er hatte acht Brüder einer von ihnen wurde später von der Polizei erschossen. Die Jungs genossen keinen guten Ruf. In der Schule,
in der Kirche setzte es Prügel, die andere hinnehmen mochten, aber Theo nicht. Als der Dorfpfarrer mit dem Zollstock zuschlug, weil der Junge nicht recht singen wollte, schlug Theo hart zurück. Kaum volljährig, ging er für Bagatellen drei Jahre in Haft, die Strafe sollte, wie damals üblich, den Willen des jugendlichen Delinquenten brechen. Es war der Beginn einer kriminellen Karriere.
36 Jahre. Die meisten Mörder kommen nach 15 Jahren frei oder vielleicht nach 20, aber eben doch irgendwann; nur wenige Häftlinge bleiben für immer, und einer von ihnen war Theo Berger, der nie einen Menschen getötet hatte. Im März 1969 fehlte nicht viel. Da flüchtete Berger durch das verschneite Donaumoos, als ihn unweit seines Elternhauses eine Streife stellte. Berger
feuerte zweimal mit einem Colt, ein Beamter ging verletzt zu Boden. 1980 schrieb Berger sein Leben auf, daraus wurde das Buch "Ausbruch", in dem widerscheint, dass diese eisige Nacht für ihn in der Erinnerung etwas anderes war als der kaltherzige Versuch eines Gewohnheitsverbrechers, sich den Fluchtweg freizuschießen: "Die Bullen verfolgten mich seit Jahren mit geradezu unheimlichen Hass. Und nun lag da einer der ihren im Schnee."
Reue liest man da schwerlich heraus, sondern die Gedanken eines Mannes, der sich noch zu wehren glaubte oder dies glauben wollte, als er längst ein Schwerverbrecher war. Im Gefängnis kämpfte er weiter; plagte die Justiz mit Eingaben, höhnischen Briefen und Bezichtigungen. Und doch blieb all dies Aufbegehren vergeblich, es verhallte ungehört wie die Schreie eines mittelalterlichen Gefangenen in seinem Burgverließ.
Die Justizanstalt und ihre Vorgesetzten in Bayerns Justizministerium sahen Renitenz, wo sie Demut und Einsicht hätten spüren wollen. Notfalls, erklärte ein hoher Beamter des Ministeriums 1986, müsse Berger "im Gefängnis sterben". Die Behörden behandelten noch den alten und an Leukämie schwer erkrankten Berger, als hätten sie den Paten des Medellin-Kartells inhaftiert. In Kliniken wurde er in Fesseln vorgeführt; als vergangenes Jahr seine Frau starb, brachten ihn gleich drei Polizeibeamte zur Beerdigung und nahmen ihn nachher sofort wieder mit, nicht einmal einen Kaffee durfte er
mit der Familie noch trinken. "Die wollen mich tot sehen", schrieb er über Bayerns Justiz bald danach in einem Brief an die Süddeutsche Zeitung, "die haben mich in stillem Einvernehmen zum Tode verurteilt, obwohl die Todesstrafe 1949 abgeschafft wurde." Ein Antwortbrief wurde, wie er mitteilte, beschlagnahmt. Versuche, mit oder auch nur über Berger zu sprechen, wimmelten Gefängnisleitung und Justizministerium rigoros ab.
Der einsame Gefangene in Straubing wirkte in diesen Zeiten der
globalisierten organisierten Kriminalität wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, von der Gegenwart fast so weit entfernt wie die Mären von den rebellischen Räubern Schinderhannes, Jennerwein oder Kneißl, mit denen ihn manche arg romantisierende Darstellung verglich. Wie sie war er der Heimat stark verbunden.
Das Gefängnis und das Moos: Für ihn gab es nur diese beiden Orte. Das ist auch der Grund, warum Theo Berger ein großes Talent zum Ausbrechen hatte, aber nur ein kleines Talent zum Draußenbleiben. Einer wie er setzte sich nicht nach Rio ab. Er blieb bei seinen Kumpeln, seiner Familie, seinen Freundinnen; die Fahnder suchten meist nicht lange. Er sagte einmal: "Wenn ich im Gefängnis bin, träume ich vom Donaumoos; und wenn ich dort bin, vom Gefängnis."
Die vergangenen 16 Jahre hat er wieder vom Moos geträumt, davon, draußen zu sein und daheim. In Rilkes Gedicht vom Panther im Jardin des Plantes ist es dem gefangenen Raubtier, "als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt". Für Theo Berger wäre der genügsame Hospitalismus des Gefängnislebens fast noch tröstlich gewesen. Die tausend Stäbe sah er
täglich, aber er ersehnte auch die Welt dahinter, die ihm verschlossen war, seit ihn 1987 das Schwurgericht München I zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilte. Da hatte er seine größte Chance verpasst, zurückzukehren zu einem Punkt vor einer der vielen falschen Abzweigungen: 1985 wurde die Haftstrafe wegen seiner Krankheit ausgesetzt, doch er fiel, depressiv und vielleicht unter Einfluss der Medikamente, in sein altes Leben zurück. Berger überfiel eine Bank und wurde nach einer Schießerei mit der Polizei festgenommen, zusammen mit einem Komplizen.
Seither saß er wieder ein, all diese Jahre. Der Staat statuierte an Berger nun ein furchtbares Exempel, das dem Geist der Zeit nach Strafen und Wegschließen entsprach. In Berger brannte weiterhin der Wunsch zum Ausbruch. Nicht zu einem - weiteren - wirklichen Ausbruch, dazu waren seine Kräfte zu schwach und die Sicherheitsvorkehrungen in Straubing zu scharf. Sondern zum Ausbruch aus seinem bisherigen Leben. Einer, der ihn aus der Haft kannte, sagte kurz vor Bergers Tod: "Der Theo ist in seinen späten Jahren ein anderer geworden. Der würde keinem mehr was tun. Er ist jetzt ruhiger, er weiß, dass seine Tage gezählt sind."
Seine Tochter wartete
Für die letzten Tage oder Jahre war schon ein Platz am Tisch reserviert. Es gab ein Haus, das auf ihn wartete. Jahrelang hat seine Tochter Michaela darum gekämpft, ihn heimholen zu dürfen. Michaelas Familie wollte genau das bieten, was die Justiz bei Berger zu vermissen vorgab: eine positive Prognose. Sie hat ihren Vater über all die Jahre besucht, sich ihm fast jede Woche gegenübergesetzt an einem der eng aufgereihten Tische im Besucherraum der Vollzugsanstalt, hat mit ihm über sein und ihr Leben gesprochen und alles, was noch werden könnte; dass er jahrzehntelang nicht nur vor der Polizei geflohen ist, sondern auch vor der Verantwortung für sein Leben und das derer, die ihn liebten. Und sie hat ihren Vater geliebt, in dem Gefürchteten jemanden gesehen, "der eigentlich kein brutaler Mensch war". Einmal sagte er ihr, er sei stolz auf seine Enkel und froh, "dass sie nicht geworden sind wie ich".
Zuletzt war viel in Bewegung geraten; es gab neue Köpfe im Justizapparat und so etwas wie späte Milde. Aus humanitären Erwägungen wurde ein Tag "Ausführung" geplant, den Berger bei der Familie seiner Tochter verbringen könne; ein Test auf weitere Lockerungen. Eine knappe Woche vor seinem Tod erzählte Michaela ihm davon: "Ich habe mich so gefreut", sagt sie.
Wie so vieles im Leben Theo Bergers bleibt auch sein Motiv ein Rätsel, ausgerechnet in dem Moment aus diesem Leben zu gehen, als die Mauern der Zwänge zu bröckeln begannen. Vielleicht hat ihn, nach so vielen Jahren, doch noch die Dunkelheit erreicht, hatten Schwermut, Krankheit und Medikamente seinen Kampfeswillen gebrochen. Man wird es nicht wissen. War es sogar die Angst, der Freiheit nicht gewachsen zu sein? Konnte er einfach nicht mehr warten? Aber vielleicht hat er einfach geglaubt, dass sie ihn am Ende ja doch nicht herauslassen würden. Und ist ausgebrochen. Ein allerletztes Mal.
contributor - am Dienstag, 17. Februar 2004, 00:13 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Ausbrecherkönig Theo Berger nahm sich im Knast das Leben
Franz Dobler schrieb in der Jungen Welt, 26.11.2003 eine Würdigung seines Lebens: DIE LETZTE FLUCHT: Theo Berger, der "Al Capone vom Donaumoos", hat sein Leben beendet
Die Dinge aus seiner Sicht hat er dargestellt in einem 1989 als gebundene Ausgabe im AV-Verlag, Augsburg erschienenen autobiographischen Buch:
Theo Berger: Ausbruch. Erinnerungen des 'Al Capone vom Donaumoos'.
Ebenfalls die Dinge aus seiner Sicht beschreibt der Dokumentarfilm
Der Al Capone vom Donaumoos, an dem er selbst mitgewirkt hat:
Theo Bergers Leben "jenseits des Gesetzes" aus Blick des Donaukuriers:
62 Jahre wurde er alt, 36 Jahre davon musste er im Gefängnis verbringen. Ein Monster? Ein moderner Matthias Kneissl? Einer,
der sich nichts gefallen lässt, der sich gegen jeden Zwang, gegen sämtlich Autoritäten zur Wehr setzt? (25.11.2003)
Mit Unfällen und Raufereien fing alles an Ludwigsmoos. Im April 1961, gerade einmal 20 Jahre alt, saß das zweite von sieben Kindern der Familie Berger aus Ludwigsmoos das erste Mal ein. Drei Jahre Jugendstrafe nach mehreren Unfällen und Raufereien.
Am 29. März 1963 wurden Theo Berger zwar die letzten zehn Monate auf Bewährung erlassen · sehr viel Zeit in Freiheit sollte er in den
nächsten rund 40 Jahre seines Lebens aber nicht haben.(25.11.2003)
Die letzte Flucht endete auf der Donaubrücke Ingolstadt.
Am Ende seiner letzten spektakulären Flucht im September 1983 wirkte der Ausbrecherkönig müde: Als an der südlichen Auffahrt zur alten Donaubrücke in Ingolstadt die Handschellen klickten, fanden sich in der blauen Jacke Hausschlüssel, Nagelzwicker und ein Taschentuch · eine Pistole hatte Theo Berger nicht bei sich, nicht einmal einen Geldbeutel. Den hatte er gerade in einer Telefonzelle
vergessen. "Ich hätt´ mich in der nächsten Zeit selbst gestellt. Aber
dass ihr so früh kommts?" sagte er nur. Fast schon resigniert. (25.11.2003)
Wo Polizisten im Straßengraben auf der Lauer lagen
Gegen Mittag im Stehcafé von Ludwigsmoos. Josef Karl (65) nippt an seiner Tasse. "Freilich hab´ ich den Theo Berger gekannt. Sogar recht gut." Er erinnert sich noch ziemlich genau. Damals, in Schrobenhausen, da habe er einmal Ärger gehabt in einer Kneipe. "Ich hab´ nur den Namen Theo erwähnt, und schon war Ruhe."
So sei er gewesen, der Theo. "Wenn du in Schwierigkeiten gewesen wärst, hätte er dir immer geholfen." (25.11.2003)
Theo Berger als "kommunistischer Bankräuber" in illustrer Gesellschaft im Impressum der
Agit 883 als Redaktionskollektivmitglied
Untertitel: Zeitschrift für Agitation und sozialistische Praxis (ab
Nr.13 im Impressum); Flugschrift für Agitation und sozialistische Praxis (ab Nr.37-51 im Impressum); Kampfblatt der kommunistischen Rebellen (Nr.63-65); Revolutionäre Aktion (ab Nr.84); Nr.65:
"Redaktionskollektiv 883: Fritz Teufel, Renate Sami, Andreas
Baader, Ulli Fischer, Heinz Brodemann, Gerd Mehrer, Ulrike Meinhof,
Michael Baumann, Horst Mahler, Theo Berger, Günther Maschke, Hans Holzbauer, Gudrun Ensslin, Siegfried Hecker und alle Verfolgten und Inhaftierten des Pigregimes"
Franz Dobler schrieb in der Jungen Welt, 26.11.2003 eine Würdigung seines Lebens: DIE LETZTE FLUCHT: Theo Berger, der "Al Capone vom Donaumoos", hat sein Leben beendet
Die Dinge aus seiner Sicht hat er dargestellt in einem 1989 als gebundene Ausgabe im AV-Verlag, Augsburg erschienenen autobiographischen Buch: Theo Berger: Ausbruch. Erinnerungen des 'Al Capone vom Donaumoos'.
Ebenfalls die Dinge aus seiner Sicht beschreibt der Dokumentarfilm
Der Al Capone vom Donaumoos, an dem er selbst mitgewirkt hat:
- L (Land) BR Deutschland, J (Jahr) 1986, Dokumentarfilm, P (Produktionsfirma) Oliver Herbrich Filmprod., Länge: 59 Minuten, FSK: , Erstaufführung: 1986, Pd (Produzent) Oliver Herbrich, R (Regie) Oliver Herbrich, B (Drehbuch) Oliver Herbrich, Theo Berger,
K (Kamera) Ludolph Weyer, S (Schnitt) Romy Schumann,
Theo Bergers Leben "jenseits des Gesetzes" aus Blick des Donaukuriers:
62 Jahre wurde er alt, 36 Jahre davon musste er im Gefängnis verbringen. Ein Monster? Ein moderner Matthias Kneissl? Einer,
der sich nichts gefallen lässt, der sich gegen jeden Zwang, gegen sämtlich Autoritäten zur Wehr setzt? (25.11.2003)
Mit Unfällen und Raufereien fing alles an Ludwigsmoos. Im April 1961, gerade einmal 20 Jahre alt, saß das zweite von sieben Kindern der Familie Berger aus Ludwigsmoos das erste Mal ein. Drei Jahre Jugendstrafe nach mehreren Unfällen und Raufereien.
Am 29. März 1963 wurden Theo Berger zwar die letzten zehn Monate auf Bewährung erlassen · sehr viel Zeit in Freiheit sollte er in den
nächsten rund 40 Jahre seines Lebens aber nicht haben.(25.11.2003)
Die letzte Flucht endete auf der Donaubrücke Ingolstadt.
Am Ende seiner letzten spektakulären Flucht im September 1983 wirkte der Ausbrecherkönig müde: Als an der südlichen Auffahrt zur alten Donaubrücke in Ingolstadt die Handschellen klickten, fanden sich in der blauen Jacke Hausschlüssel, Nagelzwicker und ein Taschentuch · eine Pistole hatte Theo Berger nicht bei sich, nicht einmal einen Geldbeutel. Den hatte er gerade in einer Telefonzelle
vergessen. "Ich hätt´ mich in der nächsten Zeit selbst gestellt. Aber
dass ihr so früh kommts?" sagte er nur. Fast schon resigniert. (25.11.2003)
Wo Polizisten im Straßengraben auf der Lauer lagen
Gegen Mittag im Stehcafé von Ludwigsmoos. Josef Karl (65) nippt an seiner Tasse. "Freilich hab´ ich den Theo Berger gekannt. Sogar recht gut." Er erinnert sich noch ziemlich genau. Damals, in Schrobenhausen, da habe er einmal Ärger gehabt in einer Kneipe. "Ich hab´ nur den Namen Theo erwähnt, und schon war Ruhe."
So sei er gewesen, der Theo. "Wenn du in Schwierigkeiten gewesen wärst, hätte er dir immer geholfen." (25.11.2003)
Theo Berger als "kommunistischer Bankräuber" in illustrer Gesellschaft im Impressum der
Agit 883 als Redaktionskollektivmitglied
Untertitel: Zeitschrift für Agitation und sozialistische Praxis (ab
Nr.13 im Impressum); Flugschrift für Agitation und sozialistische Praxis (ab Nr.37-51 im Impressum); Kampfblatt der kommunistischen Rebellen (Nr.63-65); Revolutionäre Aktion (ab Nr.84); Nr.65:
"Redaktionskollektiv 883: Fritz Teufel, Renate Sami, Andreas
Baader, Ulli Fischer, Heinz Brodemann, Gerd Mehrer, Ulrike Meinhof,
Michael Baumann, Horst Mahler, Theo Berger, Günther Maschke, Hans Holzbauer, Gudrun Ensslin, Siegfried Hecker und alle Verfolgten und Inhaftierten des Pigregimes"
vabanque - am Donnerstag, 12. Februar 2004, 09:11 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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This here's Miss Bonnie Parker. I'm Clyde Barrow...We rob banks.
„Bank robbing is the only available way to deal with society and still have fun.“ – nach: Bonnie and Clyde. In: Rolling Stone, Nr. 3, 14. Dezember 1967, S. 17.
Auf 3sat
Mittwoch, 18. Februar 2004, 22.25 Uhr
Bonnie und Clyde
Texas, 1931: Während der großen Depression lernt der junge Gelegenheitsdieb Clyde Barrow in einer Kleinstadt die hübsche Kellnerin Bonnie Parker kennen. Bonnie ist von Clydes draufgängerischem Wesen sofort beeindruckt, umso mehr, als Clyde spontan einen Laden überfällt, nur um der jungen Frau zu imponieren. Um dem langweiligen Leben zu entfliehen, brennt Bonnie mit ihm durch. Die beiden haben nichts als ihr Vergnügen im Sinn und leben ohne Rücksicht auf die Konsequenzen ihres Tuns. Sie fahren in gestohlenen Autos, überfallen nach Lust und Laune Banken - und kommen dabei zunächst wie durch ein Wunder immer ungeschoren davon, was ihnen sogar einen gewissen Ruhm und die Anerkennung der armen Farmer verschafft.

Weiterlesen mit weiteren Links zu Arthur Penn, Warren Beatty und Faye Dunaway
"Regisseur Arthur Penn entwickelte seine Außenseiter-Ballade zum Spiegelbild amerikanischen Bewusstseins in den 60er Jahren. Nostalgisch beschwor er in seinem ersten erfolgreichen Film den Mythos des 'guten Gangsters' und kritisierte ihn gleichzeitig."
Der Film
Bonnie und Clyde (Bonnie and Clyde)
Regie: Arthur Penn; Produzent: Warren Beatty; Kamera: Burnett Guffrey; Drehbuch: David Newman & Robert Benton; Darsteller: Warren Beatty (Clyde Barrow), Faye Dunaway (Bonnie Parker), Michael J. Pollard (C.W. Moss), Gene Hackman (Buck Barrow), Estelle Parsons (Blanche), Gene Wilder (Eugene Grizzard) u.a.
USA 1967, Länge: 111 Min., FSK: ab 16 Jahren.
Auszeichnungen: Oscar 1967, Beste Nebendarstellerin: Estelle Parsons, Beste Kameraführung: Burnett Guffrey
"Als 'Bonnie und Clyde' geschnitten war, zeigten wir ihn Jack Warner, dem Chef von Warner Brothers", erinnert sich Penn. "Der hat den Film absolut gehasst. Am Ende der Vorführung sagte er mir: Was soll ich mit diesem Stück Scheiße bloß machen." Der Film "Bonnie und Clyde" wird zur Ikone des Anti-Establishment: sexy, cool, anarchisch. "Am liebsten hätte das Studio den Film weggeschmissen", sagt Penn. "Halbherzig haben sie ihn dann aber doch an irgendwelche Kinos gegeben und siehe da, die jungen Leute wollten diesen Film sehen. Sie sprangen auf etwas an, was dem Studio selbst völlig verborgen geblieben war."
(aus: Schichtwechsel in der Traumfabrik: Die Kinorevolution der 70er Jahre in New Hollywood)
Und weitere Links
„Bank robbing is the only available way to deal with society and still have fun.“ – nach: Bonnie and Clyde. In: Rolling Stone, Nr. 3, 14. Dezember 1967, S. 17.
Auf 3sat
Mittwoch, 18. Februar 2004, 22.25 Uhr
Bonnie und Clyde
Texas, 1931: Während der großen Depression lernt der junge Gelegenheitsdieb Clyde Barrow in einer Kleinstadt die hübsche Kellnerin Bonnie Parker kennen. Bonnie ist von Clydes draufgängerischem Wesen sofort beeindruckt, umso mehr, als Clyde spontan einen Laden überfällt, nur um der jungen Frau zu imponieren. Um dem langweiligen Leben zu entfliehen, brennt Bonnie mit ihm durch. Die beiden haben nichts als ihr Vergnügen im Sinn und leben ohne Rücksicht auf die Konsequenzen ihres Tuns. Sie fahren in gestohlenen Autos, überfallen nach Lust und Laune Banken - und kommen dabei zunächst wie durch ein Wunder immer ungeschoren davon, was ihnen sogar einen gewissen Ruhm und die Anerkennung der armen Farmer verschafft.

Weiterlesen mit weiteren Links zu Arthur Penn, Warren Beatty und Faye Dunaway
"Regisseur Arthur Penn entwickelte seine Außenseiter-Ballade zum Spiegelbild amerikanischen Bewusstseins in den 60er Jahren. Nostalgisch beschwor er in seinem ersten erfolgreichen Film den Mythos des 'guten Gangsters' und kritisierte ihn gleichzeitig."
Der Film
Bonnie und Clyde (Bonnie and Clyde)
Regie: Arthur Penn; Produzent: Warren Beatty; Kamera: Burnett Guffrey; Drehbuch: David Newman & Robert Benton; Darsteller: Warren Beatty (Clyde Barrow), Faye Dunaway (Bonnie Parker), Michael J. Pollard (C.W. Moss), Gene Hackman (Buck Barrow), Estelle Parsons (Blanche), Gene Wilder (Eugene Grizzard) u.a.
USA 1967, Länge: 111 Min., FSK: ab 16 Jahren.
Auszeichnungen: Oscar 1967, Beste Nebendarstellerin: Estelle Parsons, Beste Kameraführung: Burnett Guffrey
"Als 'Bonnie und Clyde' geschnitten war, zeigten wir ihn Jack Warner, dem Chef von Warner Brothers", erinnert sich Penn. "Der hat den Film absolut gehasst. Am Ende der Vorführung sagte er mir: Was soll ich mit diesem Stück Scheiße bloß machen." Der Film "Bonnie und Clyde" wird zur Ikone des Anti-Establishment: sexy, cool, anarchisch. "Am liebsten hätte das Studio den Film weggeschmissen", sagt Penn. "Halbherzig haben sie ihn dann aber doch an irgendwelche Kinos gegeben und siehe da, die jungen Leute wollten diesen Film sehen. Sie sprangen auf etwas an, was dem Studio selbst völlig verborgen geblieben war."
(aus: Schichtwechsel in der Traumfabrik: Die Kinorevolution der 70er Jahre in New Hollywood)
Und weitere Links
- Top 100 "greatest films.org":
Tim Dirks über Bonnie and Clyde (in english) - Schöne Photos eingangs dieser englischsprachigen Website, bei der unklar ist, ob sie den Mythos fortschreibt oder dekonstruiert?
- The Story of Bonnie and Clyde/ By Paul Rosa
You've read the story of Jesse James,
of how he lived and died.
If you're still in the need
of something to read,
here's the story of Bonnie and Clyde. - Bonnie and Clyde - the notorious Barrow gang
- Nochmals zur Rezeptionsgeschichte des Films
- Die Alligatorpapiere bringen außerdem jede Menge Krimi-Wissen
- Etwa Dieter Wunderlich ("Ich schreibe nicht nur selbst Bücher, sondern ich lese auch viel und schaue mir häufig Filme an")
- aber auch horizonterweiternd bei Lars Klein
contributor - am Mittwoch, 11. Februar 2004, 21:19 - Rubrik: Bankraub in Film und Fernsehen
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Plättners Verlag veröffentlicht eine kommentierte Neuausgabe
Karl Plättner: Propaganda der Tat! Der organisierte rote Schrecken! Kommunistische Paradearmeen oder organisierter Bandenkampf im Bürgerkrieg.
Die Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA verzeichnet:
Plättner, Karl
Die soziale Revolution. - Reprint der 1919 in Magdeburg-Werder unter dem Titel "Das Fundament und die Organisierung der sozialen Revolution" veröfftl. Originalausgabe. - Berlin (W.): Karin Kramer Verlag, 1973. - VIII u. 42 S.
Karl Plättner: Propaganda der Tat! Der organisierte rote Schrecken! Kommunistische Paradearmeen oder organisierter Bandenkampf im Bürgerkrieg.
Die Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA verzeichnet:
Plättner, Karl
Die soziale Revolution. - Reprint der 1919 in Magdeburg-Werder unter dem Titel "Das Fundament und die Organisierung der sozialen Revolution" veröfftl. Originalausgabe. - Berlin (W.): Karin Kramer Verlag, 1973. - VIII u. 42 S.
vabanque - am Mittwoch, 11. Februar 2004, 10:42 - Rubrik: Politischer Bankraub
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Die Biographie
Volker Ullrich, Der ruhelose Rebell. Karl Plättner 1893-1945. Eine Biographie, C. H. Beck Verlag, München 2000, 266 S., geb., 21,50 EUR.
Rezensionen
Volker Ullrich, Der ruhelose Rebell. Karl Plättner 1893-1945. Eine Biographie, C. H. Beck Verlag, München 2000, 266 S., geb., 21,50 EUR.
Rezensionen
- Archiv für Sozialgeschichte online, 19.06.02 von Karl Heinrich Pohl:
"Eine geradezu konsequente Folge der (mit)bedingten weiteren Radikalisierung war, dass Plättner – nach dem Zwischenspiel vom März 1921 – dann zum mitteldeutschen Bandenführer avancierte, um auf diese Weise sein Ziel, die "individuelle Expropriation der Expropriateure" mit Gewalt zu verwirklichen. Den Höhepunkt seiner Aktivitäten stellte schließlich die Verwirklichung der "Propaganda der Tat" durch die "Enteignungsaktionen" (d. h. spektakuläre Raubüberfälle) seiner Bande dar, die ihn nicht nur aus allen parteipolitischen Bindungen herauslöste, sondern auch zu einem reichsbekannten und -gesuchten "Verbrecher" machte, der seine Tätigkeit schließlich mit einer langjährigen Zuchthausstrafe bezahlen musste." - Zusammenfassungen der Besprechungen in der FR, FAZ und NZZ im Perlentaucher
- NZZ, 17. Oktober 2000
Urs Hafner über "Organisierter Bandenkampf - Volker Ullrich erzählt das Leben des Rebellen Karl Plättner" - SWR2 Buch-Tipp am Montag, 16. Oktober 2000, 16.55 bis 17.00 Uhr, SWR2 Rezension von Partick Horst)
"West- wie ostdeutsche Geschichtsschreiber haben nach 1945 Karl Plättner aus ihren Annalen getilgt. Nur ganz wenige Eingeweihte wissen heute überhaupt noch, dass es ihn und den damals noch berühmteren Max Hoelz, den „Räuberhauptmann aus dem Vogtland“, einmal gab. Und nur wenige mehr wissen um den mitteldeutschen Aufstand und die Tatsache, dass noch bis zu diesem turbulenten Jahr 1921 die Möglichkeit einer kommunistischen Revolution in Deutschland durchaus auf der politischen Tagesordnung stand."

vabanque - am Mittwoch, 11. Februar 2004, 10:24 - Rubrik: Politischer Bankraub
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Linksradikaler Bankräuber der frühen 20er Jahren
Im Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit (AGWA), Heft 17, 2003 wird nun auch einer der ersten politischen Bankräuber gewürdigt. Vgl. a. die Biographie des Hamburger Historikers Volker Ullrich (Der ruhelose Rebell. Karl Plättner 1893 – 1945. Eine Biographie).
Zu diesem Heft heißt es in der Einleitung:
"Der Bürgerschreck ist des Bürgers liebstes Kind; seiner bedarf er, um zu sich selbst zu kommen und als guten Grund dafür, jene ökonomische und ideologische Ordnung aufrecht erhalten und je nach Umständen stabilisieren zu können, in der er seinen fetischistischen Regeln gemäß schalten und walten kann. Den Bürgerschreck gibt es in vielerlei Gestalt: in der des amüsanten und amüsierenden Narren, in der des verlorenen Sohnes - zu den Errungenschaften neuester Zeiten zählt zudem die verlorene Tochter -, der nach den einen oder anderen Eskapaden in die heimatlichen Gefilde zurückkehrt und dort wieder jene teilnahmsvolle Aufnahme findet, derer er sich zukünftig immer wieder aufs neue als würdig erweisen muß, aber auch in der Gestalt desjenigen, der alle Brücken hinter sich abgebrochen hat und infolgedessen zu liquidieren ist, sei es physisch, sei es, indem die Erinnerung an ihn zum Tabu wird - Aufgaben, die je nachdem von den Organen des staatlichen Gewaltmonopols oder den im Dienste des Staates engagierten Ídeologen erledigt werden. Wenn Volker Ullrich in seiner Biographie des linksradikalen Aktivisten Karl Plättner, der in den frühen zwanziger Jahren im Kontext der damaligen sozialrevolutionären
Auseinandersetzungen an führender Stelle an Enteignungsaktionen
beteiligt war, dessen Schrift "Der organisierte rote Schrecken!" aus dem Jahre 1921 als "eins der leidenschaftlichsten, rasendsten Revolutionsmanifeste des 20. Jahrhunderts" bezeichnet, dann darf man daraus zum einen schließen, daß der Autor dieses Manifestes, der seinen Worten Taten vorausgehen und folgen ließ, nicht zu jenen wieder aufgenommenen verlorenen Söhnen zählt und muß sich zum anderen darüber wundern, daß dieses Manifest so gut wie niemandem, nicht einmal den professionellen Historikern oder sonstigen Ideologen des Systems bekannt ist. Dem abzuhelfen dient der von Peter Kuckuk mit einem den historischen und inhaltlichen Kontext erläuternden Vorwort versehene Nachdruck dieser damit aus den Grüften der Archive entlassenen Schrift, die einen Eindruck von den aufs äußerste radikalisierten Auseinandersetzungen in einer Zeit vermittelt, in der Kommunismus nicht nur ein Gespenst, sondern auch ein Kampfruf war."
Im Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit (AGWA), Heft 17, 2003 wird nun auch einer der ersten politischen Bankräuber gewürdigt. Vgl. a. die Biographie des Hamburger Historikers Volker Ullrich (Der ruhelose Rebell. Karl Plättner 1893 – 1945. Eine Biographie).
Zu diesem Heft heißt es in der Einleitung:
"Der Bürgerschreck ist des Bürgers liebstes Kind; seiner bedarf er, um zu sich selbst zu kommen und als guten Grund dafür, jene ökonomische und ideologische Ordnung aufrecht erhalten und je nach Umständen stabilisieren zu können, in der er seinen fetischistischen Regeln gemäß schalten und walten kann. Den Bürgerschreck gibt es in vielerlei Gestalt: in der des amüsanten und amüsierenden Narren, in der des verlorenen Sohnes - zu den Errungenschaften neuester Zeiten zählt zudem die verlorene Tochter -, der nach den einen oder anderen Eskapaden in die heimatlichen Gefilde zurückkehrt und dort wieder jene teilnahmsvolle Aufnahme findet, derer er sich zukünftig immer wieder aufs neue als würdig erweisen muß, aber auch in der Gestalt desjenigen, der alle Brücken hinter sich abgebrochen hat und infolgedessen zu liquidieren ist, sei es physisch, sei es, indem die Erinnerung an ihn zum Tabu wird - Aufgaben, die je nachdem von den Organen des staatlichen Gewaltmonopols oder den im Dienste des Staates engagierten Ídeologen erledigt werden. Wenn Volker Ullrich in seiner Biographie des linksradikalen Aktivisten Karl Plättner, der in den frühen zwanziger Jahren im Kontext der damaligen sozialrevolutionären
Auseinandersetzungen an führender Stelle an Enteignungsaktionen
beteiligt war, dessen Schrift "Der organisierte rote Schrecken!" aus dem Jahre 1921 als "eins der leidenschaftlichsten, rasendsten Revolutionsmanifeste des 20. Jahrhunderts" bezeichnet, dann darf man daraus zum einen schließen, daß der Autor dieses Manifestes, der seinen Worten Taten vorausgehen und folgen ließ, nicht zu jenen wieder aufgenommenen verlorenen Söhnen zählt und muß sich zum anderen darüber wundern, daß dieses Manifest so gut wie niemandem, nicht einmal den professionellen Historikern oder sonstigen Ideologen des Systems bekannt ist. Dem abzuhelfen dient der von Peter Kuckuk mit einem den historischen und inhaltlichen Kontext erläuternden Vorwort versehene Nachdruck dieser damit aus den Grüften der Archive entlassenen Schrift, die einen Eindruck von den aufs äußerste radikalisierten Auseinandersetzungen in einer Zeit vermittelt, in der Kommunismus nicht nur ein Gespenst, sondern auch ein Kampfruf war."
vabanque - am Mittwoch, 11. Februar 2004, 09:59 - Rubrik: Politischer Bankraub
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"Eine entflohene Kuh drang vor drei Tagen in die Schalterhalle eines Bankinstituts in Nienburg an der Weser ein, nutzte den Überraschungseffekt aber weder für einen raschen Banküberfall noch für die Ablage eines größeren Fladens im Karteneingabe-Schlitz des Geldautomatens. Bei soviel Inkonsequenz lauert am Ende doch nur die Schlachthof-Pforte!"
(taz Bremen Nr. 7278 vom 7.2.2004, Seite 26, 116 Zeilen (Kommentar), Ulrich Reineking,)
Laut Hamburger Abendblatt spielte sich die Geschichte in Wunstdorf ab. Die denken aber gar nicht an einen Überfall, sondern nur an eine Hochzeit
(taz Bremen Nr. 7278 vom 7.2.2004, Seite 26, 116 Zeilen (Kommentar), Ulrich Reineking,)
Laut Hamburger Abendblatt spielte sich die Geschichte in Wunstdorf ab. Die denken aber gar nicht an einen Überfall, sondern nur an eine Hochzeit
vabanque - am Montag, 9. Februar 2004, 09:57 - Rubrik: Ueber Banken
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Gefunden bei im ZVAB - Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher (Order Antiquarian Books Online)
"WALSER, Martin, deutscher Schriftsteller, geb. 1927, Friedenspreis d. dt. Buchhandels 1998. Eigenhändiges Manuskript "Zweite Begegnung", nachträglich signiert, über den Bankräuber-Künstler Bernhard Kimmel.
O.O. u. D. (IV. 2000). 7 1/2 Seiten Folio. Mit eigenhändigen Korrekturen und Streichungen. Auf Makulaturpapier. -
<Bestellnr. C317541>
CHF 900,-"
900 Schweizer Fränkli!
Wegen Kimmel oder Walser?
Rede über den berüchtigten "Al Capone von der Pfalz" Bernhard Kimmel, der wegen zahlloser Bankeinbrüche und Tötung eines Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Walser setzt sich für eine Begnadigung des 64jährigen ein, wie auch der vorliegende Text belegt bei dem es sich wohl um die Rede handelt, die Walser am 3. April 2000 anlässlich einer Ausstellungseröffnung Kimmels in Pforzheim hielt. Auf den ersten fünf Seiten beschreibt Walser in einfühlsamer Weise verschiedene ausgestellte Objekte, von deren letztem, "Übermächtig" er zu einem ergreifenden Appell für den gefangenen Künstler überleitet.
"... 'Übermächtig' ... ist auch die Darstellung einer Sehnsucht, der
Sehnsucht nämlich, daß das Übermächtige auch das Schützende sei. Die Entenmutter hat mit ihren zwei Jungen auf dem Leib des Adlers Platz genommen. Die jungen Enten sind auf die Mutter konzentriert, die Mutter ist im strengsten Blickkontakt mit dem übermächtigen Adlerkopf. Weil du mich töten könntest, mußt du mich schützen. Schützen vor dir. Vor deiner Übermacht. Das hat man bisher als Utopie bezeichnet. Ins Deutsche übersetzt heißt das: Schön wär's. Aber schön ist es doch schon, als Plastik, als Ausdruck. Es darf einem dazu einfallen, daß Bernhard Kimmel dieses Schutzbegehren an uns alle richtet. Wir sollten ihn jetzt erleben, wie er jetzt ist. Er hat in seinen friedenssüchtigen Figurationen ausgedrückt, daß er von uns aufgenommen werden möchte. Er liefert sich uns aus. Unserem Verständnis. Vielleicht sogar unserer Teilnahme. Wer sind wir, daß wir sie ihm verweigern dürften! ..."
Da fragt man sich, was schwülstiger ist und wer nun wirklich im Knast war?
Vorschlag zur Güte: Lasst den Kimmel raus! Und sperrt den Walser dafür ein!
Nun zum Geschäftlichen:
"Beiliegend eine signierte Originalphotographie Walsers mit Katze (7, 3 : 9, 5). Versandkostenfreie Lieferung nach Deutschland, Oesterreich und in die Schweiz, lediglich nach Deutschland wird eine anteilige Verzollungsgebühr von CHF 3,- bis max. CHF 10,- berechnet. [SW: Deutsche Literatur / German Literature]
Found in the catalogue: Varia (2545 further titles)
Vendor: Erasmushaus - Haus der Bücher AG [CH-4051 Basel]
Vendor offers free delivery at Surface Mail to G E R M A N Y for order values from EUR 0.00. Price: EUR 584.42
Shipping (surface): EUR 0.00
Total: EUR 584.42"
"WALSER, Martin, deutscher Schriftsteller, geb. 1927, Friedenspreis d. dt. Buchhandels 1998. Eigenhändiges Manuskript "Zweite Begegnung", nachträglich signiert, über den Bankräuber-Künstler Bernhard Kimmel.
O.O. u. D. (IV. 2000). 7 1/2 Seiten Folio. Mit eigenhändigen Korrekturen und Streichungen. Auf Makulaturpapier. -
<Bestellnr. C317541>
CHF 900,-"
900 Schweizer Fränkli!
Wegen Kimmel oder Walser?
Rede über den berüchtigten "Al Capone von der Pfalz" Bernhard Kimmel, der wegen zahlloser Bankeinbrüche und Tötung eines Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Walser setzt sich für eine Begnadigung des 64jährigen ein, wie auch der vorliegende Text belegt bei dem es sich wohl um die Rede handelt, die Walser am 3. April 2000 anlässlich einer Ausstellungseröffnung Kimmels in Pforzheim hielt. Auf den ersten fünf Seiten beschreibt Walser in einfühlsamer Weise verschiedene ausgestellte Objekte, von deren letztem, "Übermächtig" er zu einem ergreifenden Appell für den gefangenen Künstler überleitet.
"... 'Übermächtig' ... ist auch die Darstellung einer Sehnsucht, der
Sehnsucht nämlich, daß das Übermächtige auch das Schützende sei. Die Entenmutter hat mit ihren zwei Jungen auf dem Leib des Adlers Platz genommen. Die jungen Enten sind auf die Mutter konzentriert, die Mutter ist im strengsten Blickkontakt mit dem übermächtigen Adlerkopf. Weil du mich töten könntest, mußt du mich schützen. Schützen vor dir. Vor deiner Übermacht. Das hat man bisher als Utopie bezeichnet. Ins Deutsche übersetzt heißt das: Schön wär's. Aber schön ist es doch schon, als Plastik, als Ausdruck. Es darf einem dazu einfallen, daß Bernhard Kimmel dieses Schutzbegehren an uns alle richtet. Wir sollten ihn jetzt erleben, wie er jetzt ist. Er hat in seinen friedenssüchtigen Figurationen ausgedrückt, daß er von uns aufgenommen werden möchte. Er liefert sich uns aus. Unserem Verständnis. Vielleicht sogar unserer Teilnahme. Wer sind wir, daß wir sie ihm verweigern dürften! ..."
Da fragt man sich, was schwülstiger ist und wer nun wirklich im Knast war?
Vorschlag zur Güte: Lasst den Kimmel raus! Und sperrt den Walser dafür ein!
Nun zum Geschäftlichen:
"Beiliegend eine signierte Originalphotographie Walsers mit Katze (7, 3 : 9, 5). Versandkostenfreie Lieferung nach Deutschland, Oesterreich und in die Schweiz, lediglich nach Deutschland wird eine anteilige Verzollungsgebühr von CHF 3,- bis max. CHF 10,- berechnet. [SW: Deutsche Literatur / German Literature]
Found in the catalogue: Varia (2545 further titles)
Vendor: Erasmushaus - Haus der Bücher AG [CH-4051 Basel]
Vendor offers free delivery at Surface Mail to G E R M A N Y for order values from EUR 0.00. Price: EUR 584.42
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Total: EUR 584.42"
vabanque - am Montag, 9. Februar 2004, 09:49 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Der Mann der aus dem Fenster sprang
Das abenteuerliche Leben des Schriftstellers Ludwig Lugmeier
Ein Radio-Feature des NDR (Sendetermin: 5. Oktober 2003, 11.05 Uhr) schildert das Leben des Ludwig Lugmeier, zwischen Geldrausch, Gefängnis. Einen Mann, den der erfolgreiche Abschluss eines Verbrechens mehr reizte als Reichtum.
Michael Schulte ;-) erzählt die Geschichte eines Mannes, der schon zu Lebzeiten eine Legende geworden ist – wenigstens in „gewissen“ Kreisen. Ein Mann, der als Kind zu stehlen begann, der in früher Jugend erste Erfahrungen im Knast sammelte, der Arbeit beim Zirkus fand – als Bärenkämpfer -, der Geldtransporte überfiel und den seine dauernde Flucht um die ganze Welt führte.
Im Februar 1975 schrieb die gesamte deutsche Presse über ihn. Während seines Prozesses war er aus dem Fenster des Gerichtssaales gesprungen und entkommen. Ludwig Lugmeier lebte in Italien, Mexiko, Brasilien, im Iran, in Afghanistan, auf Island... – und viele Jahre im Gefängnis. Dort liest er Nietzsche und die anderen großen Philosophen und studiert die Werke der Weltliteratur. Er beginnt zu schreiben. Erzählungen und Gedichte werden noch während seiner Haft veröffentlicht.
Der Autor schildert das Leben des Kriminellen zwischen Geldrausch, Gefängnis und dem Gefühl der Leere, das ihn immer befiel, wenn er einen großen Coup gelandet hatte – denn mehr als Reichtum reizte Lugmeier die Vorbereitung und der erfolgreiche Abschluss eines Verbrechens"
Ein Dokumentarfilm über Ludwig Lugmeier
LUGGI Luggi L ist nicht zu fassen
L (Land) Deutschland, J (Jahr) 1995, Dokumentarfilm, P (Produktionsfirma) Viet Fimprod./ZDF, Länge: 74 Minuten, FSK: , Erstaufführung: 10.12.1995 ZDF Pd (Produzent) Hans-Erich Viet, R (Regie) Hans-Erich Viet, B (Drehbuch) Hans-Erich Viet, K (Kamera) Peter van den Reek, S (Schnitt) Mona Bräuer
Franz Doblers
Ode an Luggi Lugmeier, den kommunistischen
Bankräuber, findet sich in "NACHMITTAG EINES REPORTERS"
(Edition Belleville, München).
Bücher & Texte von Ludwig Lugmeier
Lugmeier, Ludwig, Wo der Hund begraben ist. Roman. Basel, Frankfurt: Stroemfeld/Roter Stern 1992. 272 S. Ln m.U.
Klappentext:
"Ein Buch aus dem Geiste Fassbinders - wenn RWF noch lebte, hätte er Ludwig Lugmeiers Roman bewundert und - womöglich verfilmt. Ein erzählerisches Meisterwerk - lakonisch und drängend - das endringliche Memorial für einen, "dem sein Recht nicht ward" (Hölderlin)." Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau
Ludwig Lugmeier: i. Ackerpresse, Berlin 1998. DM 15. Erhältlich im Antiquariat Wiederhold & Mink, Ackerstr. 18.
"Wer kein Bairisch kann, möge sich jemanden suchen, der es kann und der ihm laut aus diesem schönen Büchlein vorliest."
Klink, Vincent /Droste, Wiglaf (Hg.): Häuptling Eigener Herd, Bd. 12: Herbst 2002 128 S.
In diesem Band erzählt Ludwig Lugmeier erzählt von einem Festessen im Knast.
Ludwig Lugmeier über Dimitri Todorov
Und heute?
Das abenteuerliche Leben des Schriftstellers Ludwig Lugmeier
Ein Radio-Feature des NDR (Sendetermin: 5. Oktober 2003, 11.05 Uhr) schildert das Leben des Ludwig Lugmeier, zwischen Geldrausch, Gefängnis. Einen Mann, den der erfolgreiche Abschluss eines Verbrechens mehr reizte als Reichtum.
Michael Schulte ;-) erzählt die Geschichte eines Mannes, der schon zu Lebzeiten eine Legende geworden ist – wenigstens in „gewissen“ Kreisen. Ein Mann, der als Kind zu stehlen begann, der in früher Jugend erste Erfahrungen im Knast sammelte, der Arbeit beim Zirkus fand – als Bärenkämpfer -, der Geldtransporte überfiel und den seine dauernde Flucht um die ganze Welt führte.
Im Februar 1975 schrieb die gesamte deutsche Presse über ihn. Während seines Prozesses war er aus dem Fenster des Gerichtssaales gesprungen und entkommen. Ludwig Lugmeier lebte in Italien, Mexiko, Brasilien, im Iran, in Afghanistan, auf Island... – und viele Jahre im Gefängnis. Dort liest er Nietzsche und die anderen großen Philosophen und studiert die Werke der Weltliteratur. Er beginnt zu schreiben. Erzählungen und Gedichte werden noch während seiner Haft veröffentlicht.
Der Autor schildert das Leben des Kriminellen zwischen Geldrausch, Gefängnis und dem Gefühl der Leere, das ihn immer befiel, wenn er einen großen Coup gelandet hatte – denn mehr als Reichtum reizte Lugmeier die Vorbereitung und der erfolgreiche Abschluss eines Verbrechens"
Ein Dokumentarfilm über Ludwig Lugmeier
LUGGI Luggi L ist nicht zu fassen
L (Land) Deutschland, J (Jahr) 1995, Dokumentarfilm, P (Produktionsfirma) Viet Fimprod./ZDF, Länge: 74 Minuten, FSK: , Erstaufführung: 10.12.1995 ZDF Pd (Produzent) Hans-Erich Viet, R (Regie) Hans-Erich Viet, B (Drehbuch) Hans-Erich Viet, K (Kamera) Peter van den Reek, S (Schnitt) Mona Bräuer
Franz Doblers
Ode an Luggi Lugmeier, den kommunistischen
Bankräuber, findet sich in "NACHMITTAG EINES REPORTERS"
(Edition Belleville, München).
Bücher & Texte von Ludwig Lugmeier
Lugmeier, Ludwig, Wo der Hund begraben ist. Roman. Basel, Frankfurt: Stroemfeld/Roter Stern 1992. 272 S. Ln m.U.
Klappentext:
"Ein Buch aus dem Geiste Fassbinders - wenn RWF noch lebte, hätte er Ludwig Lugmeiers Roman bewundert und - womöglich verfilmt. Ein erzählerisches Meisterwerk - lakonisch und drängend - das endringliche Memorial für einen, "dem sein Recht nicht ward" (Hölderlin)." Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau
Ludwig Lugmeier: i. Ackerpresse, Berlin 1998. DM 15. Erhältlich im Antiquariat Wiederhold & Mink, Ackerstr. 18.
"Wer kein Bairisch kann, möge sich jemanden suchen, der es kann und der ihm laut aus diesem schönen Büchlein vorliest."
Klink, Vincent /Droste, Wiglaf (Hg.): Häuptling Eigener Herd, Bd. 12: Herbst 2002 128 S.
In diesem Band erzählt Ludwig Lugmeier erzählt von einem Festessen im Knast.
Ludwig Lugmeier über Dimitri Todorov
Und heute?
vabanque - am Donnerstag, 5. Februar 2004, 21:16 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Ludwig Lugmeier
bespricht in der Jungen Welt ein Buch über dumme Verbrecher. Lugmeier selbst war ziemlich clever.
Michael Schulte: Krumm gelaufen! Genies, Dilettanten, Versager – Die schönsten mißlungenen Verbrechen. kontrapunkt oesch verlag, Zürich 2003, 279 Seiten, 16,90 Euro.
"Minima Moralia
Gegen Groschenhefte: Michael Schulte sortiert den Trümmerhaufen der idealisierten US-Kriminalgeschichte und bewertet Tat und Täter neu.
In seinem Buch »Krumm gelaufen«, in dem Michael Schulte 22 Kriminalfälle aus den Vereinigten Staaten beschreibt, die sich zwischen 1850 und 1940 zutrugen. Es ist der Zeitraum, in dem die Götter des amerikanischen Olymps noch unter uns wandelten, wobei ihre Wege meist krummer (und leider oft auch blöder) waren, als man uns Kinogängern später glauben machte. Billy the Kid gehört dazu, der ehrgeizig-stumpfe Baby Face Nelson, Alvin Carpis, Public Enemy Number One bis 1936, die Dalton Brothers und manche andere."
Weiter in der Jungen Welt vom 10.1.2004
bespricht in der Jungen Welt ein Buch über dumme Verbrecher. Lugmeier selbst war ziemlich clever.
Michael Schulte: Krumm gelaufen! Genies, Dilettanten, Versager – Die schönsten mißlungenen Verbrechen. kontrapunkt oesch verlag, Zürich 2003, 279 Seiten, 16,90 Euro.
"Minima Moralia
Gegen Groschenhefte: Michael Schulte sortiert den Trümmerhaufen der idealisierten US-Kriminalgeschichte und bewertet Tat und Täter neu.
In seinem Buch »Krumm gelaufen«, in dem Michael Schulte 22 Kriminalfälle aus den Vereinigten Staaten beschreibt, die sich zwischen 1850 und 1940 zutrugen. Es ist der Zeitraum, in dem die Götter des amerikanischen Olymps noch unter uns wandelten, wobei ihre Wege meist krummer (und leider oft auch blöder) waren, als man uns Kinogängern später glauben machte. Billy the Kid gehört dazu, der ehrgeizig-stumpfe Baby Face Nelson, Alvin Carpis, Public Enemy Number One bis 1936, die Dalton Brothers und manche andere."
Weiter in der Jungen Welt vom 10.1.2004
vabanque - am Donnerstag, 5. Februar 2004, 21:08 - Rubrik: Bibliographie der Volkskunde des Bankraubs
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Da freut sich auch die Schweizer Version der BILD-Zeitung
Blick online, 9. Januar 2004
Dem Weihnachtsgruss folgte «Hände hoch!»
"BELGRAD – Als die orthodoxen Geistlichen in der Bank auftauchten, freuten sich die Angestellten über den Besuch. Bis diese unter den wallenden Gewändern ihre Gewehre zückten.
Bis zum traditionellen serbischen Weihnachtsgruss «Christus ist geboren» war die Welt noch in Ordnung und die Popen herzlich willkommen. Gar begeistert sollen die Bankmitarbeiter über die Visite der Geistlichen mit den langen Bärten gewesen sein."
Weiter
Blick online, 9. Januar 2004
Dem Weihnachtsgruss folgte «Hände hoch!»
"BELGRAD – Als die orthodoxen Geistlichen in der Bank auftauchten, freuten sich die Angestellten über den Besuch. Bis diese unter den wallenden Gewändern ihre Gewehre zückten.
Bis zum traditionellen serbischen Weihnachtsgruss «Christus ist geboren» war die Welt noch in Ordnung und die Popen herzlich willkommen. Gar begeistert sollen die Bankmitarbeiter über die Visite der Geistlichen mit den langen Bärten gewesen sein."
Weiter
contributor - am Donnerstag, 5. Februar 2004, 15:08 - Rubrik: Trachtenkunde des Bankraubs
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Stadtmagazin Mönchengladbach/Krefeld Juli 2002
(Da die Besprechung im Online-Dienst verschwunden ist, hier die ganze Rezension)
VABANQUE - Wege der Geldbeschaffung
Herausgegeben von Klaus Schönberger
Normalerweise neigt der Mensch, verdorben durch unsoziale unfreie Marktwirtschaft, dazu, sein Auskommen durch ein Einkommen mittels abhängiger Beschäftigung zu sichern. Dies ist ein leider sehr mühsamer und steiniger Weg der Geldbeschaffung. Manche treten lieber, das Auge in Gips, ein Bein in der Hand vor die mildtätige Sozialkasse, um dort das Arbeitsscheu'sgesindelschrödergeld zu kassieren. Aber ist das nun wirklich alles, was getan werden kann, um zu Kohle zu kommen? Nein! Es gibt da Menschen, die nach Geldquellen forschen, sich die Frage stellen, wo es denn eine größere Ansammlung von Scheinen und Münzen gibt und auch eine Antwort finden...
Ja, es sind die Banken und Sparkassen. Natürlich ist es nur im Traum gestattet, da allerdings völlig legal, einen Bankraub durchzuziehen. In der realen Wirklichkeit ist eine praktische Umsetzung absolut verboten. Das Gesetz ahndet so was mit langanhaltendem Freiheitsentzug. Doch der scheint nicht abschreckend genug zu sein, denn in dem von Klaus Schönberger herausgegebenen Buch finden wir eine wirklich kompetent zusammengestellte Geschichte der allerfeinsten Bankräubereien.
Wer mit viel Gehirnschmalz einen Bankraub plant, erfolgreich durchführt und sich nicht erwischen lässt, der kann zum Volkshelden werden. Allerdings nur, wenn es unblutig zugeht, wie bei John Dillinger, der artig nach dem Filialleiter fragt und diesem die höfliche Mitteilung macht, dass dies ein Überfall und ergo ihm die Barschaft der Bank auszuhändigen sei. Soviel Kaltblütigkeit, Mut und Selbstherrschung wird vom Volk bewundert. Wer dann beim Bankschließfachleeren auch noch Schuldscheine vernichtet, der wird zum Nationalhelden und sozialen Großtäter. Leider, man kann es nicht oft genug erwähnen, hat sich ja für die breite Masse der Bevölkerung die Situation völlig geändert, denn mit Depotgebühren, Kontoführungsgebühren und Kontoüberziehungskrediten rauben die Banken seit längerem ihre Kunden aus.
"VABANQUE Bankraub. Theorie. Praxis. Geschichte", herausgegeben von Klaus Schönberger, Assoziation A Verlag, Berlin/Göttingen 2001, 325 Seiten, DM 34,-
Dieter Braeg
(Da die Besprechung im Online-Dienst verschwunden ist, hier die ganze Rezension)
VABANQUE - Wege der Geldbeschaffung
Herausgegeben von Klaus Schönberger
Normalerweise neigt der Mensch, verdorben durch unsoziale unfreie Marktwirtschaft, dazu, sein Auskommen durch ein Einkommen mittels abhängiger Beschäftigung zu sichern. Dies ist ein leider sehr mühsamer und steiniger Weg der Geldbeschaffung. Manche treten lieber, das Auge in Gips, ein Bein in der Hand vor die mildtätige Sozialkasse, um dort das Arbeitsscheu'sgesindelschrödergeld zu kassieren. Aber ist das nun wirklich alles, was getan werden kann, um zu Kohle zu kommen? Nein! Es gibt da Menschen, die nach Geldquellen forschen, sich die Frage stellen, wo es denn eine größere Ansammlung von Scheinen und Münzen gibt und auch eine Antwort finden...
Ja, es sind die Banken und Sparkassen. Natürlich ist es nur im Traum gestattet, da allerdings völlig legal, einen Bankraub durchzuziehen. In der realen Wirklichkeit ist eine praktische Umsetzung absolut verboten. Das Gesetz ahndet so was mit langanhaltendem Freiheitsentzug. Doch der scheint nicht abschreckend genug zu sein, denn in dem von Klaus Schönberger herausgegebenen Buch finden wir eine wirklich kompetent zusammengestellte Geschichte der allerfeinsten Bankräubereien.
Wer mit viel Gehirnschmalz einen Bankraub plant, erfolgreich durchführt und sich nicht erwischen lässt, der kann zum Volkshelden werden. Allerdings nur, wenn es unblutig zugeht, wie bei John Dillinger, der artig nach dem Filialleiter fragt und diesem die höfliche Mitteilung macht, dass dies ein Überfall und ergo ihm die Barschaft der Bank auszuhändigen sei. Soviel Kaltblütigkeit, Mut und Selbstherrschung wird vom Volk bewundert. Wer dann beim Bankschließfachleeren auch noch Schuldscheine vernichtet, der wird zum Nationalhelden und sozialen Großtäter. Leider, man kann es nicht oft genug erwähnen, hat sich ja für die breite Masse der Bevölkerung die Situation völlig geändert, denn mit Depotgebühren, Kontoführungsgebühren und Kontoüberziehungskrediten rauben die Banken seit längerem ihre Kunden aus.
"VABANQUE Bankraub. Theorie. Praxis. Geschichte", herausgegeben von Klaus Schönberger, Assoziation A Verlag, Berlin/Göttingen 2001, 325 Seiten, DM 34,-
Dieter Braeg
contributor - am Mittwoch, 4. Februar 2004, 09:46 - Rubrik: Vabanque - Das Buch zum Blog
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Anna Mandel fragt nach Hinweisen und Material zu Janosik ("Held der Berge", dem Robin Hood der Karpaten jenseits von ebay und amazon.
vabanque - am Mittwoch, 4. Februar 2004, 08:49 - Rubrik: Edle Raeuber - Robin Hoods
Anna Mandel (hallo Du musst Deine Mitgliedschaft bestätigen, dann kannst Du selbst hier posten):
sucht noch dringend material über jewish mobsters in New York - also mafia (nicht nur auf bankraub beschränkt).
sucht noch dringend material über jewish mobsters in New York - also mafia (nicht nur auf bankraub beschränkt).
vabanque - am Mittwoch, 4. Februar 2004, 08:45 - Rubrik: Jewish Studies
MC Orgelmüller hat ein Lied über den ungarischen Bankräuber Attila Ambrus geschrieben.
Der Eishockey-Torwart Attila Ambrus (32) vom Drittligisten Ujpest Budapest hat bei 20 Bank- und Postüberfällen binnen sechs Jahren (1993 und 1999) umgerechnet rund eine Million Mark erbeutet. Gegenüber der Polizei gab er an, zuvor jeweils in einer Bar um die Ecke ein oder zwei Whisky getrunken zu haben. Inzwischen ist er - wie unvermeidlich - auch Buchautor (»Ich, der Whisky-Räuber«) und gilt als Gentleman-Räuber. Er wurde jüngst erneut verurteilt. Na denn bis zum nächsten Ausbruch, Attila.
Zum MP-3 Download geht es hier entlang
Der Text ist hier nachzulesen
Der Eishockey-Torwart Attila Ambrus (32) vom Drittligisten Ujpest Budapest hat bei 20 Bank- und Postüberfällen binnen sechs Jahren (1993 und 1999) umgerechnet rund eine Million Mark erbeutet. Gegenüber der Polizei gab er an, zuvor jeweils in einer Bar um die Ecke ein oder zwei Whisky getrunken zu haben. Inzwischen ist er - wie unvermeidlich - auch Buchautor (»Ich, der Whisky-Räuber«) und gilt als Gentleman-Räuber. Er wurde jüngst erneut verurteilt. Na denn bis zum nächsten Ausbruch, Attila.
Zum MP-3 Download geht es hier entlang
Der Text ist hier nachzulesen
contributor - am Dienstag, 3. Februar 2004, 09:36 - Rubrik: Populaere Kultur Musik
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Di., 3.2.2004
20.15 Uhr | SAT.1
Drei Frauen, ein Plan und die ganz große Kohle
Ein Programmtip von http://www.fernsehen.ch/
Mal sehen, ob das wirklich so amüsant ist ..., wie das hier behauptet wird:
Das Leben ist hart, mitunter sogar sehr hart. Ramona, Nuray und Irmchen jedenfalls kriegen's richtig dicke. Alle drei haben gerade ihren Job verloren, aber Irmchen hat es besonders schwer erwischt. Sie kehrt, früher als erwartet, aus der frisch geschlossenen Zeche ins traute Eigenheim zurück und ertappt ihren Gatten Freddy in flagranti. Freddy fliegt samt Klamotten aus dem gemeinsamen Haus und bricht sich dabei gleich ein Bein. Nuray ärgert sich weiterhin über Ehemann Atilla, der ausser Machosprüchen wenig drauf hat. Ramona wurde im Supermarkt gekündigt und muss nun zusehen, wie sie ihre kleine Tochter durchfüttert. Alles in allem keine wirklich rosigen Aussichten. Ein Geldtransport-Überfall verändert das Leben der drei Damen ganz entscheidend. Die Täter haben eine Million Euro erbeutet und sind flüchtig. Ramonas Tochter findet bei einem Besuch in Irmchens Haus zufällig einen Lageplan samt zwei Flugtickets nach Kuba. Die Damen zählen eins und eins zusammen – klarer Fall: Freddy ist einer der Räuber, obwohl Irmchen das zunächst noch nicht recht wahrhaben will. Die Freundinnen wittern ihre grosse Chance und machen sich daran, das geraubte Geld selbst aus Zechenschacht 7 zu bergen. Und dann, da sind sie sich einig, geht es statt nach Kuba nach Jamaika. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg - ein ebenso spannendes wie amüsantes Katz-und-Maus-Spiel unter Tage beginnt, bei dem vor allem Nuray die eine oder andere Überraschung erlebt. Denn Freddys Komplize ist kein anderer als ihr Ehemann Atilla.
Regie:
Reinhard Schwabenitzky
Darsteller:
Tina Ruland, Marco Rima, Elfi Eschke
20.15 Uhr | SAT.1
Drei Frauen, ein Plan und die ganz große Kohle
Ein Programmtip von http://www.fernsehen.ch/
Mal sehen, ob das wirklich so amüsant ist ..., wie das hier behauptet wird:
Das Leben ist hart, mitunter sogar sehr hart. Ramona, Nuray und Irmchen jedenfalls kriegen's richtig dicke. Alle drei haben gerade ihren Job verloren, aber Irmchen hat es besonders schwer erwischt. Sie kehrt, früher als erwartet, aus der frisch geschlossenen Zeche ins traute Eigenheim zurück und ertappt ihren Gatten Freddy in flagranti. Freddy fliegt samt Klamotten aus dem gemeinsamen Haus und bricht sich dabei gleich ein Bein. Nuray ärgert sich weiterhin über Ehemann Atilla, der ausser Machosprüchen wenig drauf hat. Ramona wurde im Supermarkt gekündigt und muss nun zusehen, wie sie ihre kleine Tochter durchfüttert. Alles in allem keine wirklich rosigen Aussichten. Ein Geldtransport-Überfall verändert das Leben der drei Damen ganz entscheidend. Die Täter haben eine Million Euro erbeutet und sind flüchtig. Ramonas Tochter findet bei einem Besuch in Irmchens Haus zufällig einen Lageplan samt zwei Flugtickets nach Kuba. Die Damen zählen eins und eins zusammen – klarer Fall: Freddy ist einer der Räuber, obwohl Irmchen das zunächst noch nicht recht wahrhaben will. Die Freundinnen wittern ihre grosse Chance und machen sich daran, das geraubte Geld selbst aus Zechenschacht 7 zu bergen. Und dann, da sind sie sich einig, geht es statt nach Kuba nach Jamaika. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg - ein ebenso spannendes wie amüsantes Katz-und-Maus-Spiel unter Tage beginnt, bei dem vor allem Nuray die eine oder andere Überraschung erlebt. Denn Freddys Komplize ist kein anderer als ihr Ehemann Atilla.
Regie:
Reinhard Schwabenitzky
Darsteller:
Tina Ruland, Marco Rima, Elfi Eschke
contributor - am Montag, 2. Februar 2004, 17:19 - Rubrik: Bankraub in Film und Fernsehen
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"Die Meisterdiebe aus Moabit
Vor 75 Jahren knackten die Brüder Sass den Safe der Diskonto-Gesellschaft am Wittenbergplatz - Ein Berliner Mythos"
"Sie waren die berühmtesten Tresorknacker der deutschen Kriminalgeschichte. Vor 75 Jahren erbeuteten Franz und Erich Sass beim Einbruch in den Tresor der Diskonto-Gesellschaft mindestens 2,5 Millionen Reichsmark. Ein spektakulärer Coup, der mehrfach als Filmvorlage diente und bis heute Rätsel aufgibt. Denn die Beute wurde nie gefunden."
Weiter in
Berliner Morgenpost, 29.1. 2004
Vor 75 Jahren knackten die Brüder Sass den Safe der Diskonto-Gesellschaft am Wittenbergplatz - Ein Berliner Mythos"
"Sie waren die berühmtesten Tresorknacker der deutschen Kriminalgeschichte. Vor 75 Jahren erbeuteten Franz und Erich Sass beim Einbruch in den Tresor der Diskonto-Gesellschaft mindestens 2,5 Millionen Reichsmark. Ein spektakulärer Coup, der mehrfach als Filmvorlage diente und bis heute Rätsel aufgibt. Denn die Beute wurde nie gefunden."
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Berliner Morgenpost, 29.1. 2004
vabanque - am Montag, 2. Februar 2004, 10:05 - Rubrik: Tresore und Schraenker
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20.09.2001
Alles Terroristen ... FPÖ-Hinterbänkler auf der Jagd nach gewaltbereiten Kulturwissenschaftern
Gerald Raunig in Kulturrisse der IG Kultur (Österreich)
"(..) Ähnlich kreativen Überlegungen muss der FP-Kollege im Wiener Gemeinderat ein Jahr später gefolgt sein, der die Untersuchungen des Tübinger Kulturwissenschafters Klaus Schönberger gewaltsam als Beispiele für "Aufrufe zu Gewalt und Gesetzesbruch", ja "zur Zerstörung der Gesellschaft" uminterpretierte. Das von Schönberger herausgegebene und in den Kulturrisen vorgestellte Buch Va Banque. Bankraub, Theorie. Praxis. Geschichte spannt einen facettenreichen Bogen von der politischen Ökonomie des Bankraubs bis hin zu Reflexionen zwischen High und Low Tech, zwischen regionalen Traditionen und populärer Kultur. Als derart amüsant-kurzweiliges Stück Cultural Studies ist es soeben in zweiter Auflage erschienen. Sicher und dezidiert jedoch färbt es Gewalt nicht schön oder versucht dazu anzuleiten, geschweigedenn sie zu verherrlichen oder dazu aufzurufen. Genau das ist aber die Phantasie des FP-Gemeinderats, der dankenswerterweise und unter emotionaler Teilhabe seiner KollegInnen im Wiener Rathaus zu einer extensiven Kulturrisse-Lesung ansetzte."
Alles Terroristen ... FPÖ-Hinterbänkler auf der Jagd nach gewaltbereiten Kulturwissenschaftern
Gerald Raunig in Kulturrisse der IG Kultur (Österreich)
"(..) Ähnlich kreativen Überlegungen muss der FP-Kollege im Wiener Gemeinderat ein Jahr später gefolgt sein, der die Untersuchungen des Tübinger Kulturwissenschafters Klaus Schönberger gewaltsam als Beispiele für "Aufrufe zu Gewalt und Gesetzesbruch", ja "zur Zerstörung der Gesellschaft" uminterpretierte. Das von Schönberger herausgegebene und in den Kulturrisen vorgestellte Buch Va Banque. Bankraub, Theorie. Praxis. Geschichte spannt einen facettenreichen Bogen von der politischen Ökonomie des Bankraubs bis hin zu Reflexionen zwischen High und Low Tech, zwischen regionalen Traditionen und populärer Kultur. Als derart amüsant-kurzweiliges Stück Cultural Studies ist es soeben in zweiter Auflage erschienen. Sicher und dezidiert jedoch färbt es Gewalt nicht schön oder versucht dazu anzuleiten, geschweigedenn sie zu verherrlichen oder dazu aufzurufen. Genau das ist aber die Phantasie des FP-Gemeinderats, der dankenswerterweise und unter emotionaler Teilhabe seiner KollegInnen im Wiener Rathaus zu einer extensiven Kulturrisse-Lesung ansetzte."
vabanque - am Montag, 2. Februar 2004, 09:49 - Rubrik: Vabanque - Das Buch zum Blog
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"Neues Grand Hotel zieht in ehemaliges Bankhaus"
Der Tresorraum wird zum Wellnessbereich mit Schwimmbad, die alte Kassenhalle zum Ballsaal und die früheren Büros der Vorstandsmitglieder werden zu Suiten - aus dem ehemaligen Berliner Haupthaus der Dresdner Bank am Bebelplatz in Mitte wird ein Fünf-Sterne-Hotel mit dem Namen "Grand Hotel de Rome". Gestern wurden die Pläne vorgestellt.
Berliner Zeitung, 30.1.2004
Der Tresorraum wird zum Wellnessbereich mit Schwimmbad, die alte Kassenhalle zum Ballsaal und die früheren Büros der Vorstandsmitglieder werden zu Suiten - aus dem ehemaligen Berliner Haupthaus der Dresdner Bank am Bebelplatz in Mitte wird ein Fünf-Sterne-Hotel mit dem Namen "Grand Hotel de Rome". Gestern wurden die Pläne vorgestellt.
Berliner Zeitung, 30.1.2004
contributor - am Montag, 2. Februar 2004, 09:17 - Rubrik: Hausforschungen
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Kirchner, Lawrence R.: Robbing banks. An American History. 1831-1999.
ISBN: 188511964X
Verlag: Da Capo Press
Auszug aus dem 1. Kapitel
Über den Autor:
L.R. Kirchner served with the U.S. military and then became an investigative journalist with ties to law enforcement agencies. He has also written Triple Crossfire (1993), a history of the famous Union Station Massacre. Currently he is a management consultant living in Kansas City, MO.
ISBN: 188511964X
Verlag: Da Capo Press
Auszug aus dem 1. Kapitel
Über den Autor:
L.R. Kirchner served with the U.S. military and then became an investigative journalist with ties to law enforcement agencies. He has also written Triple Crossfire (1993), a history of the famous Union Station Massacre. Currently he is a management consultant living in Kansas City, MO.
vabanque - am Sonntag, 1. Februar 2004, 12:32 - Rubrik: Bibliographie der Volkskunde des Bankraubs
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Verzweifelung und Gier sind nach Lawrence R. Kirchner die zwei zentralen Gründe für einen Bankraub.
Das ist dann doch etwas zu schlicht, wenn man politische Gründe, Arbeitsverweigerung, Abenteuerlust und ursprüngliche Akkumulation (Business-Gründung) außen vor lässt.
»The whys of bank robbing -- a Kansas City author says greed or desperation is behind most robberies «
(Posted on Wednesday, August 1, 2001)
Das ist dann doch etwas zu schlicht, wenn man politische Gründe, Arbeitsverweigerung, Abenteuerlust und ursprüngliche Akkumulation (Business-Gründung) außen vor lässt.
»The whys of bank robbing -- a Kansas City author says greed or desperation is behind most robberies «
(Posted on Wednesday, August 1, 2001)
vabanque - am Sonntag, 1. Februar 2004, 12:21 - Rubrik: Bankraub-Trends
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The Return of the American Bank Robber
"It conjures up images of eras long gone; of Jesse James and gangsters and getaway cars. But the old-fashioned bank robbery is back. From 1995 to 2001, the number of bank heists rose by 17 percent, according to the FBI. In small towns, bank robberies have risen by over 80 percent.
This hour, a look at the alarming rise in the number of American bank robberies. What is behind the trend and what can be done about it?"
Weiter
In einee Radiosendung von "On Point"
diskutieren:
"On Point is public radio's live evening news program - covering each day's important news developments and conducting conversations with newsmakers and thinkers from all around the world. The live, two-hour program is broadcast from 7-9 p.m. EST in Boston and is broadcast at various times on stations around the country. "
"It conjures up images of eras long gone; of Jesse James and gangsters and getaway cars. But the old-fashioned bank robbery is back. From 1995 to 2001, the number of bank heists rose by 17 percent, according to the FBI. In small towns, bank robberies have risen by over 80 percent.
This hour, a look at the alarming rise in the number of American bank robberies. What is behind the trend and what can be done about it?"
Weiter
In einee Radiosendung von "On Point"
diskutieren:
- William Rehder, retired 33-year veteran Special Agent for the FBI who's been acknowledged as the most experienced bank robbery investigator in the U.S., author of the upcoming book "211 Silent"
- L.R. Kirchner, True Crime writer and author of "Robbing Banks: An American History 1831-1999"
- Bruce Spitzer, Director of Communications for the Massachusetts Bankers Association
"On Point is public radio's live evening news program - covering each day's important news developments and conducting conversations with newsmakers and thinkers from all around the world. The live, two-hour program is broadcast from 7-9 p.m. EST in Boston and is broadcast at various times on stations around the country. "
vabanque - am Sonntag, 1. Februar 2004, 12:00 - Rubrik: Bankraub-Trends
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Quarky - Ein Weblog bei Splinder meint zu "La Rapina in Banca":

venerdì, maggio 16, 2003
UN LIBRO PARTICOLARE
Daraufhin entspannte sich eine kurze Diskussion
venerdì, maggio 16, 2003
UN LIBRO PARTICOLARE
Daraufhin entspannte sich eine kurze Diskussion
vabanque - am Samstag, 31. Januar 2004, 22:31 - Rubrik: La Rapina in Banca (versione italiana)
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La Stampa Web, 20.5.2003
"Ilaria Bussoni di Derive Approdi ricapitola un totale di 3400 euro guadagnati alle 17 di ieri e incolpa la recessione: «La gente ha meno soldi e meno voglia di spendere». Il libro che la ragazza ha venduto di più è un volumetto ilare: «La rapina in banca. Storia, teoria, pratica» di Klaus Schoenberger. La più rubata in tutto il Lingotto, Luciana Littizzetto. Della serie, non ci resta che leggere."
"Ilaria Bussoni di Derive Approdi ricapitola un totale di 3400 euro guadagnati alle 17 di ieri e incolpa la recessione: «La gente ha meno soldi e meno voglia di spendere». Il libro che la ragazza ha venduto di più è un volumetto ilare: «La rapina in banca. Storia, teoria, pratica» di Klaus Schoenberger. La più rubata in tutto il Lingotto, Luciana Littizzetto. Della serie, non ci resta che leggere."
vabanque - am Samstag, 31. Januar 2004, 22:05 - Rubrik: La Rapina in Banca (versione italiana)
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a cura di Klaus SchönbergerLa rapina in banca
Storia. Teoria. Pratica.
pp. 224
E. 14,50
ISBN 88-87423-96-2
vabanque - am Samstag, 31. Januar 2004, 21:54 - Rubrik: La Rapina in Banca (versione italiana)
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Horst FantazziniOrmai è fatta!
pp. 174, € 8
edizioni El Paso / Nautilus
Già alla fine degli anni Sessanta le cronache dei giornali favoleggiavano del rapinatore gentile, che manda fiori alle commesse, segnalandolo come l'ultimo dei romantici, l'anarchico sognatore e vecchio stampo che "non avrebbe fatto male ad una mosca". La costruzione di questo personaggio rassicurante, commovente, familiare, che si direbbe balzato fuori d'un film tv (e che in un film tv ha finito per precipitare) ha finito per creare un abisso di luoghi comuni che paralizzano e ottundono la possibilità di cogliere il senso della vita di Horst Fantazzini. È da queste considerazioni che la ripubblicazione di questo libro ha preso le mosse; per riafferrare la vicenda, lineare ed eloquente, di un uomo che ha voluto essere libero immediatamente, senza attendere che qualcuno lo conducesse o che altri lo seguissero; che, agendo secondo questi criteri, non ha fatto che seguire l'impulso alla libertà e scegliere il proprio destino.
Eine Kurzbiographie und Photos von Horst Fantazzini in jüngeren Jahren ....
vabanque - am Samstag, 31. Januar 2004, 21:41 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Carmilla - letteratura, immaginario e cultura di opposizione
Klaus Schönberger: LA RAPINA IN BANCA
"E’ altamente sconsigliato aggirarsi con questo libro nelle vicinanze di banche e uffici postali, magari assumendo atteggiamenti ambigui… La Rapina in banca – Storia. Teoria. Pratica a cura di Klaus Schoenberger (ed. Derive/Approdi, pp.220, euro 14,50) è un’approfondita antologia di vari autori che analizzano nel corso dei secoli l’evoluzione e la sociologia del fenomeno rapina."
Continua
Recensione di Daniela Bandini - Pubblicato Giugno 17, 2003
Klaus Schönberger: LA RAPINA IN BANCA
"E’ altamente sconsigliato aggirarsi con questo libro nelle vicinanze di banche e uffici postali, magari assumendo atteggiamenti ambigui… La Rapina in banca – Storia. Teoria. Pratica a cura di Klaus Schoenberger (ed. Derive/Approdi, pp.220, euro 14,50) è un’approfondita antologia di vari autori che analizzano nel corso dei secoli l’evoluzione e la sociologia del fenomeno rapina."
Continua
Recensione di Daniela Bandini - Pubblicato Giugno 17, 2003
vabanque - am Samstag, 31. Januar 2004, 21:29 - Rubrik: La Rapina in Banca (versione italiana)
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Klaus Schönberger (Hg.): Va Banque!Bankraub. Theorie. Praxis. Geschichte.
Assoziation A.
2. Aufl. 2001. 325 Sm Abb.
22 cm Einband: Kartoniert/Broschiert
ISBN-Nr. 3935936036
Dieses Buch unternimmt volkskundlich-kulturwissenschaftliche, populärkulturelle, anti-kriminologische, historisch-kritische, literaturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und autobiographische Ausflüge in die faszinierende Welt des Bankraubs.
Zur Website des Buches
vabanque - am Samstag, 31. Januar 2004, 21:17 - Rubrik: Vabanque - Das Buch zum Blog
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