Berliner Morgenpost, 28.2.2004
Bombenattrappe ermöglicht Bankräubern die Flucht
Der Trick zweier Bankräuber hat gestern Morgen die Polizei in der West-City in Atem gehalten. Die bewaffneten Unbekannten hatten Beute in der Reise-Bank am Hardenbergplatz gemacht und bei ihrer Flucht eine Bombenattrappe zurückgelassen. Dieser sah so echt aus, dass die Sprengstoffexperten anrücken mussten - und die Täter in der Zwischenzeit entkamen.
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Bombenattrappe ermöglicht Bankräubern die Flucht
Der Trick zweier Bankräuber hat gestern Morgen die Polizei in der West-City in Atem gehalten. Die bewaffneten Unbekannten hatten Beute in der Reise-Bank am Hardenbergplatz gemacht und bei ihrer Flucht eine Bombenattrappe zurückgelassen. Dieser sah so echt aus, dass die Sprengstoffexperten anrücken mussten - und die Täter in der Zwischenzeit entkamen.
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vabanque - am Samstag, 28. Februar 2004, 14:32 - Rubrik: Bankraub-Trends
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Bei Radio Bremen gibt es eine Radiosendung über René Girier im Rahmen einer Reihe von Sendungen über
Populäre Gauner und Gangster: Robin Hood, Syndikat und Mafia
Der Ein- und Ausbrecherkönig René Girier, genannt ‚La Calle' ("der Krückstock"), gestorben 2000 im Alter von 81 Jahren, war einer der populärsten Gangster Frankreichs. Trotz einer Gehbehinderung, die ihm seinen Spitznamen ‚La Calle' - die Krücke - einbrachte, ist er seinen Häschern immer wieder entkommen. Einmal floh er sogar bei einem Gefangenentransport, indem er ein Loch in den Boden des Gefängniswagens sägte. Aber spektakuläre Ausbrüche wie dieser und seine Raubzüge, bei denen er insgesamt mehr als 10 Millionen Euro erbeutet haben soll, machen nur einen Teil des Ruhmes von René Girier aus. Bekannt, und sogar von der Polizei respektiert, war er vor allem dafür, stets ein echter Gentleman zu sein. Immer perfekt gekleidet, nie gewalttätig und mit druckreifer Ausdrucksweise, war er ein echter Frauenheld. Barbara Schulte über einen charmanten Kriminellen, der sogar an Europas Adelshäusern geschätzt war.
Populäre Gauner und Gangster: Robin Hood, Syndikat und Mafia
Der Ein- und Ausbrecherkönig René Girier, genannt ‚La Calle' ("der Krückstock"), gestorben 2000 im Alter von 81 Jahren, war einer der populärsten Gangster Frankreichs. Trotz einer Gehbehinderung, die ihm seinen Spitznamen ‚La Calle' - die Krücke - einbrachte, ist er seinen Häschern immer wieder entkommen. Einmal floh er sogar bei einem Gefangenentransport, indem er ein Loch in den Boden des Gefängniswagens sägte. Aber spektakuläre Ausbrüche wie dieser und seine Raubzüge, bei denen er insgesamt mehr als 10 Millionen Euro erbeutet haben soll, machen nur einen Teil des Ruhmes von René Girier aus. Bekannt, und sogar von der Polizei respektiert, war er vor allem dafür, stets ein echter Gentleman zu sein. Immer perfekt gekleidet, nie gewalttätig und mit druckreifer Ausdrucksweise, war er ein echter Frauenheld. Barbara Schulte über einen charmanten Kriminellen, der sogar an Europas Adelshäusern geschätzt war.
- Die Radiosendung von Barbara Schulte (2.59 Min) runterladen
- Eine französischsprachige Website De René Girier à René la Canne
L'ennemi public numero 1 et sa légende
vabanque - am Freitag, 27. Februar 2004, 01:50 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Bankraub:
Zur neuen Portraitmalerei
Das HIDDEN MUSEUM in Innsbruck zeigte im Jahr 2000 Gesichter von Bankräubern. Wie die Konstituierung des Subjekts am Beginn der Neuzeit in der Portraitmalerei ihren Ausdruck fand, so konstituiert sich im kalten Auge der Überwachungskamera das neue Subjekt.
Zur neuen Portraitmalerei
Das HIDDEN MUSEUM in Innsbruck zeigte im Jahr 2000 Gesichter von Bankräubern. Wie die Konstituierung des Subjekts am Beginn der Neuzeit in der Portraitmalerei ihren Ausdruck fand, so konstituiert sich im kalten Auge der Überwachungskamera das neue Subjekt.
vabanque - am Freitag, 27. Februar 2004, 01:40 - Rubrik: Kunst und Bankraub
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Wer nicht akzeptieren kann, dass Menschen jüdischer Herkunft wie Angehöriger anderer sozialer Gruppen auch, normale wie außergewöhnliche "Verbrecher" sein können, der befindet sich tendenziell selbst auf einer antisemitischen Linie, weil er dieser Gruppe von Menschen einen Sonderstatus zuschreiben will, die sie wiederum gegenüber anderen sozialen Gruppen gesellschaftlich ausgrenzt.
Im übrigen sei vielleicht darauf hingewiesen, dass Rick Cohen in seinem Buch "Murder Inc., oder Nicht ganz koschere Geschäfte in Brooklyn" das Handeln der "Jewish Mobster" auch als Gegenprogramm zu den traumatischen Erfahrungen des europäischen Judentums in der Shoah umdeutet.
"Mehr noch: Er behauptet, daß die jüdischen Gemeinden in den USA besser dran wären, treibe die jüdische Mafia der 30er Jahre noch heute ihr Unwesen, "denn", so behauptet Cohen, 'jeder braucht jemanden, der einen starken Eindruck auf ihn macht.
(...)
Dabei trauert Cohen dem hinterher, was die jüdischen Mafiosi der nachfolgenden Generation auf keinen Fall vererben wollten: sich verteidigen zu müssen, Gewalt anzuwenden. Doch Cohen und viele andere amerikanische junge Juden, schauen wehmütig zurück. "Wir sind anders als unsere Väter", gibt Cohen zu. "Israel wurde zur Identifikationsfigur für uns, so wie es die Gangster für unsere Väter waren. Da waren sie wieder, die 'tough jews'. Juden, die zurückschlugen, Aggression mit Aggression beantworten."
(Aus der Rezension von Tekla Szymanski im "Aufbau" vom 8.5.1998)
=====================================================
Zur Diskussion um die Ausstellung "Kosher Nostra" des Jüdischen Museums in Wien, hier Auszüge aus dem Artikel der Süddeutsche Zeitung, 25.2.2004
Streit um finstere Gesellen aus einer finsteren Zeit
Von Michael Frank
Das Wiener Jüdische Museum zeigt eine Ausstellung über jüdische Mafiosi, Kritiker sehen das jedoch als einen Ausdruck von Antisemitismus
Wien – Besucher des Jüdischen Museums der Stadt Wien können derzeit eine besondere Schönheitengalerie heimtragen – in Gestalt eines Katalogs, zwei Bändchen im CD-Format, dennoch voluminös und von der Kompaktheit einer Schlagwaffe. „Auf dem Grabstein sind alle Juden schön“, sagt das Sprichwort, doch die Porträts im Museum sind zu Lebzeiten entstanden, und so blickt man in ziemlich verwegene Gesichter von Menschen, deren Bedeutung sowieso weniger in ihrer Schönheit liegt: Beinahe ein Publikumsrenner ist derzeit die Ausstellung „Kosher Nostra – Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980“.
(....)
Schon bei der Vorstellung der originellen Schau ging es beinahe wie bei der Mafia zu. Konträre Interpretationen von dem, was politisch korrekt wäre, ließen einige Herren im Publikum mit geballten Fäusten auf den Ausstellungsmacher Oz Almog und die Museumsleitung losgehen: Die massenhafte Schaustellung jüdischer Verbrecher diene allein dazu, Antisemitismus zu schüren, so das Argument der Aufgebrachten.
Das Jüdische Museum will die Schau als „Konzentrat einer ganzen Epoche, gleichermaßen faszinierend und abschreckend“ verstanden wissen, „ohne romantisierende Neigung, mit dem Scharfblick des Aufklärers“ für diesen Teil „jüdischer Historie in all ihren Widersprüchlichkeiten“. Idealisierungen kommen da nicht vor, auch wenn Juden das Verbrechen als Ausweg aus dem Ghetto und oft einzige Aufstiegsmöglichkeit in der Gesellschaft begriffen.
(...)
Rich Cohen, Autor eines Buches zum selben Thema, vertritt die These, für manche Juden in der Verbrecherwelt sei Töten eine Art „Unterwelt Bar-Mizvah“, ein Mannbarkeitsritual gewesen. Almog ironisiert eher derlei religions-soziologische Tiefendeutung. Er und das Museum sehen diese Ausstellung – sie ist bis 25. April zu sehen – entgegen irritierter Kritik eher als Gegengift zum Antisemitismus: Als Darlegung nämlich, dass Juden Zeitgenossen und Mitmenschen sind, wie alle anderen auch – bis hinein in die finstersten Nischen des Seins."
Der ganze Text in der SZ
Im übrigen sei vielleicht darauf hingewiesen, dass Rick Cohen in seinem Buch "Murder Inc., oder Nicht ganz koschere Geschäfte in Brooklyn" das Handeln der "Jewish Mobster" auch als Gegenprogramm zu den traumatischen Erfahrungen des europäischen Judentums in der Shoah umdeutet.
"Mehr noch: Er behauptet, daß die jüdischen Gemeinden in den USA besser dran wären, treibe die jüdische Mafia der 30er Jahre noch heute ihr Unwesen, "denn", so behauptet Cohen, 'jeder braucht jemanden, der einen starken Eindruck auf ihn macht.
(...)
Dabei trauert Cohen dem hinterher, was die jüdischen Mafiosi der nachfolgenden Generation auf keinen Fall vererben wollten: sich verteidigen zu müssen, Gewalt anzuwenden. Doch Cohen und viele andere amerikanische junge Juden, schauen wehmütig zurück. "Wir sind anders als unsere Väter", gibt Cohen zu. "Israel wurde zur Identifikationsfigur für uns, so wie es die Gangster für unsere Väter waren. Da waren sie wieder, die 'tough jews'. Juden, die zurückschlugen, Aggression mit Aggression beantworten."
(Aus der Rezension von Tekla Szymanski im "Aufbau" vom 8.5.1998)
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Zur Diskussion um die Ausstellung "Kosher Nostra" des Jüdischen Museums in Wien, hier Auszüge aus dem Artikel der Süddeutsche Zeitung, 25.2.2004
Streit um finstere Gesellen aus einer finsteren Zeit
Von Michael Frank
Das Wiener Jüdische Museum zeigt eine Ausstellung über jüdische Mafiosi, Kritiker sehen das jedoch als einen Ausdruck von Antisemitismus
Wien – Besucher des Jüdischen Museums der Stadt Wien können derzeit eine besondere Schönheitengalerie heimtragen – in Gestalt eines Katalogs, zwei Bändchen im CD-Format, dennoch voluminös und von der Kompaktheit einer Schlagwaffe. „Auf dem Grabstein sind alle Juden schön“, sagt das Sprichwort, doch die Porträts im Museum sind zu Lebzeiten entstanden, und so blickt man in ziemlich verwegene Gesichter von Menschen, deren Bedeutung sowieso weniger in ihrer Schönheit liegt: Beinahe ein Publikumsrenner ist derzeit die Ausstellung „Kosher Nostra – Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980“.
(....)
Schon bei der Vorstellung der originellen Schau ging es beinahe wie bei der Mafia zu. Konträre Interpretationen von dem, was politisch korrekt wäre, ließen einige Herren im Publikum mit geballten Fäusten auf den Ausstellungsmacher Oz Almog und die Museumsleitung losgehen: Die massenhafte Schaustellung jüdischer Verbrecher diene allein dazu, Antisemitismus zu schüren, so das Argument der Aufgebrachten.
Das Jüdische Museum will die Schau als „Konzentrat einer ganzen Epoche, gleichermaßen faszinierend und abschreckend“ verstanden wissen, „ohne romantisierende Neigung, mit dem Scharfblick des Aufklärers“ für diesen Teil „jüdischer Historie in all ihren Widersprüchlichkeiten“. Idealisierungen kommen da nicht vor, auch wenn Juden das Verbrechen als Ausweg aus dem Ghetto und oft einzige Aufstiegsmöglichkeit in der Gesellschaft begriffen.
(...)
Rich Cohen, Autor eines Buches zum selben Thema, vertritt die These, für manche Juden in der Verbrecherwelt sei Töten eine Art „Unterwelt Bar-Mizvah“, ein Mannbarkeitsritual gewesen. Almog ironisiert eher derlei religions-soziologische Tiefendeutung. Er und das Museum sehen diese Ausstellung – sie ist bis 25. April zu sehen – entgegen irritierter Kritik eher als Gegengift zum Antisemitismus: Als Darlegung nämlich, dass Juden Zeitgenossen und Mitmenschen sind, wie alle anderen auch – bis hinein in die finstersten Nischen des Seins."
Der ganze Text in der SZ
vabanque - am Donnerstag, 26. Februar 2004, 12:53 - Rubrik: Jewish Studies
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Jüdisches Museum Wien
3. Dezember 2003 - 25. April 2004
Kosher Nostra
Jüdische Gangster in Amerika 1890 - 1980
Bis 25. April 2004 präsentiert das Jüdische Museum unter dem Titel „Kosher Nostra – Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980“ die bereits dritte Kunstinstallation des österreichisch-israelischen Künstlers Oz Almog, die sich mit einem in Europa wenig beachteten Kapitel amerikanisch-jüdischer Geschichte auseinandersetzt, der Entwicklungsgeschichte des organisierten Verbrechens in den Vereinigten Staaten, bei der jüdische Gangster eine Rolle spielten.
Darunter sind auch etliche Bankräuber und Banküberfälle zu finden

Die Entwicklungsgeschichte des organisierten Verbrechens in den Vereinigten Staaten hatte einen relevanten jüdischen Anteil. Der weit verbreitete Mythos einer Dominanz der italienischen Mafia in Amerika überlagerte vor allem für das europäische Publikum die Bedeutung der Gangster jüdischer Herkunft diesem düsteren Kapitel der amerikanischen Geschichte. Doch niemand, der sich an der Geschichte der amerikanischen Mafia versucht, kann Männer wie Meyer Lansky, Benjamin “Bugsy” Siegel, Dutch Schultz oder Louis “Lepke” Buchalter negieren, die neben den klassischen sizilianischen “Paten” die Geschicke der Unterwelt bestimmten.
In seiner neuesten Kunstinstallation “Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980” erweitert der Künstler Oz Almog seine bisher geübte Disziplin des Porträtierens von Menschen in Bildern und Worten zum beeindruckenden dokumentarischen Konzentrat einer ganzen Epoche, das gleichermaßen faszinierend und abschreckend wirkt. Ohne romantisierende Neigung stellt sich der Künstler mit dem Scharfblick des Aufklärers diesem Teil jüdischer Historie und beleuchtet die Akteure in all ihren Widersprüchlichkeiten. Wie etwa den gnadenlosen Syndikatsboss Louis “Lepke” Buchalter, der seine Mutter über alles verehrte und deswegen auch von den traditionell familienbezogenen Sizilianern besonders respektiert wurde. Oder auch das strategische Genie Meyer Lansky, der sich neben seinen diversen Geschäften als herkunftsbewusster Jude immer für Anliegen seines Volkes einsetzte. Oz Almog zeichnet in dieser Geschichte mit gemalten Porträts und ausführlicher textlicher Begleitung nicht etwa das Bild eines “sauberen Krieges”, sondern bietet durch seine umfangreiche Fotodokumentation auch ein beklemmendes Bild vom Leben und Sterben in der Unterwelt.
Dazu gibt es auch einen Katalog:
„JÜDISCHE GANGSTER IN AMERIKA 1890 – 1980“ hrsg. von Oz Almog.
Aus der Einleitung von Erich Metz:
"Die Schwierigkeit bei der Rekonstruktion der Geschichte jüdischer Gangster in den USA liegt vor allem im Mangel an nachweisbaren, exakt dokumentierten Ereignissen. Was in der Unterwelt tatsächlich geschah, ist von zahllosen Mythen und Legenden umwoben. So kann auch die Geschichte jüdischer Gangster nur im Zusammenhang mit der gesamten Entwicklung der organisierten Kriminalität in den Vereinigten Staaten verständlich gemacht werden. Die Juden beanspruchten selbstbewusst und nicht minder skrupellos ihren Platz neben den klassischen italienischen Familienclans. Ihre berühmtesten Vertreter waren Meyer „Little Man“ Lanksy, Benjamin „Bugsy“ Siegel, Louis „Lepke“ Buchhalter und Arthur „Dutch Schultz“ Fleggenheimer. Die meisten von Ihnen unterschieden sich in ihrer Mentalität insofern von den Italienern, als sie ihre illegalen Geschäfte isoliert von familiären Bindungen betrieben und eher das Licht der Öffentlichkeit scheuten. Sie kamen und gingen wie eine Generation kommt und geht, während die italienischen Bosse ihre Einflusssphäre weiter vererbten. Die Italiener errichteten ihre Dynastien, die jüdischen Bosse begründeten ihre Imperien. Die Italiener zogen ihre eigenen Söhne als Nachfolger für das „Familiengeschäft“ heran. Sollte der Sohn für die elitäre Auslese nichts taugen, so nahm man den Sohn einer befreundeten Familie als potentiellen Nachfolger auf, indem man ihn mit einer seiner Töchter vermählte. Bei späteren Treffen italienischer Bosse nahm kaum noch einer teil, der nicht irgendwie mit einer der anderen Familien verschwägert oder verwandt war. In ihrem traditionell schwerblütigen, katholisch geprägten Hang zur Verklärung sahen sie sich selbst als „ehrenwerte Gesellschaft“."
Mehr
Vgl. auch weitere bibliographische Angaben
3. Dezember 2003 - 25. April 2004
Kosher Nostra
Jüdische Gangster in Amerika 1890 - 1980
Bis 25. April 2004 präsentiert das Jüdische Museum unter dem Titel „Kosher Nostra – Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980“ die bereits dritte Kunstinstallation des österreichisch-israelischen Künstlers Oz Almog, die sich mit einem in Europa wenig beachteten Kapitel amerikanisch-jüdischer Geschichte auseinandersetzt, der Entwicklungsgeschichte des organisierten Verbrechens in den Vereinigten Staaten, bei der jüdische Gangster eine Rolle spielten.
Darunter sind auch etliche Bankräuber und Banküberfälle zu finden

Die Entwicklungsgeschichte des organisierten Verbrechens in den Vereinigten Staaten hatte einen relevanten jüdischen Anteil. Der weit verbreitete Mythos einer Dominanz der italienischen Mafia in Amerika überlagerte vor allem für das europäische Publikum die Bedeutung der Gangster jüdischer Herkunft diesem düsteren Kapitel der amerikanischen Geschichte. Doch niemand, der sich an der Geschichte der amerikanischen Mafia versucht, kann Männer wie Meyer Lansky, Benjamin “Bugsy” Siegel, Dutch Schultz oder Louis “Lepke” Buchalter negieren, die neben den klassischen sizilianischen “Paten” die Geschicke der Unterwelt bestimmten.
In seiner neuesten Kunstinstallation “Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980” erweitert der Künstler Oz Almog seine bisher geübte Disziplin des Porträtierens von Menschen in Bildern und Worten zum beeindruckenden dokumentarischen Konzentrat einer ganzen Epoche, das gleichermaßen faszinierend und abschreckend wirkt. Ohne romantisierende Neigung stellt sich der Künstler mit dem Scharfblick des Aufklärers diesem Teil jüdischer Historie und beleuchtet die Akteure in all ihren Widersprüchlichkeiten. Wie etwa den gnadenlosen Syndikatsboss Louis “Lepke” Buchalter, der seine Mutter über alles verehrte und deswegen auch von den traditionell familienbezogenen Sizilianern besonders respektiert wurde. Oder auch das strategische Genie Meyer Lansky, der sich neben seinen diversen Geschäften als herkunftsbewusster Jude immer für Anliegen seines Volkes einsetzte. Oz Almog zeichnet in dieser Geschichte mit gemalten Porträts und ausführlicher textlicher Begleitung nicht etwa das Bild eines “sauberen Krieges”, sondern bietet durch seine umfangreiche Fotodokumentation auch ein beklemmendes Bild vom Leben und Sterben in der Unterwelt.
Dazu gibt es auch einen Katalog:
„JÜDISCHE GANGSTER IN AMERIKA 1890 – 1980“ hrsg. von Oz Almog.
Aus der Einleitung von Erich Metz:
"Die Schwierigkeit bei der Rekonstruktion der Geschichte jüdischer Gangster in den USA liegt vor allem im Mangel an nachweisbaren, exakt dokumentierten Ereignissen. Was in der Unterwelt tatsächlich geschah, ist von zahllosen Mythen und Legenden umwoben. So kann auch die Geschichte jüdischer Gangster nur im Zusammenhang mit der gesamten Entwicklung der organisierten Kriminalität in den Vereinigten Staaten verständlich gemacht werden. Die Juden beanspruchten selbstbewusst und nicht minder skrupellos ihren Platz neben den klassischen italienischen Familienclans. Ihre berühmtesten Vertreter waren Meyer „Little Man“ Lanksy, Benjamin „Bugsy“ Siegel, Louis „Lepke“ Buchhalter und Arthur „Dutch Schultz“ Fleggenheimer. Die meisten von Ihnen unterschieden sich in ihrer Mentalität insofern von den Italienern, als sie ihre illegalen Geschäfte isoliert von familiären Bindungen betrieben und eher das Licht der Öffentlichkeit scheuten. Sie kamen und gingen wie eine Generation kommt und geht, während die italienischen Bosse ihre Einflusssphäre weiter vererbten. Die Italiener errichteten ihre Dynastien, die jüdischen Bosse begründeten ihre Imperien. Die Italiener zogen ihre eigenen Söhne als Nachfolger für das „Familiengeschäft“ heran. Sollte der Sohn für die elitäre Auslese nichts taugen, so nahm man den Sohn einer befreundeten Familie als potentiellen Nachfolger auf, indem man ihn mit einer seiner Töchter vermählte. Bei späteren Treffen italienischer Bosse nahm kaum noch einer teil, der nicht irgendwie mit einer der anderen Familien verschwägert oder verwandt war. In ihrem traditionell schwerblütigen, katholisch geprägten Hang zur Verklärung sahen sie sich selbst als „ehrenwerte Gesellschaft“."
Mehr
Vgl. auch weitere bibliographische Angaben
- Hier auch noch eine Rezension zu Rick Cohens Buch im “Aufbau” (8.5.1998) von Tekla Szymanski: Moses der Unterwelt?
- Der ORF sprach mit Oz Almog
- Audiofile: Radio Bremen über die Wiener Ausstellung
vabanque - am Donnerstag, 26. Februar 2004, 12:01 - Rubrik: Jewish Studies
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25.02. 2004
Polizist überfällt Pfandhaus
Detmold. Ein Polizist hat gestern ein Detmolder Geschäft überfallen. Mit vorgehaltener Dienstwaffe forderte er die Herausgabe des Bargeldes, ging aber leer aus. Der 46-jährige Kriminaloberkommissar wurde vom Sohn des Ladeninhabers und einem zufällig vorbeikommenden Kripo-Beamten aus Bielefeld gestellt.
Weiter im Text bei der Neuen Westfälischen im Internet
Polizist überfällt Pfandhaus
Detmold. Ein Polizist hat gestern ein Detmolder Geschäft überfallen. Mit vorgehaltener Dienstwaffe forderte er die Herausgabe des Bargeldes, ging aber leer aus. Der 46-jährige Kriminaloberkommissar wurde vom Sohn des Ladeninhabers und einem zufällig vorbeikommenden Kripo-Beamten aus Bielefeld gestellt.
Weiter im Text bei der Neuen Westfälischen im Internet
vabanque - am Mittwoch, 25. Februar 2004, 11:26 - Rubrik: BankerInnen und PolizistInnen
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Good bye "Oskar"
Sprengung des Sparkassen-Hochhauses am 7. März
"Am 8. März wird es das Sparkassen Gebäude an der Körnerstrasse nicht mehr geben. Mit der Sprengung des fast 30 Jahre alten Gebäudes schafft die Sparkasse Hagen Platz für ihr zukünftiges "SparkassenKarree". Für eine ganze Generation von Hagenern gehörte der lange "Oskar", wie das Gebäude auch genannt wird, zum Stadtbild dazu."
Zum Angebot der Hagen Touristik am Sprengtag
Zur WDR-Fotogalerie
Sprengung des Sparkassen-Hochhauses am 7. März
"Am 8. März wird es das Sparkassen Gebäude an der Körnerstrasse nicht mehr geben. Mit der Sprengung des fast 30 Jahre alten Gebäudes schafft die Sparkasse Hagen Platz für ihr zukünftiges "SparkassenKarree". Für eine ganze Generation von Hagenern gehörte der lange "Oskar", wie das Gebäude auch genannt wird, zum Stadtbild dazu."
Zum Angebot der Hagen Touristik am Sprengtag
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vabanque - am Mittwoch, 25. Februar 2004, 09:45 - Rubrik: Hausforschungen
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Belesene Journlisten gibt es da ... bei sachsen im netz - sz-online (24.2.2004):
Wie ich Opfer eines Bankraubes wurde...
... oder was Altmeister Bertolt Brecht beim Schreiben seiner Dreigroschenoper noch nicht wissen konnte
Von Uwe Jordan
Freitag, 12. Februar, 19 Uhr, Selbstbedienungshalle der Sparkasse in Hoyerswerda am Lausitzer Platz. Da gibt es zwei „Ein- und Auszahlsysteme“. Mittels eines dieser Automaten möchte ich 450 Euro auf mein Konto verbringen. Karte rein, „Einzahlen“ getippt. Der Stumme Diener sperrt die Klappe auf, um eine halbe Minute nach dem Schein-Erfassen zu verkünden, ich möge das „nicht erkannte Geld“ wieder rausnehmen. Gut, das hatt’ ich schon mal; und da es damals beim zweiten Versuch klappte, lege ich die Scheine erneut in den Schacht. Und jetzt? Das Gerät spuckt eine „Quittung“ aus: „Es ist ein Fehler aufgetreten! Ihr Geld kann nicht eingezahlt oder zurueckgegeben werden. Das Geld wird daher sicher im Automaten aufbewahrt Bitte wenden Sie sich an Ihre Bank“
(...)
„Was ist schon der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank“, schrieb Brecht. „Der Meister“, denke ich, „kannte eben den Betrieb einer automatisierten Bank noch nicht“.
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Wie ich Opfer eines Bankraubes wurde...
... oder was Altmeister Bertolt Brecht beim Schreiben seiner Dreigroschenoper noch nicht wissen konnte
Von Uwe Jordan
Freitag, 12. Februar, 19 Uhr, Selbstbedienungshalle der Sparkasse in Hoyerswerda am Lausitzer Platz. Da gibt es zwei „Ein- und Auszahlsysteme“. Mittels eines dieser Automaten möchte ich 450 Euro auf mein Konto verbringen. Karte rein, „Einzahlen“ getippt. Der Stumme Diener sperrt die Klappe auf, um eine halbe Minute nach dem Schein-Erfassen zu verkünden, ich möge das „nicht erkannte Geld“ wieder rausnehmen. Gut, das hatt’ ich schon mal; und da es damals beim zweiten Versuch klappte, lege ich die Scheine erneut in den Schacht. Und jetzt? Das Gerät spuckt eine „Quittung“ aus: „Es ist ein Fehler aufgetreten! Ihr Geld kann nicht eingezahlt oder zurueckgegeben werden. Das Geld wird daher sicher im Automaten aufbewahrt Bitte wenden Sie sich an Ihre Bank“
(...)
„Was ist schon der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank“, schrieb Brecht. „Der Meister“, denke ich, „kannte eben den Betrieb einer automatisierten Bank noch nicht“.
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vabanque - am Dienstag, 24. Februar 2004, 13:06 - Rubrik: Ueber Banken
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Schon etwas betagter (Dezember 2001), aber auf der offiziellen Webseite zu "Va Banque" nicht mehr aufgeführt, findet sich als .pdf-File ein Artikel aus der inzwischen verblichenen Wochenezeitung "Die Woche", der das Buch kräftig plündert: Sven Boedecker und Helmut Ziegler: Kulturgeschichte des Bankraubs. In: Die Woche, 21. Dez. 2001, S. 54 + 55.
vabanque - am Montag, 23. Februar 2004, 14:33 - Rubrik: Vabanque - Das Buch zum Blog
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Elmar Altvater (marxistischer Ökonom) schreibt im Freitag, Nr. 9, 20.2.2004 über das Wesentliche eines jeglichen Bankraubs: Der Dämon und sein Zaubertrick: Geld
"MARX-BEGRIFFE: GELD - Kapital beruht immer noch auf der Aneignung der Produkte der Arbeit, und die Entschleierung des Geldfetisch bleibt zentrale Aufgabe der ökonomischen Kritik
Geld ist ein Rätsel, das die ökonomische Theorie bis heute nicht hat lösen können. Das liegt vor allem daran, dass sie die falschen Fragen stellt. Oder sie vergisst das Fragen, weil jemand, der (oder die) Geld hat, sowieso mit der Welt im Allgemeinen und mit dem jeweiligen Gemeinwesen im Besonderen im Reinen ist. Die frühbürgerlichen Theoretiker dachten, die Gesellschaft könne mit einem Vertrag zwischen allen zählenden, das heißt, über Eigentumsrechte verfügenden Bürgern, vereinbart werden. Die politischen Ökonomen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts von Hume über Petty zu Smith und Ricardo begriffen dagegen, dass die Vergesellschaftung schon längst - als Arbeitsteilung vermittelt durch den Markt - stattgefunden hat, bevor die Mitglieder der Gesellschaft an einen Vertrag auch nur gedacht haben. "
Weiter im Text im Freitag
"MARX-BEGRIFFE: GELD - Kapital beruht immer noch auf der Aneignung der Produkte der Arbeit, und die Entschleierung des Geldfetisch bleibt zentrale Aufgabe der ökonomischen Kritik
Geld ist ein Rätsel, das die ökonomische Theorie bis heute nicht hat lösen können. Das liegt vor allem daran, dass sie die falschen Fragen stellt. Oder sie vergisst das Fragen, weil jemand, der (oder die) Geld hat, sowieso mit der Welt im Allgemeinen und mit dem jeweiligen Gemeinwesen im Besonderen im Reinen ist. Die frühbürgerlichen Theoretiker dachten, die Gesellschaft könne mit einem Vertrag zwischen allen zählenden, das heißt, über Eigentumsrechte verfügenden Bürgern, vereinbart werden. Die politischen Ökonomen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts von Hume über Petty zu Smith und Ricardo begriffen dagegen, dass die Vergesellschaftung schon längst - als Arbeitsteilung vermittelt durch den Markt - stattgefunden hat, bevor die Mitglieder der Gesellschaft an einen Vertrag auch nur gedacht haben. "
Weiter im Text im Freitag
vabanque - am Montag, 23. Februar 2004, 13:03 - Rubrik: Zur Kritischen Theorie des Bankraubs
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WDR»Fernsehen »Planet Wissen«:
Montag, 1.3.2004: »BANKRAUB - HÄNDE HOCH, DAS IST EIN ÜBERFALL!«
Sendetermine:
SÜDWEST Fernsehen, Montag bis Freitag, 14 bis 15 Uhr
WDR-Fernsehen, Montag bis Freitag, 15 bis 16 Uhr
BR-alpha, Montag bis Freitag, 16:15 bis 17:15 Uhr
Ankündigung des Senders:
"Bonnie und Clyde, die Gebrüder Sass oder Ronnie Biggs - viele Legenden ranken sich um die berühmten Bankräuber der Geschichte. Aber der Mythos Bankraub ist auch heute noch Realität: jeden Tag werden in Deutschland im Durchschnitt zwei Banken überfallen. Planet Wissen erzählt vom Mythos Bankraub, aber auch von Geiselnahmen, tödlichen Schusswechseln und traumatisierte Bankangestellte.
Zu Gast im Studio: der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger und Bernd Küppers, Sicherheitsbeauftragter."
Leider ist in die 55 Minuten umfassende Sendung ein 30minütiger inhaltlich schlechter Dokumentar-Film verwurstet.
Ansonsten geht es um überblickswissen. Informativ für Neu-EinsteigerInnen.
Ganz informativ sind hier jeweils die Webseiten zu einzelnen Themen. Sobald dieselbe zu dieser Sendung freigeschaltet ist, wird sie hier nachgereicht.
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Planet Wissen ist ein Bildungsangebot des WDR-Fernsehens. In Zusammenarbeit mit dem SWR und BR-alpha wird eine neue Form der Wissensvermittlung im Verbund von Fernsehen und Internet angeboten.
Von Montag bis Freitag wird täglich um 15 Uhr ein Thema behandelt. Gleichzeitig gibt es dazu ein Internet-Angebot, das aktuelle Wissensbausteine in Form einer offenen Enzyklopädie übersichtlich strukturiert und multimedial vermittelt. Diese Form der Wissensvermittlung bietet auch Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu selbstgesteuertem Lernen und berücksichtigt unterschiedliche Wissensvoraussetzungen und Interessen.
Montag, 1.3.2004: »BANKRAUB - HÄNDE HOCH, DAS IST EIN ÜBERFALL!«
Sendetermine:
SÜDWEST Fernsehen, Montag bis Freitag, 14 bis 15 Uhr
WDR-Fernsehen, Montag bis Freitag, 15 bis 16 Uhr
BR-alpha, Montag bis Freitag, 16:15 bis 17:15 Uhr
Ankündigung des Senders:
"Bonnie und Clyde, die Gebrüder Sass oder Ronnie Biggs - viele Legenden ranken sich um die berühmten Bankräuber der Geschichte. Aber der Mythos Bankraub ist auch heute noch Realität: jeden Tag werden in Deutschland im Durchschnitt zwei Banken überfallen. Planet Wissen erzählt vom Mythos Bankraub, aber auch von Geiselnahmen, tödlichen Schusswechseln und traumatisierte Bankangestellte.
Zu Gast im Studio: der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger und Bernd Küppers, Sicherheitsbeauftragter."
Leider ist in die 55 Minuten umfassende Sendung ein 30minütiger inhaltlich schlechter Dokumentar-Film verwurstet.
Ansonsten geht es um überblickswissen. Informativ für Neu-EinsteigerInnen.
Ganz informativ sind hier jeweils die Webseiten zu einzelnen Themen. Sobald dieselbe zu dieser Sendung freigeschaltet ist, wird sie hier nachgereicht.
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Planet Wissen ist ein Bildungsangebot des WDR-Fernsehens. In Zusammenarbeit mit dem SWR und BR-alpha wird eine neue Form der Wissensvermittlung im Verbund von Fernsehen und Internet angeboten.
Von Montag bis Freitag wird täglich um 15 Uhr ein Thema behandelt. Gleichzeitig gibt es dazu ein Internet-Angebot, das aktuelle Wissensbausteine in Form einer offenen Enzyklopädie übersichtlich strukturiert und multimedial vermittelt. Diese Form der Wissensvermittlung bietet auch Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu selbstgesteuertem Lernen und berücksichtigt unterschiedliche Wissensvoraussetzungen und Interessen.
vabanque - am Sonntag, 22. Februar 2004, 19:33 - Rubrik: Bankraub-Dokus - Themenabende usw.
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Ist Bankraub politisch?
Die Debatte über Bankraub, Einbruch in eine Bank und kleinbürgerliche Moral kehrt periodisch wieder, jedenfalls wenn auf Indymedia entsprechende Linksradikale aufeinandertreffen. Und mit "politisch" wird dabei zumeist eine höhere Moral oder jedenfalls etwas Bedeutendes verknüpft. Das sagt wenig über Bankraub, aber viel über das Bedürfnis auf der Seite der "Guten" stehen zu müssen, aus.
Die RAF hat diese Frage praktisch wie theoretisch für sich beantwortet.
Die Debatte über Bankraub, Einbruch in eine Bank und kleinbürgerliche Moral kehrt periodisch wieder, jedenfalls wenn auf Indymedia entsprechende Linksradikale aufeinandertreffen. Und mit "politisch" wird dabei zumeist eine höhere Moral oder jedenfalls etwas Bedeutendes verknüpft. Das sagt wenig über Bankraub, aber viel über das Bedürfnis auf der Seite der "Guten" stehen zu müssen, aus.
Die RAF hat diese Frage praktisch wie theoretisch für sich beantwortet.
vabanque - am Sonntag, 22. Februar 2004, 13:56 - Rubrik: Politischer Bankraub
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Wikipedia ist die "Freie Enzyklopädie" im Internet
Der Begriff "Bankraub" muss noch bearbeitet werden.
LeserInnen dieses Blogs sind hierzu doch qualifiziert ;-)
Der Begriff "Bankraub" muss noch bearbeitet werden.
LeserInnen dieses Blogs sind hierzu doch qualifiziert ;-)
vabanque - am Sonntag, 22. Februar 2004, 13:52 - Rubrik: Bibliographie der Volkskunde des Bankraubs
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Bankraub und Theater
Im Frankfurter Volkstheater (Schlitzohr wird mit allen fertig) wird
Flatows Komödie "Das Geld liegt auf der Bank" aufgeführt. Die FAZ (19.2.2004) berichet:
"Gustav Kühne ist ein ehrenwerter Mann. Als biederer Kunstschlosser sorgt er tagsüber für seine Familie, als Panzerknacker aus Leidenschaft hinterläßt er nachts seine professionelle Handschrift in den Frankfurter Banken. Kriminalkommissar Willi Böttcher hat ihn allerdings nur einmal hinter Gitter gebracht. Meist konnte er dem "kühnen Gustav" nichts nachweisen, weil das Diebesgut nicht auffindbar war. Als er ihm wieder einmal auf den Fersen ist, legt der Bankräuber ein Gelübde ab: Wenn ihm der liebe Gott diesmal noch aus der Patsche hilft, will er 40 Jahre lang keinen Tresor mehr aufschweißen. Er kommt davon, aber die Abstinenz fällt ihm schwer. Zum 80. Geburtstag macht er sich daher selbst ein Geschenk - zum Schrecken seiner Söhne, die um ihre Reputation und Karriere fürchten."
Weiter in der FAZ
Uraufführung: war am 4.10. 1968
Im Frankfurter Volkstheater (Schlitzohr wird mit allen fertig) wird
Flatows Komödie "Das Geld liegt auf der Bank" aufgeführt. Die FAZ (19.2.2004) berichet:
"Gustav Kühne ist ein ehrenwerter Mann. Als biederer Kunstschlosser sorgt er tagsüber für seine Familie, als Panzerknacker aus Leidenschaft hinterläßt er nachts seine professionelle Handschrift in den Frankfurter Banken. Kriminalkommissar Willi Böttcher hat ihn allerdings nur einmal hinter Gitter gebracht. Meist konnte er dem "kühnen Gustav" nichts nachweisen, weil das Diebesgut nicht auffindbar war. Als er ihm wieder einmal auf den Fersen ist, legt der Bankräuber ein Gelübde ab: Wenn ihm der liebe Gott diesmal noch aus der Patsche hilft, will er 40 Jahre lang keinen Tresor mehr aufschweißen. Er kommt davon, aber die Abstinenz fällt ihm schwer. Zum 80. Geburtstag macht er sich daher selbst ein Geschenk - zum Schrecken seiner Söhne, die um ihre Reputation und Karriere fürchten."
Weiter in der FAZ
Uraufführung: war am 4.10. 1968
vabanque - am Freitag, 20. Februar 2004, 16:07 - Rubrik: Theater
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Ein Kalenderblatt zum 29.09.1920 auf Bayern 2
29.9.2000: Vor 80 Jahren
Lord Barmbeks größter Coup
Autor: Stefan Wilfert
"Ein anderer sehr bekannter Lord war aber der Lord von Barmbek, der heute eigentlich eher noch den alten Hamburgern und den Kriminalisten bekannt ist.
Eigentlich hieß er Julius Adolf Petersen und war ein Deutscher und darum kein richtiger Lord. Aber er kleidete und benahm sich wie ein Lord. Das heißt, das sich benehmen wie ein Lord, das darf man nicht so wörtlich nehmen. Seine Haupteinnahmequelle bestand nämlich darin, sich sein Leben mit Raubüberfällen zu finanzieren. Und sein Leben war relativ aufwändig. Er trug immer maßgeschneiderte Anzüge aus feinem englischen Tuch, dazu Seidenhemden, Gamaschen nach dem letzen Schrei, einen Stock und einen edlen melonenartigen Hut. Ein eleganter, gut aussehender Mann war es, der da in Barmbek residierte. Und so wurde er eben der "Lord von Barmbek" genannt. Er herrschte über eine Mannschaft von etwa 200 Mann, die ihm blind ergeben war. Einige dieser ehrenwerten Mitarbeiter nannten sich "Lockenfietsche", "Rabenmax" oder "Schlachterkarl". Der Lord von Barmbek war das Vorbild für viele Filme und Geschichten, in denen die Verbrecher noch so etwas wie Ganovenehre hatten. Wurde einer seiner Mitgauner geschnappt, sorgte der Lord für einen guten Verteidiger und für die Familie zu Hause. Niemand brauchte sich auch um die Verteilung der Beute zu kümmern, das besorgte der Lord. Und er baldowerte auch die Raubzüge aus, die randvoll gefüllten Safes, die er mit seinem Spezialwerkzeug knackte wie unsereins Nüsse. Das Werkzeug nannte er liebevoll "Knabbergeschirr". Aber nicht nur Safes wurden geleert, geklaut wurde alles, was man zu Geld machten konnte: Schmuck, Pelze, Tuchwaren, Lebensmittel. Seinen größten Coup landete der Lord von Barmbek am 29. September 1920.
Der "Fuchs", mit bürgerlichem Namen Arnold Lau, war sein Kumpel dabei. Beide überfielen sie das 6. Hamburger Postamt in der Susannenstraße. Das war zwar geschlossen und es gab auch einen Wachmann. Doch der störte nicht. Der Lord hatte herausgefunden, dass der Wachmann seine diversen Gespielinnen immer auf das Postamt brachte, um sie dort zu vernaschen. Nachdem die Braut des Abends das Amt verlassen hatte, war der Wachmann gar nicht mehr so wach und ließ sich leicht überwältigen. "Ich gab dem Wächter
die Hand und sagte, ihm geschähe nichts", erinnerte sich der Lord später. Nach einer knappen Stunde war der Post-Safe aufgeschweißt und über 220.000 Mark in Bargeld und 350.000 Mark in Briefmarken wechselten den Besitzer. Wie immer verteilte der Lord von Barmbeck barmherzig seinen Beute. Auch seine Freundinnen und Ex-Frauen kamen nicht zu kurz. Einer schenkte er sogar eine ganze Pension im Zentrum Hamburgs. Ein Schicksalsgeschenk, denn dort wurde er 1921 verhaftet und später zu sechzig Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kommt zwar nach elf Jahren frei, kehrt aber sofort wieder wegen eines neuen Deliktes nach Santa Fu, Zelle 185, zurück. Ein Jahr später erhängte er sich mit einem Strick aus zusammengeknoteten Strümpfen und Taschentüchern.
29.9.2000: Vor 80 Jahren
Lord Barmbeks größter Coup
Autor: Stefan Wilfert
"Ein anderer sehr bekannter Lord war aber der Lord von Barmbek, der heute eigentlich eher noch den alten Hamburgern und den Kriminalisten bekannt ist.
Eigentlich hieß er Julius Adolf Petersen und war ein Deutscher und darum kein richtiger Lord. Aber er kleidete und benahm sich wie ein Lord. Das heißt, das sich benehmen wie ein Lord, das darf man nicht so wörtlich nehmen. Seine Haupteinnahmequelle bestand nämlich darin, sich sein Leben mit Raubüberfällen zu finanzieren. Und sein Leben war relativ aufwändig. Er trug immer maßgeschneiderte Anzüge aus feinem englischen Tuch, dazu Seidenhemden, Gamaschen nach dem letzen Schrei, einen Stock und einen edlen melonenartigen Hut. Ein eleganter, gut aussehender Mann war es, der da in Barmbek residierte. Und so wurde er eben der "Lord von Barmbek" genannt. Er herrschte über eine Mannschaft von etwa 200 Mann, die ihm blind ergeben war. Einige dieser ehrenwerten Mitarbeiter nannten sich "Lockenfietsche", "Rabenmax" oder "Schlachterkarl". Der Lord von Barmbek war das Vorbild für viele Filme und Geschichten, in denen die Verbrecher noch so etwas wie Ganovenehre hatten. Wurde einer seiner Mitgauner geschnappt, sorgte der Lord für einen guten Verteidiger und für die Familie zu Hause. Niemand brauchte sich auch um die Verteilung der Beute zu kümmern, das besorgte der Lord. Und er baldowerte auch die Raubzüge aus, die randvoll gefüllten Safes, die er mit seinem Spezialwerkzeug knackte wie unsereins Nüsse. Das Werkzeug nannte er liebevoll "Knabbergeschirr". Aber nicht nur Safes wurden geleert, geklaut wurde alles, was man zu Geld machten konnte: Schmuck, Pelze, Tuchwaren, Lebensmittel. Seinen größten Coup landete der Lord von Barmbek am 29. September 1920.
Der "Fuchs", mit bürgerlichem Namen Arnold Lau, war sein Kumpel dabei. Beide überfielen sie das 6. Hamburger Postamt in der Susannenstraße. Das war zwar geschlossen und es gab auch einen Wachmann. Doch der störte nicht. Der Lord hatte herausgefunden, dass der Wachmann seine diversen Gespielinnen immer auf das Postamt brachte, um sie dort zu vernaschen. Nachdem die Braut des Abends das Amt verlassen hatte, war der Wachmann gar nicht mehr so wach und ließ sich leicht überwältigen. "Ich gab dem Wächter
die Hand und sagte, ihm geschähe nichts", erinnerte sich der Lord später. Nach einer knappen Stunde war der Post-Safe aufgeschweißt und über 220.000 Mark in Bargeld und 350.000 Mark in Briefmarken wechselten den Besitzer. Wie immer verteilte der Lord von Barmbeck barmherzig seinen Beute. Auch seine Freundinnen und Ex-Frauen kamen nicht zu kurz. Einer schenkte er sogar eine ganze Pension im Zentrum Hamburgs. Ein Schicksalsgeschenk, denn dort wurde er 1921 verhaftet und später zu sechzig Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kommt zwar nach elf Jahren frei, kehrt aber sofort wieder wegen eines neuen Deliktes nach Santa Fu, Zelle 185, zurück. Ein Jahr später erhängte er sich mit einem Strick aus zusammengeknoteten Strümpfen und Taschentüchern.
vabanque - am Freitag, 20. Februar 2004, 01:39 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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SWR4-Reporterin Birgit Baltes über die "Legende und den Mensch" Bernhard Kimmel, den Al Capone aus der Pfalz: (7.1.2004)
"Er war der vielleicht der bekannteste Räuber aus der Pfalz: Bernhard Kimmel. Berühmt und berüchtigt wurde er Mitte der 50er Jahre als Bandenchef im Pfälzer Wald. Die zahlreichen Coups der Kimmelbande brachte ihm den legendären Ruf des pfälzischen Schinderhannes oder des Al Capone von der Pfalz ein. Doch es waren keine Räuber- und Gendarm-Spiele, wegen denen Bernhard Kimmel 1963 zum ersten Mal verurteilt wurde. Insgesamt saß er fast 32 Jahre hinter Gittern. Seit wenigen Tagen ist er jetzt wieder frei."
Weiter im Text - Link funktioniert nicht mehr
Dafür lesen wir im Tagesspiegel (22.5.2005) ein langes Interview mit der Überschrift: "Schusswunden im Pfälzer Wald".
"Er war der vielleicht der bekannteste Räuber aus der Pfalz: Bernhard Kimmel. Berühmt und berüchtigt wurde er Mitte der 50er Jahre als Bandenchef im Pfälzer Wald. Die zahlreichen Coups der Kimmelbande brachte ihm den legendären Ruf des pfälzischen Schinderhannes oder des Al Capone von der Pfalz ein. Doch es waren keine Räuber- und Gendarm-Spiele, wegen denen Bernhard Kimmel 1963 zum ersten Mal verurteilt wurde. Insgesamt saß er fast 32 Jahre hinter Gittern. Seit wenigen Tagen ist er jetzt wieder frei."Weiter im Text - Link funktioniert nicht mehr
Dafür lesen wir im Tagesspiegel (22.5.2005) ein langes Interview mit der Überschrift: "Schusswunden im Pfälzer Wald".
vabanque - am Freitag, 20. Februar 2004, 01:13 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Bankräuber sind ohne jede Chance
Von Bettina Hahne-Waldscheck
"Nach monatelangen Umbauarbeiten bekommt die Kreissparkasse Gemmingen ihren letzten Schliff: Eine moderne Überfall- und Einbruchmeldeanlage. Eine Woche lang montiert Götz Prinke, Sicherheitstechniker in Ausbildung, Melder und komplizierte Elektronik.
(...)
"Über Details der Anlage darf ich verständlicherweise keine Auskunft geben", erklärt der Hüffenhardter. Neu an der Anlage ist die ISDN-Verbindung zur Polizei. "Bei den alten Analog-Leitungen hat es oft einige Sekunden gedauert, bevor die Polizei angewählt war ", sagt Prinke." (...)
Der ganze Text in der Heilbronner Stimme vom 19.3.2003
Von Bettina Hahne-Waldscheck
"Nach monatelangen Umbauarbeiten bekommt die Kreissparkasse Gemmingen ihren letzten Schliff: Eine moderne Überfall- und Einbruchmeldeanlage. Eine Woche lang montiert Götz Prinke, Sicherheitstechniker in Ausbildung, Melder und komplizierte Elektronik.
(...)
"Über Details der Anlage darf ich verständlicherweise keine Auskunft geben", erklärt der Hüffenhardter. Neu an der Anlage ist die ISDN-Verbindung zur Polizei. "Bei den alten Analog-Leitungen hat es oft einige Sekunden gedauert, bevor die Polizei angewählt war ", sagt Prinke." (...)
Der ganze Text in der Heilbronner Stimme vom 19.3.2003
contributor - am Donnerstag, 19. Februar 2004, 23:05 - Rubrik: Techniken der Fahndung und Ueberwachung
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Niederöstereichische Nachrichten Online, 16.2.2004
Bankraub für Pferde
"GERICHTSVERHANDLUNG / Zwei Frauen brauchten Geld für ihre Traber. Nach Überfall auf Sparkasse wurden sie zu Gefängnisstrafen verurteilt.
TEESDORF / „Auf dem Rücken der Pferde…“ lag für Sandra K. (24) und Irene S. (20) nicht „das Glück dieser Erde“. Vielmehr fraßen die Kosten, die zur Haltung von vier edlen Trabern notwendig gewesen sind, sämtliche finanziellen Ressourcen der beiden Frauen auf. Der Plan, den sie deswegen hegten, war nicht wirklich gewinnbringend:
Sie überfielen die Sparkasse Teesdorf."
Der ganze Text und was so ein Richter noch nicht erlebt hatte ...-
Bankraub für Pferde
"GERICHTSVERHANDLUNG / Zwei Frauen brauchten Geld für ihre Traber. Nach Überfall auf Sparkasse wurden sie zu Gefängnisstrafen verurteilt.
TEESDORF / „Auf dem Rücken der Pferde…“ lag für Sandra K. (24) und Irene S. (20) nicht „das Glück dieser Erde“. Vielmehr fraßen die Kosten, die zur Haltung von vier edlen Trabern notwendig gewesen sind, sämtliche finanziellen Ressourcen der beiden Frauen auf. Der Plan, den sie deswegen hegten, war nicht wirklich gewinnbringend:
Sie überfielen die Sparkasse Teesdorf."
Der ganze Text und was so ein Richter noch nicht erlebt hatte ...-
vabanque - am Donnerstag, 19. Februar 2004, 21:53 - Rubrik: GenderMainStreaming
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BILD, 9.2.2004, enthüllt die Phantasien des BILD-NRW-Polizeireporters DAMIAN IMÖHL, dem der Sabber aus dem Maul läuft. Wohl nicht umsonst heisst die Datei des Links "bankraub_schoene_kassiererin.html":
"Bankraub: Schöne Kassiererin,
warum hast du mitgemacht?
Dortmund – Schöne Nicole (28) – warum nur hast du dein Glück zerstört?
Sie sieht so bezaubernd aus, trägt gerne Perlenohrringe und kurze, figurbetonte Kleider. Ihr Freund (35) wollte sie bald heiraten. Und auch ihren Traumberuf hatte die Dortmunderin gefunden: Bankkauffrau. Jetzt sitzt Nicole in U-Haft. Sie wurde zur Komplizin bei einem Banküberfall!"
"Eine bezaubernde Frau: Nicole (28) im sexy Kleid. Ihr drohen 10 Jahre Haft"
Das Foto soll von ddp sein und der ganze Text ist auf der Online-Page der BILD-Zeitung zu betrachten
"Bankraub: Schöne Kassiererin,
warum hast du mitgemacht?
Dortmund – Schöne Nicole (28) – warum nur hast du dein Glück zerstört?
Sie sieht so bezaubernd aus, trägt gerne Perlenohrringe und kurze, figurbetonte Kleider. Ihr Freund (35) wollte sie bald heiraten. Und auch ihren Traumberuf hatte die Dortmunderin gefunden: Bankkauffrau. Jetzt sitzt Nicole in U-Haft. Sie wurde zur Komplizin bei einem Banküberfall!"
"Eine bezaubernde Frau: Nicole (28) im sexy Kleid. Ihr drohen 10 Jahre Haft" Das Foto soll von ddp sein und der ganze Text ist auf der Online-Page der BILD-Zeitung zu betrachten
vabanque - am Donnerstag, 19. Februar 2004, 20:44 - Rubrik: BankerInnen und PolizistInnen
Eine Rubrik dieses Weblogs widmet sich dem Bankraub durch Banker, Bankangestellte und PolizistInnen
Newsclick, 9.2.2004
Bankangestellte gesteht: Arbeitgeber um 940 000 Euro betrogen
Hildesheim (lni) - Eine Bankangestellte hat am Montag vor dem Hildesheimer Landgericht gestanden, mehr als 940 000 Euro hinterzogen zu haben. Die 41-Jährige hatte von 1993 bis 2001 immer wieder Gewinne des Unternehmens statt auf interne Ertragskonten auf ihr privates Gehaltskonto überwiesen. Insgesamt soll der Allbank dadurch ein Schaden von rund 1,18 Millionen Euro entstanden sein. Weil die Taten vor 1996 verjährt sind, geht es in dem Strafverfahren jedoch nur noch um die 940 000 Euro.
"Das ist mir irgendwie so in den Kopf gekommen. Und dann habe ich auf dem Buchungsbeleg einfach meine Kontonummer statt der Ertrags- Kontonummer eingetragen", sagte die 41-Jährige. Aufgefallen seien die Taten niemandem - weder den Mitarbeitern, die die Zahlungen genehmigen mussten, noch denen, die die Buchung schließlich ausführten. "Eine Innenrevision hat es bei der Allbank nicht gegeben", erzählte die Angeklagte. Damals gehörte das Unternehmen der Bankgesellschaft Berlin, es sei deshalb nur von der konzerneigenen Verbandsrevision kontrolliert worden.
"Ich habe natürlich daran gedacht, dass es rauskommen könnte. Aber dann habe ich das immer verdrängt", berichtete die Angeklagte. Sie habe mit den Zahlungen auch deshalb nicht aufhören können, weil sie ihren Lebensstandard halten musste. Das hinterzogene Geld gab sie nach eigenen Angaben vor allem für Kleidung und Reisen aus.
Newsclick, 9.2.2004
Bankangestellte gesteht: Arbeitgeber um 940 000 Euro betrogen
Hildesheim (lni) - Eine Bankangestellte hat am Montag vor dem Hildesheimer Landgericht gestanden, mehr als 940 000 Euro hinterzogen zu haben. Die 41-Jährige hatte von 1993 bis 2001 immer wieder Gewinne des Unternehmens statt auf interne Ertragskonten auf ihr privates Gehaltskonto überwiesen. Insgesamt soll der Allbank dadurch ein Schaden von rund 1,18 Millionen Euro entstanden sein. Weil die Taten vor 1996 verjährt sind, geht es in dem Strafverfahren jedoch nur noch um die 940 000 Euro.
"Das ist mir irgendwie so in den Kopf gekommen. Und dann habe ich auf dem Buchungsbeleg einfach meine Kontonummer statt der Ertrags- Kontonummer eingetragen", sagte die 41-Jährige. Aufgefallen seien die Taten niemandem - weder den Mitarbeitern, die die Zahlungen genehmigen mussten, noch denen, die die Buchung schließlich ausführten. "Eine Innenrevision hat es bei der Allbank nicht gegeben", erzählte die Angeklagte. Damals gehörte das Unternehmen der Bankgesellschaft Berlin, es sei deshalb nur von der konzerneigenen Verbandsrevision kontrolliert worden.
"Ich habe natürlich daran gedacht, dass es rauskommen könnte. Aber dann habe ich das immer verdrängt", berichtete die Angeklagte. Sie habe mit den Zahlungen auch deshalb nicht aufhören können, weil sie ihren Lebensstandard halten musste. Das hinterzogene Geld gab sie nach eigenen Angaben vor allem für Kleidung und Reisen aus.
vabanque - am Donnerstag, 19. Februar 2004, 20:31 - Rubrik: BankerInnen und PolizistInnen
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Die Symbionese Liberation Army (SLA) und der legendäre Bankraub der Verlegerstochter Patty Hearst in einem neuen Dokumentarfilm
»Neverland – the Rise and Fall of the Symbionese Liberation Army«, Regie: Robert Stone, USA 2004, 89 Minuten,
"Der Dokumentarfilm von Robert Stone ist die erste Auseinandersetzung mit der bekanntesten und spektakulärsten terroristischen Vereinigung in der Geschichte der USA. In einer Mischung aus Black-Power-Radikalismus, ‘White Guilt’ und politischer Paranoia zog die SLA 1973 aus, um eine Revolution in Gang zu setzen. Mit der Entführung der Medienerbin Patty Hearst, die sich der Gruppierung später anschloss, löste die SLA einen ungeheuren Medienrummel aus. Jedes Detail des spiralförmigen Abstiegs ihrer Angehörigen in die surrealen Grenzbereiche des politischen Extremismus wurde publiziert. Dieses bizarre Spektakel nahm einige der schlimmsten Exzesse des modernen Fernsehjournalismus vorweg. Ein Vierteljahrhundert später gilt die zwei Jahre dauernde Verbrechensorgie der SLA noch immer als eines der wichtigsten Beispiele für den modernen, von den Medien angeheizten politischen Terrorismus. Robert Stone versteht es, mit großem Geschick die Stimmung der frühen 70er Jahre einzufangen, in der die SLA gegründet wurde, und die politischen und kulturellen Zusammenhänge zu veranschaulichen. Mit Neverland hat er ein eindrucksvolles Porträt jener Zeit geschaffen und die Entstehung der SLA aus dem Dunstkreis der Mythenbildung hervorgeholt."
HARALD FRICKE über den
»Radical Chick« der SLA
in: taz Berlin lokal Berlinale, 12.2.2004
“Terrorism sucks, celebrity rules: Robert Stones Dokumentarfilm "Neverland" erinnert im Forum der Berlinale an die US-Terror-Medienhysterie der Siebziger und die Entführung der Verlegertochter Patty Hearst
Kann es bessere Werbung geben? Als sein Dokumentarfilm auf dem Sundance-Festival lief, erklärte Robert Stone, dass er Parallelen sehe zwischen al-Qaida und der Medienhysterie um die Symbionese Liberation Army (SLA) in den Siebzigerjahren. Damit hatte der Regisseur einen Coup gelandet: Der Feind im Innern ist noch immer eine Vorstellung, bei der es Amerika schwer gruselt -terrorism sucks!”
Aus heutiger Sicht ist die Geschichte der SLA ein bisschen Bonnie&Clyde-Mythos und ein schrecklicher Niedergang von politischem Aktivismus. Die Gruppe hatte sich 1972 aus Wut über Nixons Wiederwahl gebildet. Dahinter standen naive Vorstellungen: 30 Jahre später erinnert sich Exmitglied Russ Little im Interview, dass er mit Robin Hood im Fernsehen aufgewachsen war und sich irgendwann selbst als einen solchen Kämpfer für Gerechtigkeit imaginiert hatte. Da passt auch der Titel von Stones Dokumentation: "Neverland" ist das Märchendomizil von Peter Pan, der nie erwachsen werden wollte.
(...)
Der nächste Erfolg kam, als sich Hearsts Tochter auf die Seite der Entführer stellte und unter dem Decknamen Tania bei Banküberfällen half. 1975 wurde ein Teil der SLA in Los Angeles bei einem Shootout getötet, das Amerika live am Bildschirm mitverfolgen konnte. In irren Sequenzen stolpern Kameramänner und Scharfschützen durcheinander: womöglich die Geburtsstunde des embedded journalism.
Weiter
"Live dabei"
Grit Lemke in der Jungen Welt (Feuilleton), 13.02.2004 über die 70er Jahre und wie sie in »Neverland« präsentiert werden:
In seiner genialen, stringent und rasant geschnittenen Montage aus Zeitzeugen-Interviews und teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial, Trick- und Spielfilmszenen macht Stone aber auch deutlich, wie sehr die SLA-Mitglieder selbst Kinder ihrer Zeit und deren Kultur waren. Hollywood läßt grüßen, wenn die selbsternannten Rächer der Entrechteten als Lösegeld für die entführte Millionenerbin Patty Hearst Nahrungsmittel für die Armen forderten. Hearst selbst wurde mit einem der Entführer zu »Bonny and Clyde«, und als sie eine Bank ausraubten, taten sie das, wie ein Zeitzeuge später sagt, »so artistically«.
Der ganze Text …
»Neverland – the Rise and Fall of the Symbionese Liberation Army«, Regie: Robert Stone, USA 2004, 89 Minuten,
"Der Dokumentarfilm von Robert Stone ist die erste Auseinandersetzung mit der bekanntesten und spektakulärsten terroristischen Vereinigung in der Geschichte der USA. In einer Mischung aus Black-Power-Radikalismus, ‘White Guilt’ und politischer Paranoia zog die SLA 1973 aus, um eine Revolution in Gang zu setzen. Mit der Entführung der Medienerbin Patty Hearst, die sich der Gruppierung später anschloss, löste die SLA einen ungeheuren Medienrummel aus. Jedes Detail des spiralförmigen Abstiegs ihrer Angehörigen in die surrealen Grenzbereiche des politischen Extremismus wurde publiziert. Dieses bizarre Spektakel nahm einige der schlimmsten Exzesse des modernen Fernsehjournalismus vorweg. Ein Vierteljahrhundert später gilt die zwei Jahre dauernde Verbrechensorgie der SLA noch immer als eines der wichtigsten Beispiele für den modernen, von den Medien angeheizten politischen Terrorismus. Robert Stone versteht es, mit großem Geschick die Stimmung der frühen 70er Jahre einzufangen, in der die SLA gegründet wurde, und die politischen und kulturellen Zusammenhänge zu veranschaulichen. Mit Neverland hat er ein eindrucksvolles Porträt jener Zeit geschaffen und die Entstehung der SLA aus dem Dunstkreis der Mythenbildung hervorgeholt."
HARALD FRICKE über den
»Radical Chick« der SLA
in: taz Berlin lokal Berlinale, 12.2.2004
“Terrorism sucks, celebrity rules: Robert Stones Dokumentarfilm "Neverland" erinnert im Forum der Berlinale an die US-Terror-Medienhysterie der Siebziger und die Entführung der Verlegertochter Patty Hearst
Kann es bessere Werbung geben? Als sein Dokumentarfilm auf dem Sundance-Festival lief, erklärte Robert Stone, dass er Parallelen sehe zwischen al-Qaida und der Medienhysterie um die Symbionese Liberation Army (SLA) in den Siebzigerjahren. Damit hatte der Regisseur einen Coup gelandet: Der Feind im Innern ist noch immer eine Vorstellung, bei der es Amerika schwer gruselt -terrorism sucks!”
Aus heutiger Sicht ist die Geschichte der SLA ein bisschen Bonnie&Clyde-Mythos und ein schrecklicher Niedergang von politischem Aktivismus. Die Gruppe hatte sich 1972 aus Wut über Nixons Wiederwahl gebildet. Dahinter standen naive Vorstellungen: 30 Jahre später erinnert sich Exmitglied Russ Little im Interview, dass er mit Robin Hood im Fernsehen aufgewachsen war und sich irgendwann selbst als einen solchen Kämpfer für Gerechtigkeit imaginiert hatte. Da passt auch der Titel von Stones Dokumentation: "Neverland" ist das Märchendomizil von Peter Pan, der nie erwachsen werden wollte.
(...)
Der nächste Erfolg kam, als sich Hearsts Tochter auf die Seite der Entführer stellte und unter dem Decknamen Tania bei Banküberfällen half. 1975 wurde ein Teil der SLA in Los Angeles bei einem Shootout getötet, das Amerika live am Bildschirm mitverfolgen konnte. In irren Sequenzen stolpern Kameramänner und Scharfschützen durcheinander: womöglich die Geburtsstunde des embedded journalism.
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"Live dabei"
Grit Lemke in der Jungen Welt (Feuilleton), 13.02.2004 über die 70er Jahre und wie sie in »Neverland« präsentiert werden:
In seiner genialen, stringent und rasant geschnittenen Montage aus Zeitzeugen-Interviews und teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial, Trick- und Spielfilmszenen macht Stone aber auch deutlich, wie sehr die SLA-Mitglieder selbst Kinder ihrer Zeit und deren Kultur waren. Hollywood läßt grüßen, wenn die selbsternannten Rächer der Entrechteten als Lösegeld für die entführte Millionenerbin Patty Hearst Nahrungsmittel für die Armen forderten. Hearst selbst wurde mit einem der Entführer zu »Bonny and Clyde«, und als sie eine Bank ausraubten, taten sie das, wie ein Zeitzeuge später sagt, »so artistically«.
Der ganze Text …
vabanque - am Donnerstag, 19. Februar 2004, 20:21 - Rubrik: Politischer Bankraub
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DeutschlandRadio-Online
Deutschlandfunk: Politische Literatur
Manuskript vom: 27.11.2000 • 19:15
Autor: Willi Jasper
Redaktion: Hermann Theißen
"Unser Rezensent Volker Ullrich hat jetzt im Münchner C.H. Beck Verlag eine Biographie vorgelegt, die das Leben des Sozialrevolutionärs und Rebellen Karl Plättner erzählt."
"3. Juni 1921, Depositenkasse der Deutschen Bank in Dresden. Kurz nach 8 Uhr drangen sieben Männer mit gezogenen Revolvern in die Bank ein, während einer vor der Tür Wache hielt. Der Anführer rief: "Hände hoch! Leisten Sie keinen Widerstand!" und forderte den Bankvorsteher auf, das Geld gutwillig herauszugeben, da er es für revolutionäre Zwecke gebrauchen wolle. Während ein Kumpan mit geübten Griffen die Telefonkabel abriss, wurden die Bankbeamten an Händen und Füßen gefesselt, die weiblichen Angestellten in einen separaten Raum eingesperrt. Dem Kassierer blieb
nichts anderes übrig, als sich der Drohung zu beugen und den
Kassenschlüssel herauszugeben. Der Anführer und ein Begleiter entnahmen dem Tresor 249.700 Mark nebst 82o Tschechische Kronen und verstauten die Beute in Säcke. Die ganze Aktion dauerte nur eine Viertelstunde. Danach entfernten sich die Einbrecher rasch, der eine Teil zu Fuß, der andere mit dem Kraftwagen."
Weiter
Deutschlandfunk: Politische Literatur
Manuskript vom: 27.11.2000 • 19:15
Autor: Willi Jasper
Redaktion: Hermann Theißen
"Unser Rezensent Volker Ullrich hat jetzt im Münchner C.H. Beck Verlag eine Biographie vorgelegt, die das Leben des Sozialrevolutionärs und Rebellen Karl Plättner erzählt."
"3. Juni 1921, Depositenkasse der Deutschen Bank in Dresden. Kurz nach 8 Uhr drangen sieben Männer mit gezogenen Revolvern in die Bank ein, während einer vor der Tür Wache hielt. Der Anführer rief: "Hände hoch! Leisten Sie keinen Widerstand!" und forderte den Bankvorsteher auf, das Geld gutwillig herauszugeben, da er es für revolutionäre Zwecke gebrauchen wolle. Während ein Kumpan mit geübten Griffen die Telefonkabel abriss, wurden die Bankbeamten an Händen und Füßen gefesselt, die weiblichen Angestellten in einen separaten Raum eingesperrt. Dem Kassierer blieb
nichts anderes übrig, als sich der Drohung zu beugen und den
Kassenschlüssel herauszugeben. Der Anführer und ein Begleiter entnahmen dem Tresor 249.700 Mark nebst 82o Tschechische Kronen und verstauten die Beute in Säcke. Die ganze Aktion dauerte nur eine Viertelstunde. Danach entfernten sich die Einbrecher rasch, der eine Teil zu Fuß, der andere mit dem Kraftwagen."
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contributor - am Mittwoch, 18. Februar 2004, 01:16 - Rubrik: Politischer Bankraub
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Nick Brauns in der Jungen Welt (14.10.2000) über den "organisierten roten Schrecken" und Volker Ullrichs Biographie des Revolutionärs Karl Plättner
" Während der anarchistische Verleger Bernd Kramer im Neuen Deutschland noch zu Spenden für die Veröffentlichung eines neuen Buches über Max Hoelz aufruft, ist im Beck Verlag überraschend die Biographie eines anderen Sozialrebellen der 20er Jahre erschienen. Volker Ullrich, Leiter des Ressorts Politisches Buch der Zeit, hat sich des »ruhelosen Rebells« Karl Plättner angenommen und das einfühlsame Bild eines der kompromißlosesten Revolutionäre der deutschen Geschichte gezeichnet."
Volker Ullrich: Der ruhelose Rebell - Karl Plättner 1893-1945. Beck Verlag, München 2000, 266 Seiten, DM 42.
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" Während der anarchistische Verleger Bernd Kramer im Neuen Deutschland noch zu Spenden für die Veröffentlichung eines neuen Buches über Max Hoelz aufruft, ist im Beck Verlag überraschend die Biographie eines anderen Sozialrebellen der 20er Jahre erschienen. Volker Ullrich, Leiter des Ressorts Politisches Buch der Zeit, hat sich des »ruhelosen Rebells« Karl Plättner angenommen und das einfühlsame Bild eines der kompromißlosesten Revolutionäre der deutschen Geschichte gezeichnet."
Volker Ullrich: Der ruhelose Rebell - Karl Plättner 1893-1945. Beck Verlag, München 2000, 266 Seiten, DM 42.
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contributor - am Mittwoch, 18. Februar 2004, 01:03 - Rubrik: Politischer Bankraub
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