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Das Weblog zur Volkskunde des Bankraubs

 
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Norwegen: Gesuchter Mörder sah ,Passion’ und stellte sich PolizeiDesign

Die katholisch-fundamentalistische Nachrichtenagentur kath-net (29.3.2004) sammelt - nachdem sie bereits von einem bekehrten us-amerikanischen Bankräuber berichtete - weitere Geschichten von angeblichen Bekehrungen durch Mel Gibsons Balkensepp-Splatter. Es soll darüber hinaus noch die Bekehrung von einem leichtgläubigen Bankräuber und Mörder gegeben haben (siehe Link). Na, wenn Gibsons Film Neo-Nazis aus dem Verkehr ziehen hilft, soll es uns recht sein und schließlich hat der Streifen damit auch das Publikum das er verdient:

“Vorsicht, dieser Film könnte Ihr Leben verändern”, müsste auf jeder Kinokarte für “Die Passion Christi” stehen: Erneut hat sich ein Krimineller bekehrt.

Oslo (www.kath.net) „Die Passion Christi“ kann das Leben verändern. Das bestätigt der Fall eines gesuchten norwegischen Mörders und Neo-Nazis, von dem die Zeitung „Dagbladet“ berichtet. Johnny Olsen stellte sich am Samstag der Polizei und bekannte, er sei für zwei Bombenanschläge in den 90er Jahren im linksautonomen Kulturzentrum „Blitz“ in Oslo verantwortlich.


Weiter im Text ...

Eine wahre Geschichte<capus

Alex Capus: Fast ein bißchen Frühling. Roman. Residenz Verlag Salzburg. 175 Seiten, gebunden, 17,90 EUR.

"Es ist geradezu bitterkalt im Winter des Jahres 1933/34 in Westeuropa mit klirrendem Frost und Rekordminustemperaturen, als die beiden jungen Deutschen Kurt Sandweg und Waldemar Velte in Basel auftauchen. Von Frühling keine Spur! Beide sind arbeitslos, planen auszuwandern und haben sich das nötige Reisegeld bei einem Bankraub besorgt. Dabei hat es Tote gegeben. Doch davon wissen die beiden jungen Verkäuferinnen Dorly und Marie - sie ist die Großmutter des Erzählers - nichts."
Weiterlesen im »Neuen Deutschland« vom 14.06.2002

Weitere Rezensionen
literaturkritik.de » Nr. 6, Juni 2003
FAZ (18.4.2002)

Ein TAZ-Interview (19.10.2002) im Berliner Lokalteil anlässlich der Beobachtung, dass im Jahr 2002 in Berlin die Zahl der Banküberfälle wieder gestiegen sind. Und natürlich geht es wieder los, mit dem unvermeidlichen Brecht-Zitat:

"Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?", fragte Bertolt Brechts Mackie Messer.
Der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger hat sich mit der Theorie und Praxis des Bankraubwesens beschäftigt

taz: Was interessiert Sie an Banküberfällen?

Klaus Schönberger: Es gibt zwei verbreitete Kollektivfantasien: im Lotto zu gewinnen und eine Bank zu überfallen. Interessant ist auch, dass die soziale Frage neu verhandelt wird. Leute eignen sich etwas an, das ihnen nicht gehört. Sie haben eine andere Vorstellung von der Verteilung, wie auch immer man das bewertet.

Das ganze Interview lesen …

Wie bereits angekündigt, lief am 1. März 2004 bei »Planet Wissen« im WDR/SWR die Themensendung «Bankraub«.
logo_topVom Inhaltlichen ist vielleicht anzumerken, dass die Redaktion offensichtlich bemüht war, nicht in den Verdacht von allzuviel Sympathie zu geraten. Jedenfalls ist der ganzen Sendung die Tendenz anzumerken, zu betonen, wie wenig Sinn es heute noch machen soll, eine Bank zu überrauben. Das sehen die Täter in der Regel anders, insofern sind solche volkspädagogischen Bemühungen in der Regel auch für die Katz. Ehrlicher wäre gewesen, zuzugeben, dass sie das am liebsten auch gerne machen würden ... aber in einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt wäre das wohl zu viel verlangt.

Etwas ärgerlich ist allerdings, dass dann bei den Ideen von KollegInnen, wie etwa den AutorInnen des Buches «Vabanque«, das letztlich die Idee und die inhaltliche Grundlage der gesamten Sendung lieferte, weniger skrupulös vorgegangen wird. Dieser Befund bezieht sich in erster Line auf die eine Webpage zur Sendung, auf der ziemlich freizügig Ideen und Formulierungen übernommen wurden - ohne das wirklich sachlich richtig auszuweisen.

Das Leben ist hart, und der nächste Bankraub, äh, Ideenklau - ist immer der Schwerste, Na ja, vielleicht auch kein Zufall bei so einem Thema, aber muss es immer gleich so offenkundig sein?

Horst Fantazzini ist am 24. Dezember 2001 im Gefängnis von Dozza gestorben. Banküberfälle, Flucht- und Ausbruchversuche machten Horst Fantazzini zum Häftling mit der längsten Haftstrafe in Italien.
comlibhorfan
Bei Indymedia Österreich

A colloquio con Horst Fantazzini, una vita in carcere: fine pena 2022

Das ist ein typischer Verlauf. Die Sicherheitsvorkehrungen der Banken schützen zuerst das Geld. Ausbaden müssen es dann die Schwächeren und Wehrlosen in und vor den Schalterräumen.

Nachdem die Banken in Folge des Anstiegs von Banküberfällen in den 60er Jahren begannen, Sicherheitsglas usw. einzusetzen, gab es auch die ersten Geiselnahmen. Das war schon damals eine trickreiche Form der Sozialisierung der Kriminalität seitens der Banken.

Immer mehr Überfälle nach Bankomatbesuch
berichtet der ORF (24.3.2004) unter Berufung auf die Wiener Polizei

bankomat"Die Wiener Polizei warnt vor Überfällen nach Geldbehebungen am Bankomaten. Die Statistik ist eindeutig: 2003 wurden 154 Personen ausgeraubt, im Jahr davor waren es nur rund 30.

Ältere Menschen "beliebte" Opfer
Ältere Personen sind besonders gefährdet, nach einem Bankbesuch überfallen zu werden. Sie sind "beliebte" Opfer, da sie oft auf einmal hohe Geldbeträge abheben.

Meist vor Bank überfallen
Meist werden diese Personen von einem der Täter beobachtet und außerhalb der Bank überfallen. Das Geld wird dann an einen Komplizen weitergegeben.

Mehrere Sicherheitstipps
Älteren Menschen rät Peter Jedelsky vom Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst, sich begleiten zu lassen und zu überlegen, ob man diese Geldbehebung wirklich benötigt.
Weiters sollte man aufpassen, nicht beobachtet zu werden. Auch Behebungen in so genannten diskreten Zonen wären sinnvoll, so Jedelsky.
Am sichersten ist es aber laut Jedelsky, möglichst auf bargeldlosen Verkehr umzusteigen."


Aha, solche Tips gibt die Wiener Polizei. Und glauben die wirklich, wenn Bargeld eine geringere Rolle spielt, dass dann beispielsweise das Problem der Beschaffungskriminalität behoben ist? Der beste chutz vor dieser Sorte Kriminalität ist die Entkriminalisierung des Drogengebrauchs. Aber daran hat auch die Polizei kein Interesse, aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Via Warteschlange

sass
Eine schöne Sammlung von Links zu Besprechungen der Verfilmung der Beruftstätigkeit der Gebrüder Sass aus dem Jahr 2001 ist bei <www.filmz.de> zu finden.
Darunter auch eine kritische Besprechung von Klaus Schönberger, dem Herausgeber von "Vabanque", im Tübinger Schwäbischen Tagblatt.

"Durch Geld ist alles zu haben! Auch Dynamit. Haben Revolutionäre Geld,so werden sie auch Dynamit bekommen. Ohne jenes können sie dieses weder machen, noch kaufen. Da der Ankauf von Dynamit leichter und billiger ist, als dessen Privat-Herstellung, so wird man es eben kaufen. Ergo lautet die Parole: Thut Geld in Euren Beutel! Null von Null geht nicht, werdet ihr sagen. Da wir nichts haben, müssen auch die Beutel leer bleiben. Das Geld befindet sich eben in den Beuteln anderer Leute. Wie es da heraus praktizirt werden kann, wird immer des Pudels Kern bleiben ..."

Aus: Johann Most: Revolutionäre Kriegswissenschaft. Ein Handbüchlein zur Anleitung betreffend Gebrauches und Herstellung von Nitro-Glycerin, Dynamit, Schießbaumwolle, Knallquecksilber, Bomben, Brandsätzen, Giften usw. Nachdruck nach der Ausgabe New York 1885 mit einer Auskunft über den Autor von H. M. Enzensberger. Rixdorfer Verlagsanstalt 1980, S. 10.

Zur Biographie des Augsburger Anarchisten Johannes Most

Schwäbisches Tagblatt, 24.3.2004viett

"Inge Viett war aktiv bei der „Bewegung 2. Juni“ und der RAF, wurde in den 70er Jahren als „Top-Terroristin“ gesucht, tauchte 1982 in der DDR unter und saß von 1990 an sieben Jahre im Gefängnis. Vor rund 90 Leuten las sie im Reutlinger Café Nepomuk aus ihrem Buch „Nie war ich furchtloser“ und stellte sich den Fragen aus dem Publikum.
(...)
Ihre erste Zeit im Untergrund beschrieb sie geradezu euphorisch: Sie sei von einem „stolzen Gefühl der Hingabe“ erfüllt gewesen. „Der übermächtige Imperialismus hatte seine Kraft verloren. Wir bekämpften alles – und vor allem die Banken“. Nach der Auflösung der “Bewegung 2. Juni“ schloss sie sich 1980 der RAF an."



Zur Biographie von Inge Viett

mausSowas muss wohl unter der Überschrift "Witze" abgelegt werden

Centre de recherches interdisciplinaires sur l'Allemagne (CRIA) Paris
28.02.2004, Paris

Tagungsbericht von Jakob Vogel
Journée d'étude: " Le criminel. L'action humaine entre discours et
pratique quotidienne au XIXe siècle. Une comparaison entre la France et l'Allemagne "


(…)
Die von der Fondation Maison Heinrich Heine unterstützte Veranstaltung vereinte ca. 20 Teilnehmer aus beiden Ländern. Ausgangspunkt waren Überlegungen von Falk BRETSCHNEIDER (CRIA Paris), der dazu aufrief, die bislang stark diskurszentrierten Forschungen zur Kriminalität im 19. Jahrhundert durch eine eher handlungsorientierte Analyse der Reaktionen von "Kriminellen" auf die ihnen diskursiv zugewiesenen Klassifikationen zu ergänzen. Der Titel der Tagung, "Le criminel. L'action humaine entre discours et pratique quotidienne au XIXe siècle. Une comparaison entre la France et l'Allemagne", rückte dabei die durchaus kontroverse These in den Mittelpunkt, daß häufiger als oft angenommen Menschen in der Vergangenheit in der Lage waren, eigene Lebensentwürfe gegen determinierende Normen durchzusetzen. Sie vermochten mit den "herrschenden" Diskursen quasi zu verhandeln und ihnen eigene Freiräume abzuringen. Diese These versprach eine interessante neue Perspektive auf die Kriminalitätsforschung, da die individuellen Handlungsmöglichkeiten hier kaum getrennt von der Frage der Macht betrachtet werden können.
(…)
Mit seinen Beiträgen und Diskussionen, die sich immer wieder um den Status der jeweiligen Quellen, ihre Materialität und die ihnen eigenen Perspektiven drehten, erwies der Workshop die Chancen einer Kriminalitätsgeschichte, welche die Anregungen Foucaults
weiterentwickelt und die Frage nach der "Opferrolle" des Kriminellen im System des Strafvollzugs neu in den Blick nimmt. Wie die angeregten Debatten zeigten, gerät damit die Konstruktion der jeweiligen "Diskurse" in doppelter Hinsicht in den Blick: zum einen als Frage an den Forscher nach den Eigenheiten der einzelnen zeitgenössischen Diskurse über die Person des Kriminellen (wobei die Quellen aus der Expertenperspektive naturgemäß reichhaltiger fließen), zum anderen aber auch nach der Perspektive, welche die Auswahl von unterschiedlichen Quellengattungen für die historiographische Behandlung des Themas impliziert. Experten und "Betroffene", "Beobachter", Täter und Opfer erscheinen dabei gleichermaßen, aber in unterschiedlicher, machtdurchwirkter Weise als Akteure wechselnder "Sprachspiele" um den Kriminellen, zu deren Entwirrung der deutsch-französische Workshop einen wichtigen Beitrag geleistet hat.

Den ganzen Tagungsbericht lesen ...

bei dejure.org zu den Delikten Weitere Abfrage zum Begriff "Bankraub" bei der HRR-Strafrechtsdatenbank

Die römisch-katholische KATH.NET-Info-Site berichtete am 21.3 2004 über eine besonderer Erleuchtung in den USA:

USA: Bankräuber stellte sich, nachdem er 'The Passion' gesehen hatte

Vor zwei Jahren raubte James Anderson 25.000 US-Dollar. Nachdem er den Film "The Passion of the Christ" gesehen hatte, verspürte er den Drang, sein Gewissen erleichtern.

Palm Beach Gardens, USA (www.kath.net) Ein Bankräuber bekehrte sich, nachdem er Mel Gibson's "The Passion of the Christ" gesehen hatte. Vor über zwei Jahren raubte James Anderson 25.000 US-Dollar aus einer Bank in Palm Beach Gardens im US-Bundesstaat Florida, wie die "Palm Beach Post" berichtete. Nun stellte er sich der Polizei, weil ihn Mel Gibsons Verfilmung der letzten zwölf Stunden im Leben Jesu so berührt hatte und er sich wünschte, "rein" zu werden. Polizeisprecher Paul Miller berichtete, er habe gesagt "Ich habe 'The Passion' gesehen und das hat meine Entscheidung herbeigeführt". Anderson habe sogar den Polizisten aufgefordert, sich den Kinofilm auch anzusehen."


Bankräuber!!! Hütet Euch vor den wahren Gefahren des Lebens!

An die Adresse von Jan Philipp Reemtsma gerichtet (anlässlich seines Versuches das Copyright einer von ihm vertreteten Stiftung eines Adorno-Textes mittels der Justiz Geltung zu verschaffen) kalauert die Kommunikationsguerilla-nahe Wiener Monochrom-Kombo:

"Was ist schon der unerlaubte Nachdruck eines Textes gegen den Besitz eines solchen - sagt Brecht, zwar über Banken, aber es passt auch hier."

Und über Reemtsma und seine hier auch schon erwähnten Geld-Assoziationen:
"Da es aber kein richtiges Millionärwerden im falschen gibt, darf uns das durchaus wurscht sein."

Die Sächsische Zeitung (19.3.2004) hat ein Faible für merkwürdige Themen im Kontext von Banküberfällen und Kriminalität (Vgl. SZ-Online)


Bettler und Banditen in Mexiko verehren die „La Santa Muerte“, die heilige Frau Tod
Von Klaus Blume

Der Tod ist auf Spanisch weiblich und heißt „La Muerte“. In Tepito, einem als Räuberhöhle verrufenen Viertel von Mexiko-Stadt, ist er, genauer gesagt sie, den Lebenden heilig.

Vor einer Hauswand steht dort „La Santa Muerte“, die heilige Frau Tod, in einem gläsernen Schrein. In der rechten Hand hält sie eine Sense und eine Waage, in den knöchernen Fingern der linken ruht eine Weltkugel. Den Körper der Skelettfigur umhüllt ein langes Gewand. Vor ihrem Altar brennen Kerzen. Rund herum sind Äpfel und Zigarren neben vollen Tequilagläsern und Bierdosen aufgereiht. Die schaurige Figur hat viele Verehrer. …
„Die Leute hier bitten La Santa Muerte um Dinge, um die sie die Jungfrau von Guadalupe niemals bitten würden, etwa um den Schutz bei einem Banküberfall oder einer Schießerei“, sagt Aridjis. Kinder flehten die Heilige an, ihre im Gefängnis sitzenden Väter zurückzubringen. Vor dem Altar von Frau Tod ist der ganze Bordstein mit Blumen bedeckt. Aus den schäbigen Gassen der Umgebung strömen an einem sonnigen Nachmittag die Menschen zum Rosenkranzgebet herbei. Einige tragen gewaltige Blumenkörbe auf dem Kopf, andere haben ihre eigenen Santa-Muerte-Figuren im Arm, um sie vor dem Altar segnen zu lassen. Ein Taxifahrer, der vorüberfährt, bekreuzigt sich. „Das ist kein Aberglaube, La Santa Muerte existiert“, ruft ein junger Mann der Journalistengruppe zu. Die Besucher werden gebeten, sich bloß nicht von der Gruppe zu entfernen.


santamVgl. a. in englischer Sprache Mexican death cult coming out of closet
sowie in Spanisch das Buch des Schriftstellers HOMERO ARÍDJIS über LA SANTA MUERTE

update im März 2006:
Auch beim ARD-Weltspiegel wird über die "Schutzheiligen für Gauner" berichtet

wollen die Hinterthurgauer Raiffeisenbanken,
indem sie die Sicherheit in ihren Geschäftsstellen noch weiter erhöhen.

Die Thurgauer Zeitung (20.3.2004) berichtet über die Anstrengungen zur Prävention vor Banküberfällen:

"(…)
Routine unbedingt vermeiden
Insgesamt beobachte man derzeit verschiedene Trends in Europa. Unter anderem seien Täter vermehrt in ländlichen Regionen tätig. «Weil die Bankräuber davon ausgehen, dass es länger dauert bis die Polizei erscheint oder dass der Sicherheitsstandard nicht sehr hoch ist», so Peter Bühler. Um diesem Problem zu begegnen, hätten die Hinterthurgauer Raiffeisenbanken ein Sicherheitskonzept realisiert. wwwZu diesem gehöre die Gefahrenermittlung und Risikoanalyse in einer Bank, eine Notfallorganisation (Notfall-Telefonnummern, Sammelplätze) und eine gut ausgebaute Sicherheitsorganisation. «Unter anderem führen wir auch eine jährliche Sicherheitsüberprüfung durch, um zu wissen, wo sich in einer Bank oder bei den Mitarbeitern noch Schwachstellen befinden», so Ruedi Bleichenbacher. Wie das verbesserte Sicherheitskonzept in einer Hinterthurgauer Raiffeisenbank aussieht, erklärte Peter Bühler: «Unter anderem verfügen wir über die modernste Sicherheitsinfrastruktur, zweimal jährlich werden unsere Mitarbeiter geschult und sensiblisiert für Sicherheitsbelange.» Zusätzlich finde auch ein unregelmässiger Patrouillendienst der Weinfelder Delta Security statt. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht, doch man könne mit verschiedenen Massnahmen das Risiko eines Banküberfalls oder ähnliches vermindern, erklärte der Delta-Geschäftsverantwortliche Markus Biedermann. Es gelte vor allem das Motto: «Auf keinen Fall Routine aufkommen lassen, damit eine Tat nur schlecht planbar ist.» Die Delta Security führe beispielsweise den Patrouillendienst zu verschiedenen Tageszeiten in der Bank und der Umgebung durch. Auch helfe man mit bei der Sicherheitsschulung der Raiffeisenbanken-Mitarbeiter.
Für die Sicherheitsaufwendungen investieren die Hinterthurgauer Raiffeisenbanken «jährlich einen fünfstelligen Betrag», so Peter Bühler: «Mit all den getroffenen Massnahmen fühlen sich nebst unseren Mitarbeitern auch die Kunden sicherer.» Derzeit würden die Hinterthurgauer Raiffeisenbanken mit ihrem Sicherheitskonzept eine Vorreiterrolle im Kanton spielen: «Wir sind der Testmarkt im Kleinen. Funktionieren die getroffenen Massnahmen bei uns, so ist es möglich, dass die getroffenen Massnahmen auch im restlichen Kanton angewendet werden."

– selbstverständlich mit dem unvermeidlichen Bert Brecht – hat Hartmut Weist auf seiner Webpage versammelt.

RunningBook33Irgendwie haben da ein paar Bookcrosser einen Narren am Thema Bankraub und insbesondere an Vabanque gefressen. Das Buch zirkuliert und mitunter lassen sich Mythen wie in Sachen Bonnie & Clyde offenbar doch de-konstruieren.

"Vabanque - bankraub, theorie, praxis, geschichte by klaus schönberger (hg.) - Review - BookCrossing - FREE YOUR BOOKS!

Was irgendwie nicht stimmt an dem Cartoon ist, die Tatsache, dass Banküberfälle (weltweit) auf wesentlich mehr Sympathien stoßen als diese neue Version der ursprünglichen Akkumulation namens "Globalisierung". Ansonsten wieder so ein Versuch, darauf hinzuweisen, wo die "wirklichen" Verbrecher sitzen. Wenn's der Wahrheitsfindung dient ....
U776

Das was für die deutsche Sprache der berühmte Brecht-Spruch ist, ist im us-amerikanischen Kontext die Willie "The Actor" Sutton zugeschriebene Antwort, warum er denn Banken ausraube: "Where the money is ..."
Ein amerikanischer Journalist beschreibt auf der Webpage "ABA - Banking Journal" seine Recherchen über dieses Zitat. Ihmzufolge habe Sutton dies nie gesagt. Auch interessant, die Akribie, die einer reinsteckt um das zu beweisen. Als ob es darauf ankäme. Der Mythos braucht nicht die Wahrheit, sondern er richtet sich nach dem Bedarf aus.

The bank robber, THE QUOTE, and the final irony

In search of Willie: A reporter's odyssey finds that 20 years ago, the noted bank robber and prison escape artist locked himself up for the last time
By Steve Cocheo, executive editor

This is the story of what became an obsession. Sometime last fall, I slit the last of the Monday mail and found the text of an executive's speech. I skimmed the document for news. There it was, a few pages into the text, "it" not being news, but "THE QUOTE," which I have read and heard, even borrowed, hundreds of times in 18 years of writing about banks.

If you've ever been to a banking conference, you've heard, or even used it, yourself. With many variations, it goes like this:
"As Willie Sutton the bank robber said when asked why he robbed banks, 'because that's where the money is'."
I can't say what triggered the two questions that morning, but neither would leave me alone:

1. Who the heck was Willie Sutton, anyway, and why did people keep quoting him?
2. Did this Sutton ever really say this quote--or was this just one more in the long line of myths and legends of banking?


Hier geht's weiter: Welcome to ABA - The Banking Journal

Irgendwie haben die Vorstellung von Lottogewinn und Bankraub doch etwas gemeinsam. Jedenfalls sind solche Assoziationen zu häufig und können kein Zufall sein. Jasmin Fischer phantasiert in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), 17.3.2004:

Lottokönig stellt sich seinem Millionengewinn

Es geht um Geld, sehr viel Geld, einen Flüchtigen und die Fahndung nach ihm. Nun hat er sich endlich gestellt: Der Lottogewinner des 9,1-Millionen-Jackpots ist gefunden. Getarnt hat er sich wochenlang wie ein Bankräuber. Er hat Spuren verwischt und wollte gar auf die "Beute" verzichten.

"Wir wissen wenig über ihn, aber er ist es", freut sich Elmar Bamfaste, Sprecher der Westdeutschen Lotterie GmbH. Ihm ist die Erleichterung deutlich anzumerken: "Er hat sich telefonisch bei uns gemeldet, und unser Glücksbote ist heute morgen zu ihm rausgefahren."

Aber wer ist denn dieser Mann, der am 3. Januar mit der Kombination 5, 1
5, 16, 37, 41, 48 und der Superzahl 7 über Nacht zum Multimillionär wurde? Sicher ist nur: Der Gewinner kommt aus dem Raum Dortmund, ist kaufmännischer Angestellter, zwischen 50 und 60 Jahre alt, und er hat verdammt starke Nerven.

"Er wusste seit der Ziehung der Lottozahlen am 3. Januar, dass er gewonnen hat", sagt Bamfaste. "Aber er hat sich in Schweigen gehüllt." Nicht nur das - der Glückspilz hat sich sogar getarnt. "Er hat weiter Lotto gespielt, nur nicht mehr mit seiner Glücksreihe, weil er Angst hatte, man könnte ihn daran erkennen."
(...)
Gerade frisch gedruckte Fahndungsplakate kann Bamfaste nun einstampfen lassen. Und alle die, die sich auf eines der 111 Autos und kleineren Summen gefreut haben, die ausgeschüttet worden wären, hätte sich der Unbekannte nicht gemeldet, denen bleibt es nur noch, sich mit einem sehr nachdenklichen und sehr vorsichtigen Dortmunder zu freuen.

 

twoday.net AGB

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