tja leider erst heute abend mitbekommen:
Klaus Schönberger und MC Orgelmüller irgendwann heute nacht auf xxp - aber wer kann das schon empfangen ...
Sonntag - 02. Januar 2005 auf XXP, 21:50
dctp KONTEXT: Verbrechen im Wandel der Zeit
dctp Kulturmagazin
u.a.: Strahl der Wahrheit / Norbert Kückelmann über die klassische Sammlung berühmter Justizfälle: Den Pitaval
"Pitaval" heißt die klassische Sammlung berühmter Rechtsfälle, begründet 1734 von Francois Gayot de Pitaval (1673 - 1743) in Frankreich. Friedrich Schiller, fasziniert von diesem Werk, übersetzte eine Auswahl ins Deutsche. Später erschienen weitere Sammlungen im 19. und 20. Jahrhundert. Diese Chroniken von Justizfällen zeigen die Wandlung des Verbrechens im Laufe der Zeiten. Wo heute Sensation die publizistische Aufmerksamkeit bestimmt, war es zu Anfang der Justiz-Berichterstattung die Aufklärung: Der Strahl der Wahrheit. Filmemacher und Rechtsanwalt Dr. Norbert Kückelmann berichtet.
Amok / Das Ende der Einfühlung
Was die Europäer an den asiatischen Amokläufern im 19. Jahrhundert schockierte, sagt Prof. Dr. Joseph Vogl, war der "Terror der Nicht-Unterscheidung". Aus einem Anlass, der zu einem Gemetzel in keinem Verhältnis stand, also "ohne Grund" und gleicherweise grausam gegen Freund und Feind, rannten Mörder durch die Dörfer und töteten. Sie riefen: "Amok, Amok", was so viel heißt wie: "Vernichtet sie".
Inzwischen gehören auch in den westlichen Ländern Amokschützen zu den großen öffentliche Zeichen, die eine Zeitenwende signalisieren.
Prof. Dr. Vogl, von der Bauhaus Universität Weimar, berichtet. Mit Beispielen aus Java, Tasmanien, U.S.A., Schottland u.a.
24 Stunden unsortierte Wirklichkeit / Erfahrungen im mobilen Streifensatz
Die Beamten der Schutzpolizei treffen bei ihren Einsätzen, anders als die Krimi-nalisten, auf unsortierte Wirklichkeit. Keine festen Regeln, keine Vorbereitung, keine Akten helfen ihnen. Keine Situation ist genau wie die andere.
Der Sozialforscher Prof. Dr. Joachim Kersten hat im Rahmen seiner Feldforschung den mobilen Streifendienst begleitet. Er berichtet.
Korruption ist überall / Hans Leyendecker: Korruption zerstört Vertrauen
Hans Leyendecker über Korruption in Afrika, Asien, Südamerika, Russland und in unserem eigenen Europa: Korruption ist überall. Der Journalist Hans Leyendecker berichtet. Er ist leitender politischer Redakteur der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG und Verfasser des Buches "Die Korruptionsfalle".
Die UNO der Kriminologen / Prof. Dr. Joachim Kersten über die Weltöffentlichkeit der Verbrechensforscher
Auf dem Weltkongress für Kriminologie in Rio de Janeiro. Viele Kriminologen aus dem Westen sind zu dem jährlichen Kongress nicht erschienen, weil sie in Brasilien ihre Entführung fürchten. Zu den Themen des Kongresses gehören Piraterie, Terror, Prävention und Kriminalität weltweit. Was sind die neuesten Schwerpunkte in der Kriminalforschung in einer wirren Welt?
Vabanque / Klaus Schönberger Theorie und Praxis des Bankraubs
85% aller Bankräuber sind Ersttäter. Seit der Zeit des Wilden Westens in den U.S.A. sind Banküberfälle Ziel von populärer Phantasie, aber auch wirkliches Objekt krimineller Praxis. Die heutigen Sicherheitssysteme haben diese Praxis verändert.
Der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger dokumentiert in dem von ihm herausgegebenen Buch VABANQUE Theorie, Praxis und Geschichte des Bankraubs mit Bankräuber-Medleys von Mac Orgelmüller.
Der Bestrafer / Die 7 Todsünden
In einem U.S.-Film erweist sich eine Mordserie als vom Motiv her unaufklärbar. Die Morde sind extrem grausam. Ein Nutzen für den Täter zeigt sich nirgends. Die Polizeibehörden kommen erst beim letzten der Morde, der durch alle Intelligenz der Verfolgungsbehörden unvermeidbar bleibt, zum Schlüssel des Geschehens: ein Fundamentalist der Werte mordet, um die 7 Todsünden zu bezeichnen. Brad Pit in der Rolle des verunglückenden Strafverfolgers. Dr. Ulrike Sprenger, Verfasserin des PROUST-ABC, berichtet.
Klaus Schönberger und MC Orgelmüller irgendwann heute nacht auf xxp - aber wer kann das schon empfangen ...
Sonntag - 02. Januar 2005 auf XXP, 21:50
dctp KONTEXT: Verbrechen im Wandel der Zeit
dctp Kulturmagazin
u.a.: Strahl der Wahrheit / Norbert Kückelmann über die klassische Sammlung berühmter Justizfälle: Den Pitaval
"Pitaval" heißt die klassische Sammlung berühmter Rechtsfälle, begründet 1734 von Francois Gayot de Pitaval (1673 - 1743) in Frankreich. Friedrich Schiller, fasziniert von diesem Werk, übersetzte eine Auswahl ins Deutsche. Später erschienen weitere Sammlungen im 19. und 20. Jahrhundert. Diese Chroniken von Justizfällen zeigen die Wandlung des Verbrechens im Laufe der Zeiten. Wo heute Sensation die publizistische Aufmerksamkeit bestimmt, war es zu Anfang der Justiz-Berichterstattung die Aufklärung: Der Strahl der Wahrheit. Filmemacher und Rechtsanwalt Dr. Norbert Kückelmann berichtet.
Amok / Das Ende der Einfühlung
Was die Europäer an den asiatischen Amokläufern im 19. Jahrhundert schockierte, sagt Prof. Dr. Joseph Vogl, war der "Terror der Nicht-Unterscheidung". Aus einem Anlass, der zu einem Gemetzel in keinem Verhältnis stand, also "ohne Grund" und gleicherweise grausam gegen Freund und Feind, rannten Mörder durch die Dörfer und töteten. Sie riefen: "Amok, Amok", was so viel heißt wie: "Vernichtet sie".
Inzwischen gehören auch in den westlichen Ländern Amokschützen zu den großen öffentliche Zeichen, die eine Zeitenwende signalisieren.
Prof. Dr. Vogl, von der Bauhaus Universität Weimar, berichtet. Mit Beispielen aus Java, Tasmanien, U.S.A., Schottland u.a.
24 Stunden unsortierte Wirklichkeit / Erfahrungen im mobilen Streifensatz
Die Beamten der Schutzpolizei treffen bei ihren Einsätzen, anders als die Krimi-nalisten, auf unsortierte Wirklichkeit. Keine festen Regeln, keine Vorbereitung, keine Akten helfen ihnen. Keine Situation ist genau wie die andere.
Der Sozialforscher Prof. Dr. Joachim Kersten hat im Rahmen seiner Feldforschung den mobilen Streifendienst begleitet. Er berichtet.
Korruption ist überall / Hans Leyendecker: Korruption zerstört Vertrauen
Hans Leyendecker über Korruption in Afrika, Asien, Südamerika, Russland und in unserem eigenen Europa: Korruption ist überall. Der Journalist Hans Leyendecker berichtet. Er ist leitender politischer Redakteur der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG und Verfasser des Buches "Die Korruptionsfalle".
Die UNO der Kriminologen / Prof. Dr. Joachim Kersten über die Weltöffentlichkeit der Verbrechensforscher
Auf dem Weltkongress für Kriminologie in Rio de Janeiro. Viele Kriminologen aus dem Westen sind zu dem jährlichen Kongress nicht erschienen, weil sie in Brasilien ihre Entführung fürchten. Zu den Themen des Kongresses gehören Piraterie, Terror, Prävention und Kriminalität weltweit. Was sind die neuesten Schwerpunkte in der Kriminalforschung in einer wirren Welt?
Vabanque / Klaus Schönberger Theorie und Praxis des Bankraubs
85% aller Bankräuber sind Ersttäter. Seit der Zeit des Wilden Westens in den U.S.A. sind Banküberfälle Ziel von populärer Phantasie, aber auch wirkliches Objekt krimineller Praxis. Die heutigen Sicherheitssysteme haben diese Praxis verändert.
Der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger dokumentiert in dem von ihm herausgegebenen Buch VABANQUE Theorie, Praxis und Geschichte des Bankraubs mit Bankräuber-Medleys von Mac Orgelmüller.
Der Bestrafer / Die 7 Todsünden
In einem U.S.-Film erweist sich eine Mordserie als vom Motiv her unaufklärbar. Die Morde sind extrem grausam. Ein Nutzen für den Täter zeigt sich nirgends. Die Polizeibehörden kommen erst beim letzten der Morde, der durch alle Intelligenz der Verfolgungsbehörden unvermeidbar bleibt, zum Schlüssel des Geschehens: ein Fundamentalist der Werte mordet, um die 7 Todsünden zu bezeichnen. Brad Pit in der Rolle des verunglückenden Strafverfolgers. Dr. Ulrike Sprenger, Verfasserin des PROUST-ABC, berichtet.
vabanque - am Sonntag, 2. Januar 2005, 20:23 - Rubrik: Bankraub-Dokus - Themenabende usw.
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Das berichtet Ede Zimmermann in seinem "Sicherheits"-Portal (27.12.2004).
Zur Vorgeschichte vgl. die diversen Eintragungen in diesem Blog.
Zur Vorgeschichte vgl. die diversen Eintragungen in diesem Blog.
contributor - am Dienstag, 28. Dezember 2004, 11:31 - Rubrik: Brutalisierung des Bankraubs
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Die Yahho-Nachrichten (24.12.2004) wissen über die sächsischen Bankräuber
Angst vor Farbbeuteln
Dresden (ddp-lsc). Bankräuber lassen sich in Sachsen offenbar immer mehr von modernster Sicherheitstechnik abschrecken. Die Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA), Silke Specht, sagte in Dresden der Nachrichtenagentur ddp, 1999 sei in Sachsen noch 71 Mal versucht worden, eine Bank oder Postfiliale zu berauben. Im vergangenen Jahr sei dies nur noch 17 Mal vorgekommen. In den vergangenen Jahren sei so gut wie jeder Fall auch gelöst worden, lediglich 2001 habe die Polizei nur rund drei von vier Räubern schnappen können.
Die rückläufigen Fallzahlen sind laut Jürgen Bollmann, Kriminal-Hauptkommissar in der LKA-Zentralstelle für Sicherungstechnik, vor allem auf einen deutlich verbesserten Schutz der Geldinstitute zurückzuführen. Hier gebe es mittlerweile eine ganze Palette ineinander greifender Maßnahmen. Alle Tricks wollte Bollmann zwar nicht verraten. Allein die Hinweise auf Zeitverschluss-Behälter jedoch, bei denen Bankangestellte nur zu bestimmten Zeiten an größere Geldsummen gelangen könnten, hätten die Anreize für Bankräuber spürbar sinken lassen.
Zudem seien Fallen in die Geldbehälter eingebaut wie Farbbeutel und andere mehr, Videotechnik zeichne jede Bewegung in den Banken auf, das Geld sei gekennzeichnet und nach größeren Summen müssten die Mitarbeiter erst in der Zentrale anfragen, erläuterte Bollmann. Völlig ungesicherte Geldbestände gebe es heute nirgendwo mehr in Sachsen, eine Entwicklung wie auch anderswo in Deutschland, wo von 2500 Banküberfällen 1992 gerade mal 700 im Jahr 2004 übrig geblieben seien. Das Risiko sei für die Täter heute einfach zu hoch, sagt der Kriminalist.
Angst vor Farbbeuteln
Dresden (ddp-lsc). Bankräuber lassen sich in Sachsen offenbar immer mehr von modernster Sicherheitstechnik abschrecken. Die Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA), Silke Specht, sagte in Dresden der Nachrichtenagentur ddp, 1999 sei in Sachsen noch 71 Mal versucht worden, eine Bank oder Postfiliale zu berauben. Im vergangenen Jahr sei dies nur noch 17 Mal vorgekommen. In den vergangenen Jahren sei so gut wie jeder Fall auch gelöst worden, lediglich 2001 habe die Polizei nur rund drei von vier Räubern schnappen können.
Die rückläufigen Fallzahlen sind laut Jürgen Bollmann, Kriminal-Hauptkommissar in der LKA-Zentralstelle für Sicherungstechnik, vor allem auf einen deutlich verbesserten Schutz der Geldinstitute zurückzuführen. Hier gebe es mittlerweile eine ganze Palette ineinander greifender Maßnahmen. Alle Tricks wollte Bollmann zwar nicht verraten. Allein die Hinweise auf Zeitverschluss-Behälter jedoch, bei denen Bankangestellte nur zu bestimmten Zeiten an größere Geldsummen gelangen könnten, hätten die Anreize für Bankräuber spürbar sinken lassen.
Zudem seien Fallen in die Geldbehälter eingebaut wie Farbbeutel und andere mehr, Videotechnik zeichne jede Bewegung in den Banken auf, das Geld sei gekennzeichnet und nach größeren Summen müssten die Mitarbeiter erst in der Zentrale anfragen, erläuterte Bollmann. Völlig ungesicherte Geldbestände gebe es heute nirgendwo mehr in Sachsen, eine Entwicklung wie auch anderswo in Deutschland, wo von 2500 Banküberfällen 1992 gerade mal 700 im Jahr 2004 übrig geblieben seien. Das Risiko sei für die Täter heute einfach zu hoch, sagt der Kriminalist.
sparkassenkunde - am Samstag, 25. Dezember 2004, 21:11 - Rubrik: Techniken der Fahndung und Ueberwachung
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Die NZZ (24.12.2004) bringt ein paar Hintergrundinformationen zum Belfaster Millionencoup:
Erfolgreiche Bankräuber in Schwierigkeiten
Die IRA dementiert Urheberschaft des Belfaster Überfalls
Nach dem aufsehenerregenden Überfall auf die grösste Geschäftsbank Nordirlands vom Montag bleiben fast 50 Millionen Franken spurlos verschwunden. Doch die grossteils druckfrischen lokalen Banknoten sind nicht leicht abzusetzen.
Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) hat am Donnerstag über Gewährsleute verlauten lassen, dass sie nichts mit dem spektakulären Überfall auf das Hauptquartier der Northern Bank im Belfaster Stadtzentrum vom Montagabend zu tun habe. 22 Millionen Pfund waren in Kunststoffkisten gepackt, auf Gitterkarren geladen und mit einem speziell umgebauten Lieferwagen abtransportiert worden. Bei mehr als der Hälfte des Bargeldes handelte es sich indessen um frisch gedrucktes Geld, denn wie andere Banken druckt auch die Northern Bank ihre eigenen Noten. Zum Leidwesen von Reisenden werden diese in England nie, in Schottland nur sehr sporadisch als Zahlungsmittel akzeptiert, obwohl es sich um gültige Sterling-Noten handelt. Diese Gepflogenheiten engen den Spielraum der Räuber beträchtlich ein, zumal die Seriennummern den Behörden bekannt sind. Ein Experte für Geldwäscherei wurde mit der Bemerkung zitiert, die Täter hätten ebenso gut Monopoly-Geld stehlen können.
Kriminelle oder subversive Täter?
Die nordirische Polizei engte ihre Fahndung auf insgesamt fünf Gruppen ein, denen sie die Durchführung dieses tollkühnen Überfalls zutraut: zwei kriminelle Banden und drei paramilitärische Organisationen, darunter die IRA. Deren jüngstes Dementi wird mit Vorsicht behandelt, denn die politischen Folgen wären unabsehbar, sollte die IRA tatsächlich hinter dem Raub stehen. Die besorgte Frage der letzten Wochen, ob der Rückzug der IRA aufs Altenteil auch einen Verzicht auf kriminelle Methoden mit sich bringen würde, wäre damit endgültig beantwortet. Ihre politische Weggefährtin, die Sinn-Fein-Partei, müsste sich noch etwas länger gedulden, bis sie als Koalitionspartnerin in Nord und Süd ernst genommen würde. Die Behörden selbst allerdings mussten sich am Mittwoch gegen den Vorwurf der Inkompetenz verteidigen. Denn ein Parkwächter hatte die Polizei am Montagabend auf den verdächtigen Lieferwagen aufmerksam gemacht. Als die Fusspatrouille endlich am Tatort eintraf, war sie exakt drei Minuten zu spät. Tatsächlich erfuhr die Polizei erst kurz vor Mitternacht vom Verschwinden des Geldes - mehr als 24 Stunden nach dem Beginn der kriminellen Handlungen."
Der ganze Text in der NZZ
Erfolgreiche Bankräuber in Schwierigkeiten
Die IRA dementiert Urheberschaft des Belfaster Überfalls
Nach dem aufsehenerregenden Überfall auf die grösste Geschäftsbank Nordirlands vom Montag bleiben fast 50 Millionen Franken spurlos verschwunden. Doch die grossteils druckfrischen lokalen Banknoten sind nicht leicht abzusetzen.
Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) hat am Donnerstag über Gewährsleute verlauten lassen, dass sie nichts mit dem spektakulären Überfall auf das Hauptquartier der Northern Bank im Belfaster Stadtzentrum vom Montagabend zu tun habe. 22 Millionen Pfund waren in Kunststoffkisten gepackt, auf Gitterkarren geladen und mit einem speziell umgebauten Lieferwagen abtransportiert worden. Bei mehr als der Hälfte des Bargeldes handelte es sich indessen um frisch gedrucktes Geld, denn wie andere Banken druckt auch die Northern Bank ihre eigenen Noten. Zum Leidwesen von Reisenden werden diese in England nie, in Schottland nur sehr sporadisch als Zahlungsmittel akzeptiert, obwohl es sich um gültige Sterling-Noten handelt. Diese Gepflogenheiten engen den Spielraum der Räuber beträchtlich ein, zumal die Seriennummern den Behörden bekannt sind. Ein Experte für Geldwäscherei wurde mit der Bemerkung zitiert, die Täter hätten ebenso gut Monopoly-Geld stehlen können.
Kriminelle oder subversive Täter?
Die nordirische Polizei engte ihre Fahndung auf insgesamt fünf Gruppen ein, denen sie die Durchführung dieses tollkühnen Überfalls zutraut: zwei kriminelle Banden und drei paramilitärische Organisationen, darunter die IRA. Deren jüngstes Dementi wird mit Vorsicht behandelt, denn die politischen Folgen wären unabsehbar, sollte die IRA tatsächlich hinter dem Raub stehen. Die besorgte Frage der letzten Wochen, ob der Rückzug der IRA aufs Altenteil auch einen Verzicht auf kriminelle Methoden mit sich bringen würde, wäre damit endgültig beantwortet. Ihre politische Weggefährtin, die Sinn-Fein-Partei, müsste sich noch etwas länger gedulden, bis sie als Koalitionspartnerin in Nord und Süd ernst genommen würde. Die Behörden selbst allerdings mussten sich am Mittwoch gegen den Vorwurf der Inkompetenz verteidigen. Denn ein Parkwächter hatte die Polizei am Montagabend auf den verdächtigen Lieferwagen aufmerksam gemacht. Als die Fusspatrouille endlich am Tatort eintraf, war sie exakt drei Minuten zu spät. Tatsächlich erfuhr die Polizei erst kurz vor Mitternacht vom Verschwinden des Geldes - mehr als 24 Stunden nach dem Beginn der kriminellen Handlungen."
Der ganze Text in der NZZ
sparkassenkunde - am Samstag, 25. Dezember 2004, 21:02 - Rubrik: Millionencoup
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Die Taz (23.12.2004) macht sich Gedanken über die Geldwäsche Probleme der nordirischen Bankräuber. Im übrigen zeigen sich die Medien davon überzeugt, dass hier eine wohlorganisierte paramilitärische Truppe zugange war.

"DUBLIN taz Nach dem bisher größten Bankraub in Nordirland ist die erste Spur der Ermittler ein ausgebranntes Auto, das die Räuber südlich von Belfast zurückließen. Sie erbeuteten etwa 20 Millionen Pfund (knapp 29 Millionen Euro) aus der Northern Bank. Zuvor hatte die Bande die Familien zweier Bankmanager als Geiseln genommen, um die Bankiers zum Öffnen des Safes zu zwingen. Die geraubte Geldmenge überstieg das Fassungsvermögen des Lkw, so dass die Räuber einen Teil zurücklassen mussten. Fahndungsleiter Sam Kinkaid: "Das war kein Glück. Die waren sehr gut organisiert." Die Ermittler vermuten IRA-Dissidenten hinter der opulenten Operation. Ein Problem werden die Räuber mit dem Geld haben: Die erkennbar nordirischen Banknoten lassen sich nur schwer in England oder Südirland absetzen."

"DUBLIN taz Nach dem bisher größten Bankraub in Nordirland ist die erste Spur der Ermittler ein ausgebranntes Auto, das die Räuber südlich von Belfast zurückließen. Sie erbeuteten etwa 20 Millionen Pfund (knapp 29 Millionen Euro) aus der Northern Bank. Zuvor hatte die Bande die Familien zweier Bankmanager als Geiseln genommen, um die Bankiers zum Öffnen des Safes zu zwingen. Die geraubte Geldmenge überstieg das Fassungsvermögen des Lkw, so dass die Räuber einen Teil zurücklassen mussten. Fahndungsleiter Sam Kinkaid: "Das war kein Glück. Die waren sehr gut organisiert." Die Ermittler vermuten IRA-Dissidenten hinter der opulenten Operation. Ein Problem werden die Räuber mit dem Geld haben: Die erkennbar nordirischen Banknoten lassen sich nur schwer in England oder Südirland absetzen."
sparkassenkunde - am Freitag, 24. Dezember 2004, 13:48 - Rubrik: Millionencoup
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Es war zwar kein Bankraub, sondern ein ordinärer Tankstellenüberfall, aber die Tracht hatte es in sich:
Tankstellen-Überfall mit Bohlen-Maske
In Brandenburg hat ein Mann eine Dieter-Bohlen-Maske benutzt, um eine Tankstelle zu überfallen. Allerdings hat das Karma des Herrn Bohlen, den wir nur ungern beschimpfen, weil wir uns leider mit Sigrid Löffler u.a. und deren Bildungsdünkel (die im Grunde ja dessen prolligen VerehrerInnen meinen, denn dieses Ekelpaket) gemein machen müssen, auf das Projekt abgefärbt. Er verliert seine Beute auf der Flucht wieder (Dieter Bohlen schreibt ja auf ähnliche Weise mit dieser BILD-Zeitungschefredakteursgattin seine Bücher - nach Veröffentlichung verlieren sie schon mal ab und an ein paar Aussagen und Sätze auf der Flucht vor der Wirklichkeit ). Aber es ist schon richtig, der Tankstellenüberfall entspricht ungefähr dem Niveau dieser Bagage und von daher hat das mit der Maske schon seine Richtigkeit.
"Einen Hinweis hat die Polizei schon: Der Mann muss vor kurzem bei Makromarkt eingekauft haben. Dort wurde die angeblich verwendete Bohlen-Maske anlässlich einer Verkaufsaktion Ende November verteilt." (BZ, 21.12.2004)
Das würden wir ganz spontan Beihilfe zum Raub nennen .... ;-)
Tankstellen-Überfall mit Bohlen-Maske

In Brandenburg hat ein Mann eine Dieter-Bohlen-Maske benutzt, um eine Tankstelle zu überfallen. Allerdings hat das Karma des Herrn Bohlen, den wir nur ungern beschimpfen, weil wir uns leider mit Sigrid Löffler u.a. und deren Bildungsdünkel (die im Grunde ja dessen prolligen VerehrerInnen meinen, denn dieses Ekelpaket) gemein machen müssen, auf das Projekt abgefärbt. Er verliert seine Beute auf der Flucht wieder (Dieter Bohlen schreibt ja auf ähnliche Weise mit dieser BILD-Zeitungschefredakteursgattin seine Bücher - nach Veröffentlichung verlieren sie schon mal ab und an ein paar Aussagen und Sätze auf der Flucht vor der Wirklichkeit ). Aber es ist schon richtig, der Tankstellenüberfall entspricht ungefähr dem Niveau dieser Bagage und von daher hat das mit der Maske schon seine Richtigkeit.
"Einen Hinweis hat die Polizei schon: Der Mann muss vor kurzem bei Makromarkt eingekauft haben. Dort wurde die angeblich verwendete Bohlen-Maske anlässlich einer Verkaufsaktion Ende November verteilt." (BZ, 21.12.2004)
Das würden wir ganz spontan Beihilfe zum Raub nennen .... ;-)
vabanque - am Donnerstag, 23. Dezember 2004, 00:10 - Rubrik: Trachtenkunde des Bankraubs
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Die Süddeutsche Zeitung (22.12.2004) hat Mühe nicht ins Schwärmen zu geraten. Nach dem Lottocoup vergangene Woche kommen nun andere mit der Komplentärstory daher ...
Der perfekte Raub
Geiselnahme, Erpressung, starke Nerven – wie die Bankräuber von Belfast einen der größten Coups der Weltgeschichte landeten.
Es fällt auf Anhieb schwer, sich der dunklen Faszination dieses größten Raubzugs in der Geschichte des Vereinigten Königreichs zu entziehen, seiner kühlen Kalkulation, seiner Präzision und Perfektion in der Vollendung hinter den stummen Mauern der Northern Bank-Zentrale mitten in Belfast.
Die Fantasie fängt an sich auszumalen, wie im Inneren der Bank die Räuber Zentner, ach was: Tonnen an Pfund-Banknoten vom Fünfer bis zum Hunderter auf einen Lastwagen wuchteten, während vor der Fassade des Gebäudes unbekümmert Tausende Menschen an diesem frühen Montagabend ihre Weihnachtseinkäufe nach Hause schleppten.
So viel Geld, sie konnten es gar nicht mehr tragen
So viel Geld war es, dass die Räuber einen Teil liegen lassen mussten, weil ihr Lkw die Massen nicht fassen konnte. In britischen Zeitungen ist am Mittwoch von 20 bis 40 Millionen Pfund die Rede, also bis zu 60 Millionen Euro.
Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können: Die Bankzentrale barst vor Bargeld, mit dem die Automaten der 95 Filialen für das Weihnachtsgeschäft aufgeladen werden sollten. Dies war vielleicht einer der größten Beutezüge der Weltgeschichte, und er stellt bei weitem in den Schatten, was der legendäre Posträuber Ronald Biggs und Kumpane am 8. August 1963 mit dem Postzug Glasgow-London anstellten.
Der ganze Text in der SZ
Der perfekte Raub
Geiselnahme, Erpressung, starke Nerven – wie die Bankräuber von Belfast einen der größten Coups der Weltgeschichte landeten.
Es fällt auf Anhieb schwer, sich der dunklen Faszination dieses größten Raubzugs in der Geschichte des Vereinigten Königreichs zu entziehen, seiner kühlen Kalkulation, seiner Präzision und Perfektion in der Vollendung hinter den stummen Mauern der Northern Bank-Zentrale mitten in Belfast.
Die Fantasie fängt an sich auszumalen, wie im Inneren der Bank die Räuber Zentner, ach was: Tonnen an Pfund-Banknoten vom Fünfer bis zum Hunderter auf einen Lastwagen wuchteten, während vor der Fassade des Gebäudes unbekümmert Tausende Menschen an diesem frühen Montagabend ihre Weihnachtseinkäufe nach Hause schleppten.
So viel Geld, sie konnten es gar nicht mehr tragen
So viel Geld war es, dass die Räuber einen Teil liegen lassen mussten, weil ihr Lkw die Massen nicht fassen konnte. In britischen Zeitungen ist am Mittwoch von 20 bis 40 Millionen Pfund die Rede, also bis zu 60 Millionen Euro.
Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können: Die Bankzentrale barst vor Bargeld, mit dem die Automaten der 95 Filialen für das Weihnachtsgeschäft aufgeladen werden sollten. Dies war vielleicht einer der größten Beutezüge der Weltgeschichte, und er stellt bei weitem in den Schatten, was der legendäre Posträuber Ronald Biggs und Kumpane am 8. August 1963 mit dem Postzug Glasgow-London anstellten.
Der ganze Text in der SZ
vabanque - am Mittwoch, 22. Dezember 2004, 23:19 - Rubrik: Millionencoup
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Rekordverdächtig ist der Coup, den offensichtlich einige Bankräuber in Nordirland zustandegebracht haben. Aber es zeigt sich auch, dass zu so etwas offensichtlich Insiderkenntnisse, eine erhebliche Logistik, professionelles Handeln aber auch fragwürdige brutale Methoden notwendig sind.
Tja und dann wird schon jemand unterwegs sein, der sich die Exklusiv- und Filmrechte zu sichern versuchen wird.
Belfast (AP) Beim bislang größten Bankraub in der Geschichte Nordirlands haben Diebe mehr als 20 Millionen Pfund (rund 30 Millionen Euro) entwendet. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, besetzten die Täter am Sonntag die Wohnhäuser von zwei ranghohen Angestellten der Belfaster Northern Bank und nahmen die Familienangehörigen als Geiseln. Dann zwangen sie die Manager, ihnen nach Geschäftsschluss am Montag den zentralen Tresor aufzuschließen.
Die Behörden wurden nach eigenen Angaben erst sechs Stunden nach vollendeter Tat informiert, nachdem alle Geiseln in Sicherheit waren. Einige von ihnen seien allerdings traumatisiert, erklärte Polizeichef Sam Kincaid. Die Beute fiel deshalb so reichhaltig aus, weil in dem geplünderten Tresor Gelder deponiert waren, die rechtzeitig vor Weihnachten an alle 95 Filialen der Northern Bank verteilt werden sollten. Kincaid sprach von einer beachtlichen Summe, die vermutlich mehr als 20 Millionen Pfund betragen könnte.
Zu möglichen Tätern wollte sich die Polizei zunächst nicht äußern. Es sei viel zu früh festzustellen, ob sie im Milieu der gewöhnlichen Kriminellen oder bei den paramilitärischen Gruppen der britischen Provinz zu suchen seien, erklärte Kincaid. In der Vergangenheit hat vor allem die anti-britische Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) mehrfach Banküberfälle verübt.
Am 21.12. 2004 via Yahoo
Beim Handelsblatt (21.12.2004) erfahren wir noch etwas mehr und es wird eine historische Einordnung vorgenommen. Tenor: Ein Spitzenplatz, aber kein neuer Rekord:
"Die unbekannten Geldknacker befanden sich nach Angaben der Polizei am Dienstag auf der Flucht. Weder die Bank noch die Ermittler wollten die genaue Höhe der Beute bekannt geben, sondern nannten die Summe nur „bedeutend“ und erheblich“. Die Schätzungen lagen aber zwischen etwa 28 und 42 Millionen Euro. Die Northern Bank hat mit ihren 95 Filialen einen Marktanteil von 30 Prozent in Nordirland.
Um den bedeutendsten Raub in Großbritannien handelt es sich allerdings bei weitem nicht, selbst wenn sich die höchste Schätzzahl bewahrheiten sollte. Zwar waren es beim großen Postzug-Raub von 1963 nach heutiger Umrechnung „nur“ 14,8 Millionen Euro. Im Jahr 1982 fielen Kriminellen jedoch mehrere 100 Millionen Euro in die Hände, als sie in London Schließfacher ausräumten. Und 1990 wurde der bisherige „Spitzenwert“ für das Vereinigte Königreich erreicht, als Gangster in London Wertpapiere für 413 Millionen Euro stahlen."
Tja und dann wird schon jemand unterwegs sein, der sich die Exklusiv- und Filmrechte zu sichern versuchen wird.
Belfast (AP) Beim bislang größten Bankraub in der Geschichte Nordirlands haben Diebe mehr als 20 Millionen Pfund (rund 30 Millionen Euro) entwendet. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, besetzten die Täter am Sonntag die Wohnhäuser von zwei ranghohen Angestellten der Belfaster Northern Bank und nahmen die Familienangehörigen als Geiseln. Dann zwangen sie die Manager, ihnen nach Geschäftsschluss am Montag den zentralen Tresor aufzuschließen.
Die Behörden wurden nach eigenen Angaben erst sechs Stunden nach vollendeter Tat informiert, nachdem alle Geiseln in Sicherheit waren. Einige von ihnen seien allerdings traumatisiert, erklärte Polizeichef Sam Kincaid. Die Beute fiel deshalb so reichhaltig aus, weil in dem geplünderten Tresor Gelder deponiert waren, die rechtzeitig vor Weihnachten an alle 95 Filialen der Northern Bank verteilt werden sollten. Kincaid sprach von einer beachtlichen Summe, die vermutlich mehr als 20 Millionen Pfund betragen könnte.
Zu möglichen Tätern wollte sich die Polizei zunächst nicht äußern. Es sei viel zu früh festzustellen, ob sie im Milieu der gewöhnlichen Kriminellen oder bei den paramilitärischen Gruppen der britischen Provinz zu suchen seien, erklärte Kincaid. In der Vergangenheit hat vor allem die anti-britische Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) mehrfach Banküberfälle verübt.
Am 21.12. 2004 via Yahoo
Beim Handelsblatt (21.12.2004) erfahren wir noch etwas mehr und es wird eine historische Einordnung vorgenommen. Tenor: Ein Spitzenplatz, aber kein neuer Rekord:
"Die unbekannten Geldknacker befanden sich nach Angaben der Polizei am Dienstag auf der Flucht. Weder die Bank noch die Ermittler wollten die genaue Höhe der Beute bekannt geben, sondern nannten die Summe nur „bedeutend“ und erheblich“. Die Schätzungen lagen aber zwischen etwa 28 und 42 Millionen Euro. Die Northern Bank hat mit ihren 95 Filialen einen Marktanteil von 30 Prozent in Nordirland.
Um den bedeutendsten Raub in Großbritannien handelt es sich allerdings bei weitem nicht, selbst wenn sich die höchste Schätzzahl bewahrheiten sollte. Zwar waren es beim großen Postzug-Raub von 1963 nach heutiger Umrechnung „nur“ 14,8 Millionen Euro. Im Jahr 1982 fielen Kriminellen jedoch mehrere 100 Millionen Euro in die Hände, als sie in London Schließfacher ausräumten. Und 1990 wurde der bisherige „Spitzenwert“ für das Vereinigte Königreich erreicht, als Gangster in London Wertpapiere für 413 Millionen Euro stahlen."
vabanque - am Dienstag, 21. Dezember 2004, 21:58 - Rubrik: Millionencoup
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300 % Steigerung in der Slowakei
Es sei noch ein Interview mit Herwig Haidinger, Direktor des österreichischen Bundeskriminalamtes, über Prävention, Strategien und mehr Überwachung in der "Die Presse" (22.11.2004) nachgetragen:
"Die Presse: In Wien wurde in den vergangenen Tagen beinahe täglich eine Bank ausgeraubt. Die Zahl der Überfälle wird heuer wieder einen negativen Höhepunkt erreichen. Gibt es eine schlüssige Erklärung dafür, dass gerade in Wien Bankräuber so leichtes Spiel haben?
Herwig Haidinger: Es ist wie so vieles in Österreich: Die zentrale geografische Lage unseres Landes, die uns einerseits sehr viele Vorteile bringt, uns anderseits aber auch zum Ziel für kriminell organisierte Banden aus dem Osten macht. Die Situation Österreichs ist eine andere als in jenen Staaten, die weiter von der EU-Außengrenze entfernt sind. Vergleicht man beispielsweise die Situation mit der Slowakei, ist festzustellen, dass dort die Banküberfälle heuer im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 300 % zugenommen haben.
Haidinger: Das Bundeskriminalamt hat die Banküberfälle der letzten 30 Jahre - insgesamt 2042 einzelne Delikte - ausgewertet und analysiert. Dabei haben wir konkrete Ähnlichkeiten beim Vorgehen der Bankräuber und Häufungspunkte sowie Häufigkeitszeiten herausgefiltert. Diese Ergebnisse sind die Basis für unsere Bekämpfungsstrategien.
Die Presse: Banken in Wien werden oft von drei-, vier- oder mehrköpfigen Banden überfallen: Wie kann man diesen Profis - meist aus Südamerika oder Osteuropa - zu Leibe rücken?
Haidinger: Grundsätzlich überwiegen bei Banküberfällen die Einzeltäter, aber es gibt auch organisierte Banden. Bei jener südamerikanischen Tätergruppe, die Überfälle begangen hat, ist es dem Kriminalamt in Wien gelungen, die Identität der Verdächtigen zu ermitteln; eine weltweite Interpol-Fahndung ist eingeleitet. Bei Einzeltätern handelt es sich zumeist um Menschen, die in ihrer Verzweiflung einen Banküberfall als einzige Möglichkeit sehen, an Geld zu kommen. Die Raubbeute ist gering.
Haidinger: Das Bundeskriminalamt erstellt seit Juni 2003 gemeinsam mit den Sicherheitsverantwortlichen aller Bundesländer gezielte regionale Strategien zur Bekämpfung der Kriminalität. (...) Während wir zu Beginn dieses Jahres Zuwächse bei der Kriminalität im zweistelligen Prozentbereich gehabt haben, sehen wir durch die jüngste Auswertung, dass die Kriminalität allgemein zurückgegangen ist.
Die Presse: Aber nicht bei Banküberfällen . . .
Haidinger: Das trifft für Banküberfälle nicht zu, deshalb habe ich hier konkrete Maßnahmen eingefordert.
Es sei noch ein Interview mit Herwig Haidinger, Direktor des österreichischen Bundeskriminalamtes, über Prävention, Strategien und mehr Überwachung in der "Die Presse" (22.11.2004) nachgetragen:
"Die Presse: In Wien wurde in den vergangenen Tagen beinahe täglich eine Bank ausgeraubt. Die Zahl der Überfälle wird heuer wieder einen negativen Höhepunkt erreichen. Gibt es eine schlüssige Erklärung dafür, dass gerade in Wien Bankräuber so leichtes Spiel haben?
Herwig Haidinger: Es ist wie so vieles in Österreich: Die zentrale geografische Lage unseres Landes, die uns einerseits sehr viele Vorteile bringt, uns anderseits aber auch zum Ziel für kriminell organisierte Banden aus dem Osten macht. Die Situation Österreichs ist eine andere als in jenen Staaten, die weiter von der EU-Außengrenze entfernt sind. Vergleicht man beispielsweise die Situation mit der Slowakei, ist festzustellen, dass dort die Banküberfälle heuer im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 300 % zugenommen haben.
Haidinger: Das Bundeskriminalamt hat die Banküberfälle der letzten 30 Jahre - insgesamt 2042 einzelne Delikte - ausgewertet und analysiert. Dabei haben wir konkrete Ähnlichkeiten beim Vorgehen der Bankräuber und Häufungspunkte sowie Häufigkeitszeiten herausgefiltert. Diese Ergebnisse sind die Basis für unsere Bekämpfungsstrategien.
Die Presse: Banken in Wien werden oft von drei-, vier- oder mehrköpfigen Banden überfallen: Wie kann man diesen Profis - meist aus Südamerika oder Osteuropa - zu Leibe rücken?
Haidinger: Grundsätzlich überwiegen bei Banküberfällen die Einzeltäter, aber es gibt auch organisierte Banden. Bei jener südamerikanischen Tätergruppe, die Überfälle begangen hat, ist es dem Kriminalamt in Wien gelungen, die Identität der Verdächtigen zu ermitteln; eine weltweite Interpol-Fahndung ist eingeleitet. Bei Einzeltätern handelt es sich zumeist um Menschen, die in ihrer Verzweiflung einen Banküberfall als einzige Möglichkeit sehen, an Geld zu kommen. Die Raubbeute ist gering.
Haidinger: Das Bundeskriminalamt erstellt seit Juni 2003 gemeinsam mit den Sicherheitsverantwortlichen aller Bundesländer gezielte regionale Strategien zur Bekämpfung der Kriminalität. (...) Während wir zu Beginn dieses Jahres Zuwächse bei der Kriminalität im zweistelligen Prozentbereich gehabt haben, sehen wir durch die jüngste Auswertung, dass die Kriminalität allgemein zurückgegangen ist.
Die Presse: Aber nicht bei Banküberfällen . . .
Haidinger: Das trifft für Banküberfälle nicht zu, deshalb habe ich hier konkrete Maßnahmen eingefordert.
sparkassenkunde - am Sonntag, 19. Dezember 2004, 14:11 - Rubrik: Wien 2004
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Neigt der Delmenhorster Faschingsprinz zu Bankräubern?
"Bleibt die Frage, was denn die „neue Faschingsprinzessin“ und ihr Prinz im Februar für ein Kostüm tragen werden. „Kein Wort“, gibt sich die Prinzessin verschlossen, während Prinz Thomas angeblich noch zwischen „Bankräuber“ und „Werder-Trikot“ wählen will."
Die ganze Narretei im Delmenhorster Kreisblatt (18.12.2004)
Glück auf!
"Bleibt die Frage, was denn die „neue Faschingsprinzessin“ und ihr Prinz im Februar für ein Kostüm tragen werden. „Kein Wort“, gibt sich die Prinzessin verschlossen, während Prinz Thomas angeblich noch zwischen „Bankräuber“ und „Werder-Trikot“ wählen will."
Die ganze Narretei im Delmenhorster Kreisblatt (18.12.2004)
Glück auf!
contributor - am Freitag, 17. Dezember 2004, 23:55 - Rubrik: Trachtenkunde des Bankraubs
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Bankraub für Fußballer "eher ungewöhnlich"?
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, 17.12.2004) hält den Bankraub eines Fußballer für eher ungewöhnlich. Wir kennen allerdings eine Häufung für Fußball- und Eishockeytorwarte.
Nach Bankraub des Sohnes gesteht Vater im eigenen Prozess
"Seinem Sohn, dem wegen versuchten Bankraubs inhaftierten Ex-Torwart des Oberligisten TSG Sprockhövel, wollte er helfen. Deshalb legte Peter Kurz (42) im eigenen Prozess vor der XVII. Essener Strafkammer ein Geständnis ab. So sorgte er für ein schnelles Ende im Verfahren gegen ein auf Autodiebstahl spezialisiertes Trio.
"Schreiben Sie ruhig, ich fühle mich schuldig für den Jungen", sagte Peter Kurz gestern zur Hattinger Zeitung, nachdem er zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Er selbst war im Juni verhaftet worden, weil er laut Anklage gemeinsam mit dem Marler Heinrich B. (52) und dem Bochumer Frank M. (34) mehrere neuwertige Autos gestohlen und mit neuer Fahrgestellnummer weiterverkauft hatte.
(...)
Einen Tag vor Prozessauftakt war aber der Sohn von Peter Kurz nach einem gescheiterten Banküberfall in Reken ebenfalls in Untersuchungshaft gekommen. Dabei stand der 21-jährige Pascal Kurz vor einer hoffnungsvollen Karriere als Fußballprofi. Bei Rot-Weiß Essen war er der dritte Torwart, als die Mannschaft noch in der Regionalliga spielte. Jetzt stand er beim Viertligisten Sprockhövel zwischen den Pfosten, hatte noch alle Chancen auf Fortsetzung seiner Karriere.
Den für einen Fußballer eher ungewöhnlichen Banküberfall begründete der Verteidiger von Pascal Kurz mit einer Kurzschlussreaktion, weil der Papa plötzlich arbeitsunfähig geworden sei. So falsch lag er mit dieser Formulierung nicht angesichts der U-Haft für den Vater ab Juni 04."
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, 17.12.2004) hält den Bankraub eines Fußballer für eher ungewöhnlich. Wir kennen allerdings eine Häufung für Fußball- und Eishockeytorwarte.
Nach Bankraub des Sohnes gesteht Vater im eigenen Prozess
"Seinem Sohn, dem wegen versuchten Bankraubs inhaftierten Ex-Torwart des Oberligisten TSG Sprockhövel, wollte er helfen. Deshalb legte Peter Kurz (42) im eigenen Prozess vor der XVII. Essener Strafkammer ein Geständnis ab. So sorgte er für ein schnelles Ende im Verfahren gegen ein auf Autodiebstahl spezialisiertes Trio.
"Schreiben Sie ruhig, ich fühle mich schuldig für den Jungen", sagte Peter Kurz gestern zur Hattinger Zeitung, nachdem er zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Er selbst war im Juni verhaftet worden, weil er laut Anklage gemeinsam mit dem Marler Heinrich B. (52) und dem Bochumer Frank M. (34) mehrere neuwertige Autos gestohlen und mit neuer Fahrgestellnummer weiterverkauft hatte.
(...)
Einen Tag vor Prozessauftakt war aber der Sohn von Peter Kurz nach einem gescheiterten Banküberfall in Reken ebenfalls in Untersuchungshaft gekommen. Dabei stand der 21-jährige Pascal Kurz vor einer hoffnungsvollen Karriere als Fußballprofi. Bei Rot-Weiß Essen war er der dritte Torwart, als die Mannschaft noch in der Regionalliga spielte. Jetzt stand er beim Viertligisten Sprockhövel zwischen den Pfosten, hatte noch alle Chancen auf Fortsetzung seiner Karriere.
Den für einen Fußballer eher ungewöhnlichen Banküberfall begründete der Verteidiger von Pascal Kurz mit einer Kurzschlussreaktion, weil der Papa plötzlich arbeitsunfähig geworden sei. So falsch lag er mit dieser Formulierung nicht angesichts der U-Haft für den Vater ab Juni 04."
contributor - am Freitag, 17. Dezember 2004, 23:46 - Rubrik: Biographien des Bankraubs
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Arbeitskreis für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Historischen
Kommission für Niedersachsen und Bremen,
Sitzung am Samstag, 12. März 2005, in Hannover: "Soziale Praxis des Kredits"
Deadline: 15.01.2005
Es mangelt nicht an Untersuchungen zur Geschichte von Kreditinstituten unterschiedlicher Art. Diese Sitzung soll weniger der Institutionengeschichte als den Praktiken des Kredits gewidmet sein.
Auch bleibt der Blick nicht auf spezialisierte Kreditunternehmen beschränkt, sondern es werden alltäglichere Kreditgeber und -nehmer einbezogen. Ausserdem geht es darum, den Kredit nicht ausschliesslich in einer i.e.S. wirtschaftsgeschichtlichen Perspektive zu betrachten, sondern die sozialen und kulturellen Kontexte zu berücksichtigen: "Kredit" beruhte in früheren Jahrhunderten weithin auf persönlichem Vertrauen und war eingebettet in familial-verwandtschaftliche, klientelistische oder religiöse Netze.
Erwünscht sind Beiträge – in Form von Kurzreferaten – zu verschiedenen Perioden, vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Vorwiegend sollen Niedersachsen und Bremen behandelt werden. Darüber hinaus sind einzelne Beiträge zu grundsätzlichen und methodischen Fragen oder zu benachbarten Regionen willkommen.
Angebote für Kurzreferate mit Arbeitstitel und abstract (nicht mehr als eine halbe Seite) schicken Sie bitte bis zum 15. Januar 2005 an
Prof. Dr. Jürgen Schlumbohm
Max-Planck-Institut für Geschichte
Postfach 2833
37018 Göttingen
Fax: 0551-4956170
e-mail: schlumbohm@mpi-g.gwdg.de
Homepage
Kommission für Niedersachsen und Bremen,
Sitzung am Samstag, 12. März 2005, in Hannover: "Soziale Praxis des Kredits"
Deadline: 15.01.2005
Es mangelt nicht an Untersuchungen zur Geschichte von Kreditinstituten unterschiedlicher Art. Diese Sitzung soll weniger der Institutionengeschichte als den Praktiken des Kredits gewidmet sein.
Auch bleibt der Blick nicht auf spezialisierte Kreditunternehmen beschränkt, sondern es werden alltäglichere Kreditgeber und -nehmer einbezogen. Ausserdem geht es darum, den Kredit nicht ausschliesslich in einer i.e.S. wirtschaftsgeschichtlichen Perspektive zu betrachten, sondern die sozialen und kulturellen Kontexte zu berücksichtigen: "Kredit" beruhte in früheren Jahrhunderten weithin auf persönlichem Vertrauen und war eingebettet in familial-verwandtschaftliche, klientelistische oder religiöse Netze.
Erwünscht sind Beiträge – in Form von Kurzreferaten – zu verschiedenen Perioden, vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Vorwiegend sollen Niedersachsen und Bremen behandelt werden. Darüber hinaus sind einzelne Beiträge zu grundsätzlichen und methodischen Fragen oder zu benachbarten Regionen willkommen.
Angebote für Kurzreferate mit Arbeitstitel und abstract (nicht mehr als eine halbe Seite) schicken Sie bitte bis zum 15. Januar 2005 an
Prof. Dr. Jürgen Schlumbohm
Max-Planck-Institut für Geschichte
Postfach 2833
37018 Göttingen
Fax: 0551-4956170
e-mail: schlumbohm@mpi-g.gwdg.de
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vabanque - am Mittwoch, 15. Dezember 2004, 19:28 - Rubrik: Ueber Banken
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Das Hamburger Abendblatt (15.12. 2004) weiss zu berichten:
Nach Rekord-Ansturm der Lottospieler: Jackpot geknackt?
"Münster - Deutschland einig Lottoland. Noch nie haben die Tipper so viel Geld eingesetzt wie an diesem Sonnabend: 113 Millionen Euro! Damit hat der Jackpot wie erwartet die zehn Jahre alte Rekord-Marke überboten und ist mit mindestens 21,6 Millionen Euro gefüllt. Das bestätigte WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste.
Die genaue Gewinnsumme stand gestern aber noch nicht fest. Ob der Jackpot geknackt wurde, erfahren die Lottospieler heute vormittag. Über das Gedränge in vielen Lottoläden sagte Bamfaste: "Solch einen Ansturm haben wir seit Jahren nicht erlebt. Vor den Terminals standen lange Schlangen."
Jetzt wissen wir es wieder:
Es gibt in Deutschland mehr Lottospieler als Bankräuber
Interessant ist allerdings die sprachliche Anleihe, die das Rennen um den Jackpot symbolisch im Bankraub-Kontext ansiedelt. Das Hamburger Abendblatt weiss aber auch, wie aussichtslos das ganze Unterfangen ist:
"Die Wahrscheinlichkeit, wenigstens die sechs Richtigen zu treffen, liegt bei etwa 1 zu 14 Millionen. Noch unwahrscheinlicher wird ein Volltreffer mit sechs Richtigen und der Superzahl: Hier stehen die Chancen sogar nur bei 1 zu 140 Millionen. Zum Vergleich: Von einem Blitz getroffen zu werden, ist 20mal wahrscheinlicher, Fünflinge zu bekommen, ist 56mal wahrscheinlicher und einen Flugzeugabsturz zu überleben, ist 63mal wahrscheinlicher."
Nach Rekord-Ansturm der Lottospieler: Jackpot geknackt?
"Münster - Deutschland einig Lottoland. Noch nie haben die Tipper so viel Geld eingesetzt wie an diesem Sonnabend: 113 Millionen Euro! Damit hat der Jackpot wie erwartet die zehn Jahre alte Rekord-Marke überboten und ist mit mindestens 21,6 Millionen Euro gefüllt. Das bestätigte WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste.
Die genaue Gewinnsumme stand gestern aber noch nicht fest. Ob der Jackpot geknackt wurde, erfahren die Lottospieler heute vormittag. Über das Gedränge in vielen Lottoläden sagte Bamfaste: "Solch einen Ansturm haben wir seit Jahren nicht erlebt. Vor den Terminals standen lange Schlangen."
Jetzt wissen wir es wieder:
Es gibt in Deutschland mehr Lottospieler als Bankräuber
Interessant ist allerdings die sprachliche Anleihe, die das Rennen um den Jackpot symbolisch im Bankraub-Kontext ansiedelt. Das Hamburger Abendblatt weiss aber auch, wie aussichtslos das ganze Unterfangen ist:
"Die Wahrscheinlichkeit, wenigstens die sechs Richtigen zu treffen, liegt bei etwa 1 zu 14 Millionen. Noch unwahrscheinlicher wird ein Volltreffer mit sechs Richtigen und der Superzahl: Hier stehen die Chancen sogar nur bei 1 zu 140 Millionen. Zum Vergleich: Von einem Blitz getroffen zu werden, ist 20mal wahrscheinlicher, Fünflinge zu bekommen, ist 56mal wahrscheinlicher und einen Flugzeugabsturz zu überleben, ist 63mal wahrscheinlicher."
vabanque - am Mittwoch, 15. Dezember 2004, 09:47 - Rubrik: Lotto und Bankraubphantasien
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